Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 23 (11.11.1925)
- Date
- 1925-11-11
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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SL (M ander« Orten sagt er 204) Städte und Ortschaften, welche rvegen deS UeberflusseS sehr bevölkert sindso daß die kleinste über 1S-060 Einwohner hat." Die -Fruchtbarkeit bezeugen Er neuere Reisende. So sagt der preußische Divisiorrspvedigrr Strauß in seiner Reisebeschreibung. »Die Thäler schwelgen in südlicher VegetationSfülle; schönes Weideland zieht sich bis zu den Höhen hinqn, und klare Vcxg ströme bewässern die Tristen, der Thäler." Aber hje. Kultur dieses fruchtbaren Landstriches ist erbärmlich. Körte, welcher vom Tiöeriassee zum Labor reiste,^ sagt: „Wen sollte es nicht wundern, oder vielmehr jammern, daß ich auf dieser Reise von zwei Tagen, da ick durch lauter fruchtbare Felder gereist, nicht mehr als auf drei bewohnte Oerler nebst einerBeduinenhordezugekom m en, über vier bewohnte Dörfer und zwei HWen auch nicht umher gesehen, da ich doch überall Höhen und Berge passirte, wo ich das ganze Land übersehen konnten Wer sollte nun daran zweifeln können, daß nicht ein außerordentlicher Fluch und Bann auf dem Lande liege?" 2m Süden der galiläischen Hochebene steigt als einzelner Kattsteinkegel der Tabor (von den Eingeborenen Dschebel Tor ge.nazi.rrt) so an, wie nördlich das Gebirge 7 Naphtali. Seine mit Eichen Und Gesträuch stark bewachsene- Kuppe ist umschlossen von den Trümmer» ehemaliger Befestigung. Steigt man von dem Tabor und dem Hochlande Galiläas gegha Süden herab, so kommt man m die Ebene Iesreel, griechisch Esdrelo». Sie erstreckt sich acht Stunden von Südo.st nach Nord« west, mißt in ihrer größten Breite im Norden gegen fünf Stunden, und ist im Süden von dem Carmel und dem Gebirge Gilboa begrenzt. Sie sendet einen Nebenarm nach Osten, der durch den kleinen Hermon sich wieder in zwei Theile theilt, deren einer nordöstlich bis nach dem Ior.danLhale läuft und dieses durch die Ebene und das Thal des Kisvn mit der Ebene von Acre und dem Meere verbindet. Das Thal Iesreel ist reich an ungemein fruchtbarem Boden und hat sich schön von scher durch den Reichthum seiner Felder ausgezeichnet, während die Städte' und Dörfer sich an den begrenzenden Bergen hinaufziehen. 2m Süden liegt Iesreel, jetzt Zerin, woher das Thal den Namen erhalten. Hier wohnte Ahab, der König in 2srael, mit Isebel, welche den Naboth um eines Weinbergs willen steinigen ließen, worauf ihnen Elias das schreckliche Wort verkündete: „An der Stätte, da die Hunde Naboth's Blut geleckt haben sollen sie.'auch dein Blut lecken. Und Isebel sollen Hunde fressen an der Mauer Iesreels." 2m Westen von Iesreel lag Megiddo, jetzt Ledschun, woher die Ebene auch die von Megiddo heißt. Diese reizende Ebene ist eins der furchtbarsten Schlachtfelder der Erde. Hier siegte Gideon, der streitbare Held über das Heer der Feinde Israels, die Midianiter und Amalekiter (Richter 6,7); hier lagerten sich die Philister gegen Israel; Saul, von Gott verlassen, eilt von hier auS nach Endor zu der Zauberin und stürzt sich Tags darauf in sein eigenes Schwert (1 Sam. 28, -5—25). Auf der Ebene bei Megiddo siel der gottesfürchtige Iosias im Streite gegen Egyptens König Pharao Necho (2 Chron. 35, 20—24). Noch überwand hier Napoleon 4799 mit 2000 Franzosen 25,000 Türken. Zeitungsnachrichten. Mecklenburg-Schwerin. Wie nicht änrers zu erwarten, stoßen die Bestrebungen und Anordnungen unseres Landrabbincn, zur Wiederherstellung des orthodoxen Judenthums in den Gemeinden auf mannigfachen Widerstand und Hindernisse, vorzüglich Seitens einiger Vorsteher, und Lehrer. Bei dem festen Willen der Landesregierung indeß unterliegt eS keinem Zweifel, daß jener Widerstand nach und nach beseitigt, das Werk der Regeneration zu Holland. Amsterdam. Für heute nur die Traueranzeige über dm Verlust/ dessen Tragweite unsere Gemeinde weit übersteigt, vcffen Einwirkungen in ganz Israel gewiß mit empfunden werden., Unser würdiger, tugendhafter, frommer und gelehrter Rabbi Pirsch Lehren, er ist seiner Leiden entledigt, eingegangen in die Pforten der Seeligkeit. Unser Verlust ist Mis c e ll e aus der Geschichte der Römerherrschaft in Judäg und der Zerstörung Jerusalems. Nach der Einnahme der Festung Antonia hatte Titus den Berg Zion zu belagern, welcher die obere Stadt einnahm. Den Tempel, das HauS des Wortes und der Schrift angreifcn, den Keim dieses Gebäudes Umstürzen, den Palast des heiligen Gesetzes zu zerstören, das hieß das Herz der Nationalität, der Religion und des Geschlechtes der Juden zu Tode treffen. Lange und grenzenlose Wehklagen mußten einer solchen Wunde folgen und Niemand vermochte dieselbe zu schließenbevor alle Völker die verschiedensten Phasen der Bar»