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Der treue Zionswächter · 1854-06-01 · 11 (1.6.1854) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
10 (1854)
Issue
11 (1.6.1854)
Date
1854-06-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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43 Güte und Herablassung an uns in Ausübung bringen. R. Sera betete Folgendes: E. s. d. W., E. n. G., daß wir nicht sündigen sollen, um uns nicht schämen und erröthen zu müssen vor unfern frommen Urahnen. — R. Ehaja betete Folgendes: E. s. d. W., E. u. G., daß deine Lehre allein stets unsere Beschäftigung sein soll, unser Her; nicht schmachten und unsere Augen nicht verdunkelt werden sollen. 89) Rad verrichtete am Ende der v'e das Gebet was wir jetzt allmonatlich nur bei Verkündigung des Neumondes verrichten. 90) Rabbi betete Folgendes (was wir jetzt alltäglich nur zu Anfang unseres Morgengebetes beten): E. s. d. W., E. u. G., mich vor frechen Leuten sowol als vor eigner Frechheit zn bewahren, vor bösen Menschen und schlechter Gesellschaft, vor einem bösen Nachbar, vor bösen Zufällen und vor dem Verderben bringenden Ankläger, vor strengem Gerichte und einem strengen Gegner, er sei Bundesgenosse oder nicht. Denn obwol Rabbi schon von den Behörden im Aufträge des damaligen römischen Kaisers Antonin, dessen Liebling er war, möglichst geschützt worden ist, hielt er es doch nötkig, darum auch Gott anzuflehen, (weil keine, noch so sicher scheinende menschliche Hülfe ohne Gottes Beistand etwas ausrichten kann.)— N. Safra betete Folgendes: E. s. d. W., E. u. G., stets den Frieden zu erhalten, sowol zwischen dem oberen Himmelsheere als zwischen den sämmtlichen untern Geschöpfen, vorzüglich aber zwischen den Gelehrten die sich mit dem Thora-Studium aus reiner, oder Nebenabsicht, beschäftigen, und mögen alle die, welche dem Thora- Studium nur aus Nebenabsichten obliegen, es doch endlich nur aus reiner Absicht thun. 91.) R. Alexander betete: E. s. d. W., E. u. G. uns stets im Hellen Lichte und nicht in Finsterniß wandeln zu lassen, damit unser Herz kein Leid empfinden und unsere Augen nicht verdunkeln mögen, (wir nämlich stets eine klare Einsicht und einen deutlichen Begriff von unserm wahren Glauben und deiner heiligen Religion haben, und unser Herz und Verstand nie von den Gedanken des Aber-, oder Unglaubens getrübt werden mögen.) — Rabbi Alexandra bercte Folgendes: H. d. W., wol ift dir bekannt, daß es mein Wille wäre, dir stets zu willfahren, nur verhindert mich daran, theils meine in mir gleichsam gährende sinnliche Begierde, theils meine bedrückte Lage; es sei nun dein Wille, alle diese Hindernisse von uns abzuwenden, damit wir wieder nur die Gesetze deines heiligen Willens ausüben können. — Mar Sohn d. R. Huna betete, so wie wir noch jetzt nach jeder L>"5, Folgendes: Mein Gott, bewahre meine Zunge vor Bösem, meine Lippen vor trügerischen Reden u. s. w. (Siehe Gebetbuch.) (Fortsetzung folgt.) Das göttliche Gesetz. Im Wüstenland, auf Sinai, Ans dichter Wetterwolke, Sprach Gott der Herr, der Ewige, Durch Moses zn dem Volke; Als dort der Herr sich zeigte, Als er den Moses zu sich rief, Ihm die Gebote reichte; So mit dem göttlichen Gesetz Trat MoseS zn dem Volke, Und redete wie Gott ihm hieß, Darauf der Herr geschrieben, Wie Ihn die Kinder Israel Auf Erden möchten lieben. Laut ans dem Volksgetümmcl Erscholl der Nnf der Dankbarkeit: „Herr, Lob sei Dir im Himmel!" — Noch strahlt das göttliche Gesetz I» himmlisch reinen Flammen. Es sanken Völkerschaften hin Und Huben nie sich wieder, Doch Gottes Wort durch Moses Mund Hallt um den Erdball wieder; —

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