Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 1 (6.1.1854)
- Date
- 1854-01-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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DM ÄMM Dkg sÄ zur Wahrung der Interessen -es orthodoxen Iudenthums. la. Jahrgang. 6. Januar 1854.! Altona.! -Pis-, N2!2 1 ll. Schrift und Tradition. Von Oberrabbiner Dr. Satomon Lohn zu. Maa stricht. II. / Diese Fortpflanzung der Tradition ist bekannt, sie ist durch die lautersten Adern geflossen. Von Mosche!), dem Gottesmanne, nahm sie den Anfangihm ist sie auf Sinai durch den Herrn selbst zu Theil geworden, dan» wurde sie getragen durch die Propheten, deren Geist und Herz vom Flügelschlag der Offenbarung bewegt war, von diesen ging sie an die Männer der großen Synagoge über, unter denen noch die letzten Propheten mitsaßen, deren einer/) merkwürdigerweise, an die Lehre Moscheh's .Und zugleich an den im Talmud-stark her vertretenden Elia erinnert, später waren es die Hüter des Gesetzes, die Weisen Israels, welche in Ihren reinen Händen das theure Gut bewahrten,' bis sie R. Jehuda Hanaßi Ln der Mischnah, Rabina und R. Aschai in der Gemara gesammelt der Mits und Nachwelt übergaben. Die Kritik hat aus dieser Traditionskette die obersten Ringe gebrochen und besonders ihren Anfang aus Moscbeh — das heißt aus Gott — geläugnet; es sei keine historische Unterlage für diese Annahme vorhanden. Nun aber kann doch unmöglich geläugnet werden, daß überhaupt eine solche Auslegungsweise des göttlichen Gesetzes vorhanden ist, welche unter den Namen Tradition in Israel gekannt wird; wer kennt aber den torminus n qno dieser Tradition? wer weiß eine Zeit geschichtlich zu bestimmen, da z. B. das o-?'vMcpi bloß i figürlich und nicht in dem Sinne genommen worden ' wäre, daß dies die l'ö'ro bedeute? wer kann überhaupt für irgend eine rein traditionelle Auslegung des Gottesgesetzes einen geschichtlichen Anfang po- «iren? Läßt sich aber ein solcher Anfang historisch nicht Nachweisen, sollte dies nicht Beweis/genug sein, daß das göttliche Gesetz niemals anders geübt wurde, als ebenso wie die Tradition es lehrt? Denn in der That, um mich eines Wortes meines Kochseeligen Lehrers R. Mosche!) Hofer zu bedienen, > *) M-leachi. ' wäre die Trckbftion nicht auS Gott, die Erklärung des Schriftwerkes nicht aus Gottes Mund geflossen, wie konnte sich der Menschengeist finden in so viele Anordnungen, die er mit dem Schnstworte unmöglich in Verbindung bringen kann, was für eine Figur müßte der tWchen, der so ex abrupto, mit Riemen um Kopf W) Arm einhergefchritten käme; Nein, jemehr die Menschliche Vernunft an der Tradition unbegreifliches findet, um so mehr deutet dies auf einen göttlichen Ursprung hin c2'M2ciw'-"'Npv bb Das GottcSwert in seinem natürlichen SiniUckonlrte einem David unmöglich so viele Schwierigkeiten darbieten, daß er es msHv nennt, daß er den eine voo020'» zuerkennt, aber eben das Gotteswort von der Tradition erläutert, ist ein wunderbare-, unerforschliches, unendliches. Wenn abep für die Tradition der lernnnus n «uo nicht/gegeben werden sann, es sei denn in Moschest, oder besser in Gott selber, was aber die Straßenweisheit der Jetztzeit nicht zugeben will —^ so hat hingegen die Häresie wol den geschichtlichen Anfang. Die beiden Schüler des Antigonoö aus Hacho, Zavok und Paithos, wurden die Gründer jener Sekten, die die Tradition verwarfen, ein Faktum, welches ganz geeignet ist, das Vorhandensein her Tradition in so früher Zeit zu firiren. Aber warst aus diesen Eckte» geworden? Dahin sind sie gestorben wie welkes Laub, keine Spur ist von ihnen geblieben, dje Lüge hat keinen Bestand, sie muß wie die Sünde im Leben vorhanden sein, damit die Wahrheit und die Tugend ihr feindliches Gegenspiel besiegen und sich selbst in ihrer Macht zeigen können. Die Kritik macht sich mit dem bL, breit; hier stedt es deutlich und klar, ruft sie aus; thue nichts dazu, und nichts davon, lautet das Gotteswyrt, er§o ist die Tradition Menschensetzung. Die Thora ist vollkommen ist sie es aber ohne die Tradition? umfaßt sie wirklich aste Wechselfälle und Verhältnisse, die das Leben gebiert? Mit nichtem! Nur dann ist sie vollkommen, umschließt sieden Menschen in allen seinen Beziehungen, wenn die Tradition, die hcrmenentischen Regeln rc. ein integrirender Theil an ihr ist; aber in dieser weiten Umfassung lautet das Verbot pk-j'Lw f>L, die