Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 22 (28.10.1853)
- Date
- 1853-10-28
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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88 Hollan (Beschluß.) handeln? - Und wie lebtet ihr als Israeliten? Habt ihr geheiligt den Namen Gottes durch euern Wandel unter dm Menschen, oder habt ihr ihn entheiligt? Durfte das Judenthum sich rühmen, euch unter seine Bekenucr zu zählen, oder habt ihr gehandelt nach ihren Verordnungen uvd war euch ihre Lehre das unantastbarste Gut eueres Lebens? Ein feierliches Kleinod sagen unsere Weisen ^>, hat Gott aus sciuen verborgenen Schätzen herovrgesucht. nr ist sein Name, und hat es Israel Übergeben. O m Gel.! wenn ich denke, wie Mt diesem sein Wiedereintritt in'S gelobte Land, seine Wiedervereinigung mit Gott in dem Heiligthum zu Jcruschalem, würde sofort cintrctcn. Aber ach! wer denkt daran, will daran denken in die heilige Zeit ist da, Md Gott sitzt zu Gerichte über sein§ Menschenkinder, o wendet euch mit reuigem Gemüthe ihm zu, -er will nicht, daß der Sünder sterbe in seiner Sünde, sondern daß er von seiner Sünde zurückkehre und am Leben bleibe* (JecheSf. IS, 84). O kehret zurück! tretet vor Gott hin mit zerknirschter Seele, und das Gebet, daß ihr aussprechet, sei nicht bloß ein Lipvenwerk, sondern ströme aus dem Herzen, wurzele im Gemüthe, wendet euch zu ihm mit Aufrichtigkeit und Treue der Gesinnung, beobachtet seine Gebote und haltet seine Vorschriften: nn;, >, ep?-verv n»r r">»so spricht der Herr, hütet daS Recht, und übt Gerechftg. kcit. dann ist mein Heil nahe und meine Gerechtigkeit wird offenbar. Heil dein Menschen, der dies thut. dem Abamssyhn, der daran sesthält. der den Eabbath hütet und ihn nicht ent, weihet, der seine Hand hütet Böses zu thun (Jeschaj. 56, 1)« O thut dies und das Heil wird euch nahe sein uud ihr werdet eingeschrieben werben Allesammt in das Buch des Lebens zum Leben und zum Segen jetzt und immerdar — Amen. Maastricht, am des Jahres 5614. Der Oberrabbiner in dem Herzogthuw Limburg. Diese Ansprache soll am nächsten Sahbglh in der Sp» nagoge verlesen werden. Altona. Die Redaction d. Bl. ist darum angegangen worden, bei herannahendem Winter, und bei einer leider jetzt schon sehr überhand nehmenden Theuerung der nvthigsten Lebensbedürfnisse, so rasch als möglich zur Eonstituirung von Vereinen aufzufordern, um sowol den wirklich armen, als ganz besonders noch der Elasse, die ihren täglichen Erwerbin der Regel zwar auf eine honette, anständige Weise sich verschafft, a ber bei jaußerordentlichen Fällen sehr leicht in Verlegenheiten, und als Folge davon leicht in Schulden und Armuth geräth, nach Kräften und bei Zeiten zur Hülfe zu kommen. Es bedarf wol kaum der Erwähnung, daß Humanitäts-Zwecke im Allgemeinen so tief mit ,dem Wesen der jüdischen Religion überhauot verknüpft sind, daß das orthodoxe Ludenthum, in dessen Namen wir zu sprechen das Glück haben, als heilige Gesetzespflicht es anerkennt, überall, wo es sich um Förderung derartiger Zwecke handelt, mit regem Eifer, mit heiligem, religiösem Ernste cinzugrelfen, die pünktliche Erfüllung eines Gyttes-Gebotes da zu erblicken, wo man sonst nur von Menschlichkeits-Rücksichten szu sprechen, ihnen gemäß zu handeln pflegt. Deshalb stehen wir auch nicht an, diese hochwichtige Angelegenheit, so weit der Kreis unserer Leser sich auch erstrecken mag, aus das Dringendste und Schleunigste zur Vyllführung zu empfehlen. Briefwechsel -7vn Schreiben nebst Inhalt vom löten und 22tcu dankend erhalten. Rcdigirt von Dr. Enoch in Altona.