Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 2 (20.1.1854)
- Date
- 1854-01-20
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2625941-2626037-2626039--2745-2627336- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Helbo 1× ep/1004843
OCR text
6 erklärt, „die Farbenfrohe" (wn pmo eLc), sondern auch «der Sechsfarbige" (vide Fürst Concordantia Radix cnn. Vergleichen wir '"n zum 2ten Buch Moses 25, 5, mir Ez. 16, 6, so folgern wir, daß derselbe das von Moses zur Bedeckung der Stifts- Hütte gebrauchten Thachasch nicht für dieselbe Thiergattuug des in Ez. 16, 6 vorkommenden Thachasch gehalten; deshalb erklärt '"c-> letztere Stelle durch den fremden Ausdruck Taischon, Dachs, während derselbe auf ersterer Stelle bemerkt: umd übe'w pv b!>b. Denn selbst die glaubwürdigen Nachrichten aus Afrika, wo das Einhorn einzeln gesehen werden soll, haben die wirkliche Existenz desselben nicht bewiesen. Vielleicht deutet der Name cnn von cw auf die Eigenschaft der besonderen Schnelligkeit dieses Thicres, welches die Alten von dem Einhorn berichten. Moralische Sprüche aus dem Talmud. Von Zoachim Pollack, Rabbiner zn Trebilsch. (Fortschuiig.) 30) N. Chelbo N. N. Huna sagt ferner: Wer als Gast am Hochzeitsmahle Theil nimmt, ohne dabei den Bräutigam fröhlich zu stimmen, der beachtet nicht jenen prohetischen Spruch (Jeremias 33 10—11) wo der Allgütige verspricht, daß. einst noch in den Städten Juda's und Straßen Jerusalems die Stimme der Freude und des Frohlockens, die Stimme des Bräutigams und der Bräüt, und die Stimme derjenigen welche Gottes Allgüte preisen, ertönen werden; wer ihn aber erfreut, wird de»" Erkenntniß des heiligen Gesetzes um so würdiger sein, bei dessen Offenbarnngsgeschichte (2 M. 19) der Ausdruck S timme, sowie in diesem angeführten prophetischen Spruche 5 Mal vorkömmt. (Er wollte hiemit glcicksam nur anzeigen, daß es ganz und gar nicht unter der Würde des Thoragclehrten sei, das, ob der bangen Sorge für ihre noch ungewisse Zukunft, am Hochzeitstage meist niedergeschlagene Gemüth der Brautleute, durch unschuldige Scherze und unterhaltende Gespräche zu erfreuen, daß dieses vielmehr seinem Charakter gemäß, und auch höchst löblich und gottgefällig sei. 31) Derselbe sagt ferner: Wer da weiß daß sein Nächster ihn zu grüßen pflegt, muß demselben mit der Begrüßung zuvorkommen. Grüßt aber jcuer-znerst und er erwicdert den Gruß nicht, so begeht er gleichsam einen Raub (indem er den gebührenden Gcgengruß ihm vorenthält) und ist auf ihn auch der prophetische Vorwurf (Jesaias 3, 14) «der Raub der Armen ist in euerem Hause" anwendbar, (denn was sonst kann man dem Armen rauben, als den ihm schuldigen Gcgrngruß?) 32) Derselbe sagt ferner: Ein Mensch der selbst wahre Gottesfurcht besitzt, dessen belehrende und zurechtweisende Worte werden auch von Jedermann gerne angehört und befolgt werden, so wie es (Pred. 12, 13) heißt: Zum Schlüsse sage ich dir noch, soll alles von dir Gesprochene angehört werden, so mußt du selbst Gott fürchten und seine Gebote genau beobachten, denn nur dies macht auf setzen Menschen den gehörigen Eindruck. 33) R. Elasor erklärte den Schluß dieses angeführten Verses: Denn dieser (der Gottesfürchtige nämlich) ist die ganze Menschheit, dahin, daß der H. g. s. e. damit sagen wolle, daß nur eines solchen Frommen wegen die ganze Menschheit erschaffen worden sei. Nach R. Aba S. Kahna ist die Meinung dieses Verses, daß der Fromme gleichsam die ganze übrige Menschheit aufwiegt. Nach R. Simon S. Asai sind alle Menschen und die übrigen Geschöpfe der Welt gleichsam nur deshalb in-s Dasein gerufen worden, um einem solch' gottesfürchtigen Manne Gesellschaft, Hülfe und Beistand leisten zu können. --7.' 31) Man geringschätze nicht den Segen selbst eines Idioten (ungelehrten Und gemeinen Mannes). Diesen Moralsprnch bewährt R Elasar S. Cbaima (T. Megilah 15, 1) durch Beispiele aus der heiligen Geschichte. «Haben doch," sagt er, «zwei große Männer Israels, David und Daniel, nur von zwei gewöhnlichen — nicht einmal jüdischen — Männern einen Segen erhalten; zu Ersterem sagte der Jebusite Arawna (Sam. 2,21, 23). «Der Ewige dein Gott wird dir Wohlgefallen erzeigen," und zu Letzterem sagte der König Darius (Daniel 6, 17): «Der Ewige dein Gott dem du beständig dienst, der wird dich aus dieser Gefahr (der Löwengrube) erretten," und Beideo Segen ging auch wirklich in Erfüllung. (David blieb , nämlich bis am Ende seiner Tage ein Liebling Gottes, und Daniel entkam glücklich ans der Löwengrube (das. 24). 35) R. Jochanan N. R. Jose sagte: Aus (2. B. M. 31, 14) können wirentnehmen, daß man niemand während seines Zornes besänftigen solle, da doch hier selbst der H. g. s. e. zu Moses nach menschlicher Weise sagte: «Laß zuerst meine» Zorn vorüber gehen, dann werde ich dir willfahren. 36) Die göttliche Ansprache an Israel (Micha 6, 5): «Mein Volk, sei doch dessen eingedenk, was Balak Moab's König über dich beschlossen n. s. w. um daraus zu erkennen die Allgüte Gottes," erklärt R. Elasar, daß der H. g. s. c. hiemit zu Israel sagte: «Betrachtet doch welche Wohlthat ich euch damit erzeigte, daß ich zur Zeit Bilamä über euch nicht gezürnt habe, denn wäre dies der Fall gewesen, so hätte ich in seinen Fluch den er über euch aussprechcn wollte eingewilligt, wo dann von euch kein Uebcrrest geblieben wäre. Mit Recht sagte er daher selbst zu Balak: «Wie kann ich fluchen, den Gott nicht fluchen will; schelten, da der Ewige nicht schilt? (4. B. M. 23, 8^) Hiemit