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Der treue Zionswächter · 1853-05-06 · 9 (6.5.1853) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
9 (1853)
Issue
9 (6.5.1853)
Date
1853-05-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Zum Schluß wollen wir noch Einiges Eder späteren und «eueren Zeit diesfalls berichten. Bis ungefähr zum Jahre-1818 durfte kein Jude, . in Jglau wohnen, auch nicht des Nachts in der Stadt selbst sich aufhalten, es waren vielmehr zu diesem Behufe zwei jüdische Gasthäuser in den Vorstädten bestiurmt, wo alle, in Jglau sich Geschästshalber während der Werkeltage ans« haltenden Inden, beisammen übernachten mußten. Seit 1818 aber haben sich wieder einige Juden durch verschiedene, ihnen gestattete Pachtungen von ärarischen oder städtischen Gefällen, die Erlaubniß verschafft, in der Stadt zu wohnen, und seit der, im Jahre 1819 von unserm gütigen Monarchen auch den Juden gestatteten Freizügigkeit, haben sich mehrere jüdische Familien aus den benachbarten Gemeinden in Jglau ansässig gemacht, und bereits daselbst auch ein gemiethetes Lokal zur Verrichtung 'ihrer Andacht niedlich eingerichtet' Auch in den übrigen königlichen Städten wohnen wieder einige Juden, und in Brünn der Hauptstadt Mährens, wo früher nur einige wenige als Kaufleute oder Fabrikanten besonders privikigirte Israeliten wohnen dursten, wohnen jetzt schon , beinahe 190 jüdische Familien, denen auch vom k. k. Ministerium die Erlaubniß zur Erbauung einer großartigen Synagoge- und zur Errichtung eines eigenen Leichenhofs crtheilt wurde. Letzteren haben sie bereits seit einigen Wochen errichtet, und zum Ban einer Synagoge werden auch schon bedeutende Gaben gespendet. A rr a l e k t e rr. In dem Merkchen ornv von 7212 '? findet fich eine Stelle vor, die sehr leicht zu einem Jrrthum Anlaß geben kann, welchen nichts Geringeres, als einen mo 7,2betrifft. Hierauf aufmerksam zu machen, ist um so wichtiger, als fragliches Merkchen, v'LsK imo und ein -w?» desto mehr zu befürchten ist. Erwähnte Stelle ist folgende: Zu heißt es nämlich, daß jede ok auch bet Unterlassung vrÄ irr opwo is kvk dennoch v'y» zählen dürfe. , Der Verfasser hatte natürlich hier y'-v a°5p '»2 im Auge; -Urinderselbe hätte söbmnigstage und am letzten Tage der 3 Hauptfeste des Jahres recitirt wird, zwei Glaubensmärtyrer mit de« Worten: 'rr mvrrr 720? >22 -71» '71 8L0 >7 8"8 028 8217P^27VR» I7ÜVL v»7>808s 0'2>7P8 v'8-8 7 aufgeführt, welche wahrscheinlich auch damals unter dem mörderischen Beile der Schweden das Leben aushauchen mußten. Es findet sich zwar auf unserm Gottesacker noch ein Leichenstein aus dem Jahre p'Ä 7"'n eineö gewissen Rabbi Raphael vv r-y« o>272 v'vL, jedoch soll dieser wie die Volkssage berichtet, kein Elaubensmärtyter gewesen ßin, sondern, da damals iu der hiesigen Judengemeinve die Pest heftig gewüthet hat, soll er-vor dem jüdischen Gerichte und den Gemeiudevorstand erklärt haben, daß er freiwillig ein Sühnopfer für die ganze Gemeinde sein wolle, worauf er sich durch Gebete und körperliche Reikigmrg vorbereitete, und er war wirklich der- Letzte, der in der ganzen Gemeinde an der Pest starb. Sein Grabmal befindet sich wahrscheinlich dieses^lmstandes wegen, oder aus besonderer Rücksicht »ad Auszeichnung, am äußersten.Ende unseres großen Leichenhofs. dabei bie Bemerkmrgnicht hinweg lassen dürfen, dadiemtt bei v^wo 88-7 tto o-vp der p? ist. keineswegs aber. 722 88-7v-, wie dies auch schön '2 p*o '»v -78v -ns bemerkt. Möge diese Bemerkung -iw-o H-stt dienen, und dürfte dieselbe dests nothtvendiger erscheinen, da. so viel sich Einsender erinnert, derselbe »um fich in einem Merkchen, 8»Lv räop genannt, eben» falls vorfindet. Vielleicht dient dieses auch, za fernerer Durch« ficht dieser und ähnlicher Werke, v'w ov« 1^1 ,8-»2ri ^irso 70p povd. S. B. B. Als -reine Heuschrecken« zählt die -eilige Schrift auf: 1) 827-, 2) V2ÜV, 3) ^U7st und 4) 228; diese Namen find fast in allen mir bekannten Bibelausgaben uvübersetzt, und der Berühmte Wessely bemerkt in der Mendelsvhn'sche» Pentateuch» Uebersetzung: «wirk v»7>2 p-v >rö wü y-v« Ä : 827-8 vy». Dr. Heinemann in seinem 7>-»2» weist auf dieErkkärüNg des Talmuds r>"o?7 hin, nämlich: l'rn or 02^0;»-2U 8i 827-;»>72 81 228;i>2»r 8l i»278; und fügt hinzu : 8V>c^87-22 V8MK »^2NV-i». Landau in feinem »Rabbinisch-Arainälsch deutsche« Wörterbuche« versucht aber die talmudischen Namen deutsch wiederzugedea und übersetzt: »-2,2 die »Zugheuschrecke« (Krautkäfer), pvi die »Kammheufchrecke», i«'- die »Grasheuschrecke» und »Heu» schrecke, geflügelter Gattung«. Nun übersetzt Landau aber auch »Kammheufchrecke«, vide Artikel 7grl 3, während letztere Gattung talmudisch zu den »unreinen Heuschrecken« gehört, conf. i'<m F. 65, dort heißt es : v'^27 r>27- >!- e> 8>8 7,5758 228 ivLll 228 ^8 7810 >8» ^12» 1217 8- PV18 l'vrsi V»L» 2127-1, was '"07 auch bemerkt: ^--vv 228 po 71-758. Um Aufschluß diese- Widerspruches bittet Samuel Jadesohn,, Rabbiner zu CZernkgewa. Zeitungsnachrichten. Preu err. Posen. Der rothe Adler»Orden, welcher fietzt an verdienst» volle Männer jüdischen Glaubenvon. Sr.-Majestät dem Könige verliehen wird, hat, wie die Spenerische Zeitung angiebt, nicht die Form eines Kreuzes, sondernj die einer Sonne au- Silberetwa von der Größe eines Thalers, in deren Mitte fich auf Emaille ein rocher Adler befindet. Auf der Rückseite befindet sich m goldenen Zügen die verschlungenen Buchstaben F. W. R. Der St.-Anz. bringt SUtens deS JustizministerS eine Erkenntuiß de- Gerichtshofes zur Entscheidung der Kompetenzeonflikten vom 25. September 1852 betreffend die Unzulässigkeit de- Rechtsweges über die Verpflichtung der Mitglieder der hiesigen Judenfchaft zu den jüdischen Gemeindelasten bei» zutragen und über exekutivische Einziehung derselben im Verwaltungswege. (P. 2 ) P a l ä fr L « «» Icrusatem, P'od 2^>78 -,e 77- >'v. Bekannt isteS. daß unser Landsmann, und Mitglied unserer deutschen und holländischen Gemeinde tu Jerusalem. Herr S. Hauüdorfer, als Transiatcur vom Hebräischen io's Deutsche und als Ltpedi-

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