Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 22 (28.10.1853)
- Date
- 1853-10-28
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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87 zurufen, „seid doch so schwach und leichtgläubig nicht zu denken, daß v'pv'2i v"c verworfen werden können, und datz die Gebete, die uns gottbegeisterte Männer, wie die e>'2bes waren, als theueres Kleinod hinterließen, der modernen Jetztzeit weichen müssen". Die Leichtgläubigkeit jener unserer Brüder fand aber viel Nahrungsstoff in den schön geschmückten und zierlich geformten Neben der Reformer. Diese hochgeschätzte Zeitschrift ist es daher, welche mit noch größerer Redekraft und tiefem Wissen, nicht auf lockerem Gewölbe, sondern auf festem unerschüttlichen Boden gebauet, jenen Phantasmen den Weg vertritt. Wir hoffen also fest und heilig, daß dieselbe, nicht nur einer weiteren Ansteckung vorbeugt, sondern die schon Angesteckten auch noch zu heilen im Stande sein wird. ' Wir aber an Geist gesunden, von aller Ansteckung freien israelitischen Bewohner der Insel Schütt, bitten nur folgende Zeilen, welche ohne Bitterkeit, frei von allen Persönlichkeiten, unseregroße Abneigung gegen alle auftauchenden Irrlehren ausdrücken, einen kleinen Raum in Ihrem geschätzten Blatte schenken zu wollen, und wir beginnen mit den Werten des Propheten Jesaias: . vviv!> i!> ->IV' »2 qvic mc Sieh', die Fluth wächst immer höher. Bricht schon durch des Deiches Wall Näher, furchtbar näher Brandet schon die wilde Schwall, Und nun strömt er, ohne Hemmuug Aus — die wilde Ucbcrschwemmung. Solche Klagetöne, solche erschreckende Kunde wälzte sich trotz der brausenden Wellen des Donaustromes, auch hinüber auf Unser Eiland, 7v?'p M2 '2 cor, riefen mcurche ängstlich aus, denn haben sie nicht Hand gelegt an Alles, was uns heilig und theuer, an Gegenstände von größter Wichtigkeit. Was sage ich, Gegenstände'von größter Wichtigkeit? Nein, nein! Gesetze sind es, Gesetze, die aus den himmlischen Regionen, in, die ganze Welt erleuchtenden, blitzenden Feuerworten zu uns herabströmen, während ob diesem größten aller Wunder die ganze Natur erstaunt stille stand. v'o no'c^p f,;, — — c'inm pmc'vi'rn dHb qr>'. Hört! -— hört ihr diesen mächtigen Ruf der Offenbarung? — Ja! ja! ertönt noch laut in unfern Obren, und stark ziehen noch die Herzen im Lager Israels. Und so gestützt auf Gottes Wort sehen wir, wie die ewige Wahrheit erhaben über alle Kämpfe, erhaben über witzelnde Verkehrtheiten, sieggekrönt in ihrer Glorie dastehet, immer frisch, immer in ihrer Jttgendkraft, weder durch Jahrtausende gealtert, noch durch so viel tollkühn auf ihr gewagten Stürme nur leicht erschüttert. Darum lächeln wir ob euer Treiben; darum verspottet mau eure Verkehrtheiten; darum befürchtet niemand durch Irrlichter auf Irrwege geleitet zu werden. So belehrt auch uns der königliche Sänger in '227 nhn du willst, daß die Falschheit, der Trug sich selbst verzehrt. Ja, verdreht die Thora nach euren zeitgemäßen Ansichten, verunstaltet das in ewiger Wahrheit glänzende Wort Gottes, wir messen euch nicht Glauben bei,;'t> 'a 12-22 denn redlich sind wahrlich eure Worte nicht. Schmähet unsere frommgläubigen, an v"v2,2022c sich festklämmerndcn Rabbinen, wahrlich, wir achten es nicht, denn tausend und abermaltausendmal stärker tönt die Stimme der Rechtgläubigen, und wir rufen euch zu; c-'c!> v-'-u moo 72p nur dumpfer Grabeston entfährt eurem Rachen, eure Zunge ist gleißnerisch. Sehet, ihr hochgelehrten Herren, so sprechen Laien, nicht in hochtrabenden, zierlich geschmückten Redensarten, sondern im einfachen Gewände der Wahrheit, entsprungen aus Herzen, welche warm für Religion, Sitten, Gebräuche der Väter schlagen. Und wir sind dessen gewiß, ja, wir sind in der festen Ueberzeugung, daß eure schwache Stiume spurlos verhalle» wird, daß sich kein Echo eures Aufrufs irgend wiederholen wird. Wenn auch eure sogenannten gottesdienstlichen Einrichtungen in manchen Gemeint«» Eingang fanden, so ist es doch nur immer die Minderzahl der Gemeinde, die sich überredet, ihre Herzen, ihre Gewissen seien befriedigt. Wir aber vertauschen um keinen Preis ein altes, kräftiges hebräisches Gebet, welches stets erhebend, immer beseligend und befriedigend auf unsere Gemüther wirkt, Mit einem eurer deutschen Liedchen. 7122,2 i'22b . viK.i pvv ,7'vr> vr ^22 wci rnizi 722' 2bi'2 O preiswürdiger Gott! Urquell des Heils! Ehrfurchtsvoll und ergeben preisen wir hoch deinen Namen Tag für Tag, ja wirklich, Tag für Tag, denn nie fehlt cs in unfern Synagogen Morgens und Abends an der gesetzlichen Zahl der Andächtigen, ' während eure Prachttempel mit Orgel und Chor ofr verödet und menschenleer, einsam und verlassen dasteben. Es muß und wird daher nichts anders kommen, als euer Verschwinden in der Menge, die sonst geräuschlos, ein sanfter Bach, den Weinberg Gottes bewässerte, durch eure dreisten Eingriffe aber nothgedrungen. sich zu vereinen, und gleich einer empörten Fluth eure, vom bösen Zeitgeist entlehnten Lehren zu überschwemmen, nach des Propheten Worten: . vvip!> iö 72v' »2 qmc vrc Sieh' die Fluth wächst immer höher. Bricht schon durch des Deiches Wall. Näher, näher, furchtbar näher Brandet schon der wilde Schwall. Und nun strömt er ohne Hemmung Aus — die euch grause Überschwemmung. Groß-Magendorf auf der Insel .Schurr.