Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 1 (6.1.1854)
- Date
- 1854-01-06
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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3 Der reuige Sünder nun, der jene Nähe nicht bedacht hattedas göttliche Strafgericht war ihm fern vyp 7-,'v'^>r> -,vvLv trat zur Sühne des begangenen Unrechtes mit seinem, der Grundbegriff des ganzen irdischen Daseins, Nanm und Zeit,. darstellenden Opfer, vor dem Ewigen, der über beides erhaben, bin, indem er unter inbrünstigen Gebeten, dieses Dasein in erneucter Liebe seinein heiligen Dienste widmete und näherte. Hiermit würde sich nun die obige Frage des r>7's)v -22 wol beantworten lassen. Dennwenn auch unser heutiges Gebet eine Erinnerung an dcnOpscrdienst und einen Ersatz für die mit demselben verbunden gewesen Gebete gewähren mag, so dient es dom keineswegs zum Ersatz für die Opfer selbst, dieser hochheiligsten ö'-v, die auf das erhabene Attribut der Ewigkeit hindcutet 2,227^2 7pb7 b-c 2k>7i b2 '7t-sü -7c tsi b wird >"p 212:2 bemerkt : bei den 21227p kömmt keine andere Benennung der Gottheit vor, alS „dem Ewigen zu Ehren." Besagt ja auch der Ausdruck s-7-vn 3-7^2--2222, wie überall wo i-bv gebraust wird, k>7v: 2»'2122c:'-bv 2-72L3?"-3 v2L2c 2272 3 V 2«' g7 7'22l 7L, daß nur von einer Aehnlichkcit, einer Erinnerung, nicht aber von einerGleichstellung, einem völligen Ersätze die Neve sei. Ucbrigcns finden wir dasselbe Princip, wonach der Opfcrdienst als das heiligste aller Gebote angesehen wird, an vielen Stellen im Talmud, z. B. v'vvv' n'L;»l>m ° v"p vmrr. Ueberall wo Letztere den Ersteren, den v-c7p, nachgebildct, d. h. nach den Hermeneutischen7 Regeln. (2170.?-) davon abgelernt werden sollen, geschieht dies nur in einer graduellen Abstuf und (1-277 72 2 22), indem alles Andere, gegen O'c7p um einen Grad zurücksteht. Mit den scharfsinnigsten und. herrlichsten Eönseqnenzen ist dieses System der graduellen Abstufung in der b'2io von 2b72i 7.72 I2'b 21c 22721 2H72 Lürchgefuhrt, 2»-27'O 2'" 2-23. twiu. a. S,, worauf verwiesen werden kann. Wir sind indcß gewiß nicht so anmaaßenb. mit dieser (nach f>7p-i 'v e> 'sc) versuchten, blos symbolischen Deutung, irgend eine in «erd Ursache dieser vorzüglichsten Art der Gottesverehrnng erörtern zu wollen. Sagt ja auch ^22 '2 in 22172'2 und an andern Stellen: „Obgleich eine Erwägung der Hanptnrsache der 21237p außer unscrm Bereiche liegt (es müßte eine solche füglich nur nach vorheriger zehnmaliger Heiligung i'cn-p 27cm 2i-'2v cv2 gleich dem -172 127 am 2-715 77» 20 stattfinden) so wird es dennoch wol gestattet sein, moralische und sinnbildliche Nutzanwendungen ans denselben zu ziehen, nach dem Vorgänge unstre-r 2-onp??'p:n welche.z. B sagten, vip -17-2 V-I27 pcvv.pcv? 7-717h'3' 2271-22 7712 7722 22- 7-717- 2-7P--;7-, wegen Zusiustcrns übler Nachrede und Verleumdung, sind zu dem Opfer eines 227,-2 zwitschernde Vögel bestimmt u. dgl. m. Ucbcrbaupt bietet uns dieser Theil unserer Religions-Vorschriften dieergiebigste Ouelle der schönsten moralischen und allegorischen Lchxen dar. Anßep den: allgemeinen Hauptzwecke, der in der Ausführung der göttlichen Vorschrift überhaupt lag, Mreü;N0ch für den Denkenden, in den Einzelheiten jenes festlichen Zuges der glaubcusfrendig Wallenden zur Goltcsstadt, Anspielungen ans den einstigen wonnercichc» Einzug der Frommen in die jenseitige himmlische Wohnstätte nebenbei (M7-;77) gegeben, wie ss ja auch sonst .wol israelitischer Brauch war (2"V.P127I 12) 7V- »7cH.:bei freudigen Veranlassungen, der Zukunftdieser wahren Bestimmung des Menschen, ebenfalls .elugedcnk zu sejn. Mr lassen nun die .sMieste Darstellung dieses Festzuges aus der §>27212 7-7,72 folgen. 7'v sc 22,272 7222p >c:§;-v:7nv? 2-71722 2§)--22p .7-'2„ via-72 1P,^ 22WV2 22!» 7prb 7P521. Die dem KreiSbezirke Anstehenden versammelten sich noch wähxeno der Nacht; mit dem anbrechenden Morgen xief der Ordner des Zuges: „Wolan, lasset uns aufbrechen gen Zion, zum heiligen Berge!" Auch die anf den Fortbestand ihrer Seele Bedachten, 7ppv,'c20 ( 2 '77.' 2-7VW2 ,"2 7-7-22 -j- -2231), bereiten sich schon während dieser Erdcnnacht 2---- 2217? 2.2 cs'v? (/'2np) vor, für den Hellen Morgen der glücklichen Zukunft^. 212''2 217-72-2;-§c 2'c§7 -7 §-1 2-c§7y 22P-1 2'7'D2 j"'-p P7 v'7,722. Nicht von allen Fruchtarten wurde mitgenommen, sondern nur von den vorzüglichsten, in der h. Schrift genannten. Desgleichen sollen wir in der Wohnung des besseren Lebens nicht mit leeren Händen erscheinen, sondern ausgestg.tter mit dev Früchten unserer Thaten -2 p-7nvb 3 22--^y'7v. '2 210. Ader nicht jede Thatenselbst die bessere nicht, so sie nur menschlichen Rücksichten entsprungen, ist der Vorzeigung werth, sondern nur die, welche der Lehre der Thorabücher, der ersten, aller Weisheit, 227- 2-c§7, ihren Ursprung verdankt. ,.22l 2'7'W 1--7P 72-27- )-'2 O'2-L -5 71L2'. Düs VVrÜNgeführte Frendenopfep war mit goldenen Kopfvcrzicruligeu gcjchmückt." Heil dem der dort zu erscheinen vermag, begabt mit Kcnntniß der Thora. Sie ist ein goldenes Diadem (--cp 1721222 -)c§i-j22) dem Haupte, das sie in mühsamer Anstrengung sich errungen. „I5b73 p's 7L '712221 Darüber prang teeine Krone aus Oelbeerzweigen."' Aber auch die Krone des guten Rufes, der vollkommenen Sitten, besser als köstlich Oel (2112;x>cr> 20 2-0) darf nicht fehlen, denn wie schön und lieblich ist's, wenn das Brüderpaar, Thorakenntniß und Sittenschmuck, vereint zusammen wohnen ^171 2-V2 221272 2V 222. „22'27- 222-^221 Flötenspieler gingen dem Zuge voran." Die Andeutung liegt hier nahe, denn auch bei den feierlichen Todtenbestatlungen unserer Alten wurde dieses Instrument verwendet. Während der Neise wurde Psalm 122, „wie freu ich mich des Weges zum Gotteshause!" wechselweise abgesungön