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Der treue Zionswächter · 1854-03-03 · 5 (3.3.1854) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
10 (1854)
Issue
5 (3.3.1854)
Date
1854-03-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
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18 Der Freunde und Brüder willen, wollen auch wir, m. V., der Gottesstadt damit unfern Friedensgruß bringen, daß wir ihren Feinden gegenüber, die Hoffnung auf ihr einstiges Wiedersehen auf den Gipfel unserer Wünsche aufstecken. Lassen Sie uns als treue Zions-Wächter, GptteS königliche Residenz gegen jederr^lngriff auf ihre Würde und auf ihre hohe Wichtigkeit beschützen. Zu diesem Zwecke lassen Sie uns in kurzen Sätzen darlegen 1) die Wahrheit, 2) die Wichtigkeit, 3) die Nützlichkeit des Glaubens an Jerusalems Wiedererstehen als Sammelplatz aller Gläubigen der Erde. Und Du, v Vater, der Du einst an Zion Wohlgefallen gefunden, und einst wieder in unendlicher Majestät darin thronen wirst, von Dir erbitte» wir, Erleuchtung unserer Augen, um in diesem Glauben zu erstarken, zur Begründung unseres zeitlichen Wohls, zur Erwerbung unseres ewigen Heils. 1. M. F.! Der Wanderer, der auf gebahnter, grader, ebener Landstraße seinen Weg verfolgt und seinem Ziele entgegen wandelt, dessen Wanderung ist mühloS und angenehm, und sein Ziel ein grades; der Wanderer hingegen, der enge, gekrümmte Pfade sucht, gefährlich und mühevoll ist sein Weg, und sein Ziel verdächtig. So ergeht es auch dem Forscher in der heiligen Schrift. Es gilt als einer der ersten Vorzüge unsererheiligen Religion, daß wir am Prophetenwort nichts zu deuteln haben, daß wir des Herrn Verheißungen so klar nach ihrem Wortsinne nehmen, wie es der Urborn ist, dem sie entflossen. Wie aber kann, von dem Standpunkte Israels Glaubens aus, wollte man selbst die Läugnung und Entstellung bis zum Unsinn treiben, daran gezweifelr werden, daß einst ein Gesalbter vom. Stamme 'c» die Zerstreuten Israels ällsammt einsammeln wird, wenn der Prophet (ft"') spricht: „Einst wird eine Wurzel Jsai's, aufgeschossen zum Panier der Völker, von ihnen erforscht, ehrenvoll thronen. In jenen Tagen erwirbt sich Gottes Hand zum zweiten Male seines Volkes Rest aus N'w, cv und v^'v, aus und des Meeres Inseln. Er erhebt ein Heerzeicheu den Nationen, sammelt die Verstoßenen Jsräel's, die Zerstreuten Juda's aus allen Enden der Erde." So erklang des Herrn Wort, im Munde des Propheten. M. F.! Die Weltgeschichte von Jahrtausenden liegt vor uns. Ist bisher noch ein solcher Führer aus dem Stamme Jsai'S erstanden,. dem deutlich die Bestimmung gezeichnet, die Zerstreuten Juda's um sich zu versammeln aus allen Enden der Erde? Wenn jener Prophet O) ferner verkündet.- „Einst in spaten Zeiten wird der Berg des Gottestempels hoch über alle Berge prangen, erhaben über alle Hügel sein, ihm werden alle Völker Zuströmen. Viele Nationen werden einherströmen, und einanderzurufen: Kommt! laßt uns zum Berge des Ewigen, zum Tempel des Gottes Jacob's hin« aufgehen, er lehre uns seine Wege, wir wollen in seinen Pfaden wandeln, denn von Zion geht die Lehre aus, und Gottes Wort von Jerusalem, Er richtet dann Völker, entscheidet zwischen Nationen, Sie stumpfen ihre Schwerter zu Pflugschaaren, ihre Spieße zu Rebmessern ab; Völker schwingen kein Schwert mehr gegen einander, üben sich nimmer im Kriege." Kennt, m. F.! die Weltgeschichte noch eine solche Periode, wie die hier gezeichnete, und muß sie nicht noch in der erhofften Zukunft liegen? Nun aber, alle Völker werde» nach des Herrn Verheißung dem heiligen Tempel Zuströmen, Gottes Lehre in Zion suchen, und man erröthet nicht, dir, Israel! es Lüge zu nennen, wenn du, nach Vorschrift deiner Väter, in deinen Gebeten, Sehnsucht nach Erfüllung dieser allbeseligenden Verheißung aussprichst? Wenn im Munde dieses Propheten ('"-) ferner Gottes Wort ertönt: „Einst führe ich sie zu meinem heiligen Berge, erfreue sie in meinem Andachtshause, nehme Brand- und Speise-Opfer auf meinem Altäre wohlgefällig auf; meinen Tempel nennt man dann, Haus der Andacht aller Völker; es spricht's Gott der Herr, der die Verstoßenen Israels sammelt, einst vermehre ich seiner Zerstreuten Zahl." M. F.1 Es spricht's Gott der Herr, sagt der Prophet — aber Verführer belehren Sie, Gott ver^ lange nie mehr Bränd-Opfcr auf seinem Altäre? So erdreistet man sich diese und noch unzählige andere prophetische Aussprüche zu läugnen, und will dabei noch als achter, altgläubiger, selbst rabbiuischer Jsraelite gelten? , (Beschluß folgt.) Moralische Sprüche ans dem Talmud. Von Ioachim PoUack, Rabbiner zn Trebitsch. (Fortsetzung.) 47) R. Jochanan N. R. S. S. Jochal sagte ferner: Der beständige Umgang eines Schülers mit seinem Lehrer und dessen Bedienung wirkt weit mehr noch auf Veredlung feines sittlich-religiösen Charakters, als ver ton ihm genossene religiöse Unterricht, daher wird auch (2. B. d.K. 3,41) der Prophet Elischa nicht damit gerühmt, daß er bei dem Propheten Elia gelernt, sondern daß er Wasser auf seine Hände gegossen hat, (daß er ihm nämlich^ bedi-nt und seinen Umgang stets gepflegt habe.) 48) R. Jizchak sagte einst zu R. Nachmann: Warum geht der Herr nicht in der Synagoge beten? Weil ich Krankheit halber nicht kann, erwiderte

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