Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 21 (14.10.1853)
- Date
- 1853-10-14
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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82 gedungen des Zöglings in Händen hat. Die Schule ist nur ein Mittel zur Erziehung, kann nur dann auf dieselbe günstig wirken., wenn eö ihr höchster Grundsatz ist, zu schaffen, wo jene nur entwickelt und bildet, und zwar nur das zu schaffen, was der weiteren Entwicklung fähig sei. UebrigenS läßt es sich nicht verhehle«, daß auch die Schule in Gefahr sei, andrerseits, was sie Bildungsfähiges für die Erziehung geschaffen, durch neue Einflüsse paralysirt, ja ganz aufgehoben zu sehen. Die Schule soll erregen, daher darf kein fremder Einfluß die Erregung bedennoch gegenseitig -urchdringen, falls sie ein Ganzes bilden, und die Absichten realisiren wollen, deren Haüptbedinguiß die Erziehung ist. — Da demnach die Schule, nicht allein als eigentliche Unterrichts-, sondern als Erziehungs- und?Bildungsanstalt angesehen werden muß, so darf in derselben nichts verabsäumt werde», was gegenständen durch den Stempel der ^Religiosität, den .er ihnen aufdrückt, die heilige Weihe za geben, so daß der Gesammtunterricht cm eigentlicher Religionsunterricht wird: so muß auch nachzufühlen. Ist einmal die Religionsbildung i» dieser Absicht als der Hauptmoment irgend einer, vorzüglich, einer jüdischen Schule ausgestellt, dann wird bald von dieser Religionsbildung schönste Blüthe dieses nach allen Richtüngen durchdringett und zur Reife bringen muß, und also alles mit Stecht iu ihr Gebiet gehörig betrachtet wird, was auf Erhöhung vttd Veredlung der Lebcnslhätigkeit des Individuums sowol, als auch des Gesäumt, lebens abzielt.! und das ist,-er gesäumte Unterricht der Schule. zurück, um wie viel mehr muß dies bei geistigen Eindrücken der Fall sein. Der Mensch, vorzüglich aber der auf den ersten Stufen der daher ein unberechenbarer, von den entschiedensten Folgen. Wenden wir uns nun zürück zn der Frage, von der wir ausgegangen, wie so es kömmt, daß Kinder so häufig bei herangereifterem Lebensalter die religiöse Lebensweise der Eltern verlassen? und ob däS orthodoxe Judenthum' in der That jnicht im Stande sei, crgiebt es sich klar, daß diese beiden Fragen sich gegenseitig ergänzen, daß in der einen die Beantwortung für die andere zugleich mit enthalten sei. Werfet Nicht, ihr Eltern, die ihr den Abfall eurer, wie ihr wähntet, euch zur Freude yerangereisten Kinder, ttusse, dem Egoismus und der Eitelkeit stöhnt, an, die Schuld ist häufig, ja am Meisten eure eigene. Schule, Erziehung und Beispiel, diese TriaS fordert das orthodoxe Judenthum als bei allen seinen Lebren und Praktiken fordert es hier ganz besonders Entschiedenheit und Confeqnmz, festen Willen, heilige», würdigen Ernst. Wenn aber unsere Kinder entweder üoerhaopt bargestcllt wird, wenn wir bei unserer Erziehung von dem Grundsätze ausgchen, dem Kinde dürst in der Jugend nicht zu vtkl