Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 2 (20.1.1854)
- Date
- 1854-01-20
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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7 wollte dkesed'daß Ms uns siekK zum Trost gereichen" sollet KM 'jederzeitalle An, felttduttgeu unserer Widersacher vernichtet Werders würden, inwiefern wir nllr durch üWrn sittlichreligiösen Lebenswandel dev chMerechteü Gottheit keine Ursache geben über üns zü zürnen. . (tzmrMmg felgt.) Aus den Poskn'schen. . (Beschluß.) ' 7 Wo ein kaufmännischer fehlt. da begnügt man sich mit der Anstellung r"o> r"c und vereint Rabbiner und Schächter in einer Person. So hat die Gemeinde zu Schnbin, tine reiche, elegante und ziemlich stärke Gemeinde, vor L Jahren nach dem Tode ihres Nabbinen folgende Aemter in einer Person vereinigt: Rabbiner, Predtgex.^NettgiönSlehter. Cäntpr und Schächter. Wer'' aber '/bkö, .DeschMHett per 'hiesigeü Schlachtereien kennt, wird nHt ^Meffch.^önvie>i,.' wie Wenig Zeit einem vn« zur Selbstbcschqftigüng übrjg' ^lcibt -^-^kauni zur Wiederholung der wr-iv> dpwL l Wep/wird ' ppS/ in Zukunft die heilige. Lehre hegen, und" pflegen, wer, sie uns' erhalten und verbreiten? Wer, wird uns,! ln Ankunft die alten v-vr« und v'wr überwachen, diemncremeramlniren und approbiren? Schoy sehen und hörcn.mir voi» .vielen Gemeinden v»vn« die den Fleischer, vor der rp'72 fragen?- -/-»Was! geben Sie zum Besten, wenn es 7:2 wird?- Und fo. cS nur einen guten Darm gicbt ist's gewiss'»--. Sollten -d'ä gottcsfürchtlge Gemeinden sich nicht vereinigen, es wohk überlegen, das Geld nicht mehr lieben als Gott und die Räbbiydrstels?n bald und mit solchen Männernbesetzen,' die äuAgetMct i»iit^eiNt»n Schatz talmndischer Gelehrsamkeit,...auch den 'Dillen "Und dtc Ktaft haben, diese heilige Lehre zü 'eHälteg^unÜ z»; verbreiten Und was sie lehren durch rie'.erMHM^'öeMzft^ Und sollte die Provinzial-Hauptstadt Posen nicht , hierin mit dem Beispiele vorangchen, und »vre ehedem auch» ferner ei» Sammelplatz wißbegieriger Tallnudjüngcr werden? Briese aus Holland. . ---'i Sic erlauben mir »voll geehrter Herr Nedacteur, Ihnen von Zeit zu Zeit in der Briefform Nachrichten von hier aus nntzuthcilcn. damit Sie und die Leier Ihres geschätzten Blattes mit den Ereignissen hierzulande bekannt werden, welchen Ereignissen ein nicht zu bestreitender Werth inncwohnt, da sie aus und in dem jüdischen Leben sich gestalten, entwickeln, Epoche machen. Ich beginne heute damit, Ihnen eine kleine Schilderung von dem literarischen Zustande zu geben, der sich in den beiden hier erscheinenden jüdischen Zeitschriften ,,Israi-Uelisclre >VeelldIa<1" und „De „Isiai.-U6te<i ausspricht. Diese letztere da ist noch sehr jung und verdankt ihr Daseim einer.^Ndigestiön/ vder sonst'einer üblen Launedie thron Sih' im Magen hat. Lachen Sie nicht, ich wenigstens finde keinen Grund für ihr Erscheinen. Sie kündigte sich mit der pomphaften Apostrophe an, das Judenthum zerfalle in Trümmer» »daS Israel. Wochenblatt» huldige der Neologie, vertrete die Interessen des wahren Juveulhüms nicht, sie wolle eine neue Aera herbcifnhren und ein Judevthum comme il kaut sollen ihre leitenden Artikel, ihre Correspsndenzen dem Bewußtsein ihrer Leser näher dringen Nun ist es wahr, das erstgenannte Blatt -ulvigt 1)er Neologie, allein es huldigt auch derOrtho» doxie. eS ist ein Blatt ohne Farbe, bringt heute eine Bio» graphie Reggio'S, der in seiner okp? or'm die Tradition über den Haufen wirft und morgen ein Epitaph auf R. Hirsch Lehren , will eS ^nit keiner Partei verderben und ist daher ein ganz wirkungsloses »naives» Blättchen. »Der Israelit» aber, der dasrechte'wahre Judenthum lehren »rill, was bringt er unü Neues, Erstarkendes,' das Judenthüm in seiner or. ganischen .Gliederung Erhebendes -und Durchdringendes? Ucber den Glauben. an Gott : an Unsterblichkeit und mehre solche metaphysische Wahrheiten Handel»» seine leitende Artikel; seine Cörrespondenzen katzenbalgen sich »nit denen des -Israel. Wochenblattes-- und ein Paar hedr. Charaden, das ist der Inhalt der neuen Zeitschrift. Aber lieber Himmel, wer streitet denn auch gegen'den Glauben an Gott, an Unsterblichkeit re? Es Ist et»vaS ganz anderes, was die Kämpfe im Judcnthum entzündet,/gflt die Tradition, oder nicht, ist die Tradition dis Mutter des RabbiniSinuS, und also dieser die eonscqucnte und natürliche Flucht jener, : also ebenso unantastbar, oder nicht? Und da gilt es, wer eS ernst nimmt mit der heiligen Sache des Judenthums,, offen und entschieden 'für das Judenthum in concreto, io seiner nach dein gewordenen Gestaltung aufzutreten, nicht aber sich über Wahrheiten müde zu schreiben und Leser zu langweilen» . die das schon schöner und besser gefunden, gehört, und »vorüber niemand iin Zweifel ist? Die» jenigcn, die sich mit panthcistifchen Grundsätzen 'durchhelfen, werden kaum nü der Philosophie des »Israeliten» ein Motiv zur Rückkehr von ihrenr-Wege finden und überhaupt ist ja der Pantheismus ein schon längst überwundener Standpunkt, daß cs geradezu lächerlrch erscheint, den Kampf gegen Windmühlen beute vorzunchmcn.- Aber/- Vas Blatt spreizt sich als orthodoxes; min was'soll das heißen, wenn der letzte Leitartikel, indem er die verschiedenen Partheien im Judenthum skijjirt, auch von 'einet spricht/ dir'sich' in allen abgelebten Formen bewegt, deren geistkAtJnhäkt ihr verlören gegangen ist; welche Parthci ist darunter gemeilit? Wir können nicht anders als die orthodoxen damit bezeichnen, denn wir bewegen uns aller» dingS in sehr alten, wenn auch nicht abgelebten Formen, deren geistiger Inhalt »ins wenn auch nicht verloren gegangen, doch stets unbekannt geblieben ist, mld wir sagen dies unS zum Nuhlne, weil die Formen eben in ihrer Unfaßlichkeit für unsere Vernunft uns Beweis ihrer Entflammung aus Gott sind, wie die Offenbarung, die »vir nicht fassen, wie die Unsterblichkeit n. s. w.; aber sagen Sie mir, ist das nicht dieselbe Sprache