Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 1 (6.1.1854)
- Date
- 1854-01-06
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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2 Tradition ist mit darunter begriffen, und ihr, die ihr tagtäglich ein traditionelles Gebot nach dem andern übertretet, habt nicht blos gegen 7wn bä, sondern auch gegen v-uo tö gesündigt. Und dann glaubt ihr denn, daß mit euch die Weisheit ausstirbt? Als ob unsere Weisen, die wie N. Akibä K 2^0 »in cn? das v-un HL, pow bö nickt gekannt hätten! sie haben es gekannt, sie haben für jedes Wort der Schrift ihr Leben hingeopfert, und hätten, wenn sie ein tausendfaches besessen, tausendmal es hingegcben. und dennoch blieben sie unempfindlich gegen eure Weisheit, dennoch übertraten sic selbst so offenbar nnd so häufig das b!>i pvw bö V7).7. Allein eben weil sie ein solches Verbot vorfandeu, so war es ihnen bis zur höchsten Evidenz klar, daß unter dieses Verbot die Tradition, die sie ebenfalls vorfanden, subsumirt war; sie wußten, daß nur in dieser vollkommnen Fassung— nämlich in Verbindung mit der Tradition — di^ Thora als ein abgeschlossenes göttliches Produkt vor der Willkühr der Menschen gerettet werden sollte. Doch schlagen wir das Buch der Lehre selbst auf und suchen wir nach den Anzeigen der Tradition. (Zertschung folgt.) -r-L-YKo- Ueber eine vom (Cap. 58) angeregte Frage. von L. Gleichwie der Wasserspiegel eines Stromes, sagt Racnnali r.H- 2, nicht höher zu steigen vermag, als dessen Quelle liegt, so kann auch die, obgleich alles Geschaffene begreifende menschliche Vernunft, sich doch nur bis zur Erkeuntniß Einiger der erhabenen göttlichen Eigenschaften und Tugenden, in deren Abglanze sic ja geschaffen wurde O'icv 02H i-H p->2), erheben. Die Bildner zum Erreichen dieser Stufe, sind die göttlichen Gebote, m:r>, indem .-'272.-"->'2bbb 22'bi erklärt '2 t>'W folgendermaßen : ."iw.-, -,v 712:2 727 217-12, ihr Standpunkt steht über die menschlichen Empfindungen. So wird auch 7^ ^7» gesagt wn? 7'v p:':n 7'b pb rn'cr- 27'.-2 2b 2270c. ES heißt deshalb nicht 221b sondern 22b, denn durch die Befolgung der Thora bildet ihr euch selbst zur Vollkommenheit heran, befähigt ihr euch zum stufenweise« Erkennen, so wie zum Nachahmen dieser göttlichen Eigenschaften o'ep 22c 2127 22b 2127 t"2 20). Aber nicht die Erkeuntniß Aller ist dem irdischen Auge möglich. Unserer Kenntniß am weitesten steht der unsere Schicksale bestimmende göttliche Wille. Unergründlich ist er, zu nnserm Wohle, damit er zur Triebfeder der Ehrfurcht vor dem Heiligen (H72 2>'b7>2 ppb '7 2b sagt 2pv 2^22) so wie des kindlichen Vertrauens in den üncrforschlichcn Rathschluß der Vorsehung, werde. Einigermaaßett näher steht uns schon das Attribut der Ewigkeit. Nicht etwa in positiver, völlig unbeschränkter Weise, die sowol gesetzlich unstatthaft, 2"'22-22, als auch während des diesseitigen Lebens faktisch unmöglich ist- (7127,2^72 -icob ch vp 7cH Hi 02 7':,H) sondern, entweder blos im Allgemeinen als Gegensatz des:Zcitlichcu, oder besser noch, mit irgend einer der unserm Begriffsvermögen näher stehenden Eigenschaften,, in Verbindung gedacht, z. B. rbw 7221 2^vp '7 7221 Gottes Güte währt ewig. -In der That must sie jä auch einen wichtigen Bestandtheil aller sonstigen Tugenden ausmachen; denn wie könnten Tugend und Pflicht mW, o-pn, uns sonst auch wohl als Strebezicl, als ein so unendlich hohes Ideal vorschweben, wäre ihre Dauer nicht mit der Ewigkeit verbunden? 2st aber demnach auch der Begriff dieses Attributs nur so wenig faßbar, so konnten wir dasselbe dennoch den uns näher stehenden beizählen, indem dasselbe sich in diesen allgemeinen Umrissen wenigstens — klar und erweislich, auch ohne Offenbarungslehre, ans sich selbst ergiebt, und zwar nach dem ersten aller mathematischen Sätze, der aus zwei bekannten Größen die noch nicht gekannte Größe schließen, so wie nach der ersten aller logischen Regeln, die aus zwei Vordersätzen den Schlußsatz folgern läßt. Denn, da 1) keine Form ist ohne Wesen n-H ->r>w pk> und 2) die Form des Weltalls des 21-222, die Körperlichkeit oder der Raum, dessen Wesen aber, die Zeit, in welcher dieser besteht, ist, so folgt hieraus 3) daß beim Ucbcrirdischen, dem 21-2217,- dessen Form (wenn man in Ermanglung eines anderen Ausdrucks so sagen darf) das Geistige, nicht am Raum gebunden ist, mithin auch dessen Wesen, das Nichtzcilltche sein muß. Dies. ist sonach der Punkt, in welchem die Natur des Physischen und die des Metaphysischen sich diametral entgegen gesetzt sind 22 22122221 2'2Hv2 2-5722 ibc, 'v 7p- 2-7122 ,2-222. Und dennoch stehen beide sich so nahe, so überaus nahe, nach dem Willen des Allgütigcn, so der Mensch — bei welchem sich ja ohnedies Physisches und Metaphysisches, Körper und Seele, vereint findet— diesem Willen nur nachlebt durch Befolgung der Thoragcbote! Von allen unfern,Geboten aber veranschaulicht uns keines diese Idee so sehr, als das der Opfer. 21:27^221:0. Denn die Hauptmomcnte eines jeden Opfers, die von dem dabei fuugireudcn Priester auch stets beherzigt werden mußten, waren: Raum nnd Zeit. Es durfte nur am heiligsten Orte der Erde, nach gesetzlicher Angabe 2-2:-;p'pv'22b dargcbracht, und nur in einer vorgeschriebeueu kurzen Zeit, zu seiner Bestimmung verwendet werden. Das Letztere war das Wichtigere,;'bi öi2v wisw) s'v iEv :ci7 '5 2 2-2:.' 072 1'^ I'I"M!>U2 si7 27212, wie ja auch Wesen immerhin wichtiger sein mag als Form