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Der treue Zionswächter · 1854-02-17 · 4 (17.2.1854) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
10 (1854)
Issue
4 (17.2.1854)
Date
1854-02-17
Page
– (sequence 2)
Language
German
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14 d-sssch rnlfwSrtsthürmendeu Jordans als den Nachfolger Moschelfls dadurch zu erkennen, daß er sich als den Fortpflanzer, Pfleger und Träger der göttlichen Tradition, die ihm Mosche befohlen^ die Gott ihm befohlen, ankündigt. Moralische Sprüche aus dem Talmud. < (Fortsetzung.) 43V R. Jochanan N. R. Simon S. Jochai sagte ferner: Seit Erschaffung der Melt war Lea die erste, welche dem H. f. e. ihre,, Pank öffentlich abstattct-, wie es nach der Gehurt Juda's (1. B. M. 29, 35) heißt:„Nun will ich dem Ewigen danken." R. Eloser sagte: Mit der Benennung ihres ersten SohyeS.^ (sehet den Unterschied) wollte sie gleichfgüs. zugleich andeuten, welch' einen großen moralischen Vorzug einst dieser mein Sohn vor dem Sohne Mines Schwiegervaters (vor Esau nämlich) voraus haben wird (sie sah dies nämlich bereits im prophetischen Geiste voraus) denn dieser, obwol er freiwillig sein Erstgeburtsrecht dem Jakyb verkaufte (das. 25, 33) haßte ihn doch später auch dcßhalb (das. 27, 35, 41). Mein Sohn hingegen, dem doch Joseph das Erstgeburtsrecht wider seinen Willen genommen hat, wie es auch (Chron. 4,51) heißt: „Als er (Rüben) das Ehebett seines Vaters entweihte, ward sein Erstgehurtsrecht den Söbnen Joseph'ö gegeben," beneidete denselben diejerhalb doch nichts und als Joseph in Gefahr war vou sei neu Brüdern getödtet zu werden, war Nuben es uur, der ihn aus ihrer Hand rettete (1. B. M. 36, 21) . 44) Derselbe N. N. Simon S. Jochai sagte: Schleckt erzogene und sittlich verdorbene Kini er verursachen ihren Eltern im häuslichen Kreise mehr Verdruß und Aerger als die schlimmsten äußerlichen Feinde. Sv sehen wir den David als er vor seinen entarteten Sohn Absslvn fliehen mußte, kläglich crusrufrn (Ps. 3, 2): „O, Ewiger! wie viel sind meiue Widersacher!'!, obgleich derselbe bei dem, im Geiste schon vorausgeseheuen heftigen Kampf des Menschenfeindes und Tyrannen Gag und Magag (Siehe.Ezechiel 38) sich selbst beruhigend,, ausgeruftn hat: „Was toben jdie Völker? was wähmw die Nationen für Tand?? (Ps. 2, 1) 45) Die Frage warum esu (Psalm 3, 1) heißt: „Loblied David-, als er vor seinem Sohne Absalon flüchten mußte," da es doch vielmehr „Klaglied Davids" heißen sollte? erklärte R. Simon S. Doch«! mit folgenden Gleichnisse: Wenn jemand einen Schuldschein ausstellt, lebt er so lange er ihn nicht bezahlt hat,stets in Kummer und Sorgen, hat er ihn aber bezahlt, ist er wieder frohen Mnrhes; ebenso auch David, als ihm der H. g. s. e. sagen ließ (Sam. 2, 12, 11).- „Ich werde dir ein Unglück aus deinem eigenen Hanse entstehen lassen" war er sehr betrübt, weil er fürchtete, daß dies vielleicht durch irgend einen Sklaven oder Bastard geschehen würde, von denen er gar kein Mitleid erwarten -könnte; älsor aber sah, dästdres hÜrH feine«öigencn Sohn bewerkstelligt werden sollte, freute er sich darüber, indem er voraussetzte, dass ein Sohn doch gewiß oiuiges Erbarmen mit schiem Vater haben würde, und nur darum lang ersuch ein Loblied. 46) R. Jochanan N. R. Simon S. Jochai sagte ferner: Man darf sich mit den Frevlern in dieser Welt in Streit einlassett, f. w. e. (Spr. 28,4) heißt: „Nur die welche selbst das Gesetz verlassen, loben den Frevler, die es aber beobachten, hadern mit ihnen (den Frevlern nämlich)." Dasselbe wird auch N. R. Doßai S. Mathon mit dem Zusätze gelehrt: Sollte dich aber Jemand auf (Ps. 37, 1) verweisen wollen, wo es im Gegentheil heißt: „Ereifre dich nicht über Frevler, beneide nicht die Uebelthäter," so sage, daß nur der Muthlose diesen Vers zu seiner eigenen Entschuldigung anführt, da der wahre Sinn dieses Verses vielmehr nur dieser sei: Sei auf der Bösen Glück nicht eifersüchtig um ihnen gleichen, beneide auch nicht Uebelthäter um ihnen nachahmen zu wollen, wie es (Spr. 23, 17) heißt: „Dem Herz sei nicht neidisch auf Sünder, eifere vielmehr stets nur nach Gottesfurcht." Hierauf wird aber entgegnet, daß R. Jizchak im Gegentheil sagte: „Siehst du, daß irgend einem Frevler das Glück zukächelt, so lasse dich mit ihm in keinen Streit ein, denn von einem solchen heißt es (Psi 10, 5) : „Seine Wege geht er unaufhaltsam glücklich fort, dein Strafgericht (o Gott!) ist fern von ihm — in jener Höhe — er haucht auch alle seine Widersacher hinweg." Diesen scheinbaren Widerspruch erklärt der Talmud damit, daß mau sich wql wegen göttlicher, keineswegs aber wegen eigener Md weltlicher Angelegenheit mit ihm in Streit einlässen soll, oder daß wol ein vollkommener Fromme, nicht aber ein nur mittelmäßig Gerechter sich mit dem Sünder abgeben kann, so wie N. Huna jenen Vers (Habakuk 1, 13): „Warum schauest du (Gott) ruhig zu. wenn der Frevler, den der gerechter ist als er unterdrückt?" dahin erklärte, daß der Frevler nur einen solche»! der zwar gerechter als §r, aber nicht vollkommen ist, unterdrücken kann, da cs vielmehr von diesem (Ps. 37, 33) heißt: „Der E»vige überläßt ihn nickt seinen (des Frevlers) Händen" und (Spr. 12, 21): „Dem wahren Frommen stößt kein Unglück zu." Endlich kann man diese Frage noch damit beantworten, daß R. Jizchak nur von ei»ie»n Frevler spricht, dem das Glück auf außerordentliche Weise zu begünstigen scheint, (was uns daher mit

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