Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 25 (10.12.1852)
- Date
- 1852-12-10
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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ist, mn Folgerechtes darnach anznordnen, wie z. D. t-w-sjz ßm r:« nw;»»: vrr>7 7wv, sowie bei Feststellung der verbotenen Arbeiten am Sabbath und des vieldeutigen Grundbegriffes der nrnvr-zi^o, als: Kunstfertigkeit7)':-, Absichtlichkeit u. dgl. m>: sodann die, von den Gipfeln menschlichen Scharfsinnes kaum erreichbarem Höbe der Kombination, womit die Talmudweisen, die weitverzweigtesten, und doch überall in harmonischem Einklänge stehenden Systeme (fnv'^) hierauf , baueten, zu ehrfurchtsvoller Liebe, zu .diesen .heiligen Lebrcrn hin, , von denen viele Höherer Inspiration, werrh befunden waren vr«. Die Befltffenm Dieser Lehre m?, im 7L0 genannt, die Thorakeltner die aufrtchligeu Herzens sind, (und wahrlich . der Herr Hilst dm Aufrichtigen), waren stets der Mühe überhoben, nach Len höchsten Wahrheiten zu spähen 7-7, 7»777 7-2). , wozu bei Tageshclle noch Lich «.erschein? Ihrem Innern war ja die Stimme des Herrn vornchmbär, werfend, flammenden Blitz (Pf. 29), war die Gesetzgebung vom Sinai sichtbar, als entrolle sich ibre dortige Glorie, beute wieder ihren Blicken. Wenn es aber auch etwa nicht möglich ist» das gesammte Talmndwerk zu erlernen, so dürsten auch einzelne, jedoch zilsammcuhängcnde Stellen, 2'vv7"v'v. genügen, um jenen Hökern Zrveck: Stärkung der snbjcctiven Ueberzeugnug.^u erreicheu, denn „das Durchbrechen der Sonne am bewölkten Himmel, wirkt woblthätig u. s. w." 2) Einzelne Lichtstral'lcu fallen dem Auge oft. so schwer, als der Sowie Vollglanz. Weil aber das Erlernen des zesannuteu Talmndwerkes, wol Manchem rucht möglich, so sollte doch Niemand deshalb — aus Furcht vor Unvollständigkeir etwa — Auszüge aus demselben entworfen, mu ans diesen zu unterrichten. Tv »lg-i« c'est l' lionimo, sagt auch ein französisches Sprüchwort. Wemr wir IcmauLens Schreibart und üicdcwcise vernehmen» können wir uns ihn einigermaßen vergegenwärtigen. So wähnen wir uns auch in die Hörsäle jener erhabenen Mäimer eiikgesührt, so wir ibre sell'steigncu Worte vernebmen. Außerdem ist das Kennen der tallnndischcu Ausdrucksweue, oft von Einfluß auf die Entscheidung, z. D. wird v"?: i'S'i-n von Naschi eine Version (^n:'- <^'7v7) verworfen, weil sie dem üblichen Svrachgebrauche des Talmuds nicht entspricht. Mau fübre den Schüler dabei, nach etwaiger Kcnutuiß der Grundregeln (-"'7,: />). sofort au das Drizinalwerk. Würde ja auch, das Erlernen der Auszüge, dieselbe Mübe erfordern, denn: „Einzelne Lichtstrahlen fallen dem 'Auge oft so schwer n. s. w." Z) Im Nachsommer ist die Hitze oft stärker, als in des Sommels Mitte- Es entsteht diese Erscheinung bekanntlich Lader, daß die in der Erde vulkanisch cünzeschtoßenc Hitze, üu Spätsomnler ruiedcr hcrvordringt. um ün Vereine »ul deni, wenn auch schon schwächer gewordncu Sonnsuschein, die Atmosphäre erwärmt- Ebenso möge man sich, um der besorgten Unvollständigkeit zu begegnen, uach der leitenden Hand eines treuen, guten Religümslehrers, in dessen Innern bereits die Liebe zur heiligen.Wissenschaft verschlossen, dessen Her; schon vom Feuereifer der Religion erglüht ist, Umsehen. Es wird seiner Leitung schön gelingen,' beim Utiterricht das reichlich zn ersetzen, was Zeilheschränkung zn erlernen nicht gewährt, wie ja auch: „Im Nachsommer ist die Hitze oft stärker, als n. s. w." 4) Des Winters Kälte vermag des Fieberkranken Hitze nicht zn mildern.'? ) >'- f .. - -n. ^- ' - / Den Ilnterricht eines solchen Lehrers aber, dessen Inneres in eisigem Froste, gegen des Glaubens Hciligthmn, erstarrt ist, meide man, statt ihn zn suchen,.. Es würde ein solcher Seelenarzt dir Krankheit (s*ov7^ rrfno 'oj'^icht milddrfl/^Eü«chD ^re noch vermehren?m7. op) denn:-,>Des Winters Kälte, vermag u. s. w." 5) Sündhafte Gedanken find ärger als Sündenthat. Eine gute Anleitung beim Religionsunterricht, ist dem Ik- 1 racksten gewiß Erforderniß. Denn, wenn auch das Nachdenken über die hohen Glanbenswahrheiten, von religtonswissenschaftlichen Autoren empfohlen, von einigen sogar befohlen wird, und zwar in der Absicht, um die Erkenntniß Gottes dadurch klar zu stellen, zu heben und zn veredeln, so wäre doch vor Allein daraus zn achten, daß hierbei nicht etwaige Nachtheile die Vortheilc überwiegen. So z. B. möchte leicht, wie N7> '0 77'ps ^'2 besorgt, besonders bei uicht Geistesstarken, die Antwort, die, soll sie gründlich sein, auch tief anssällt, dem Geiste nicht stets mit Klarheit vorschweben, die Frage hingegen, weil sie leicht, desto öfter m der Vorstellung sich erneuern, gestützt noch auf den Trugschluß (7j-.->. "Mrvch-s'w 7w'7SW durch neue Beweisführung das Verdienst der Ueberzengnng zu erhöben, bis durch oftmaliges Wiederholen, die Glaubensinnigkeit, allinäblig geschwächt, und die Gebote '7 vö irach>,v'kw 7vv nnd Ä v:-p!:'7.7!°» ,2-O nach , hierdurch verletzt würden, und sind „Sündhafte Gedanken sind n. s. w." 6) Wer einst lcrirte und dann davon abging, dem wird das Wicderansaugen schwerer, als dem neu beginnenden Schüler. Ein Fiitgerzeig für manche Ettern, die — wie es in der Jetztzeit uicht selten geschieht — ihre Kinder dem Taliuudstudinin widmen, und zn frühe dann» sie gänzlich davon abtreten und profane Wissenschaften ergreifen lassen, meinend, das heute Verlassene, lasse sich später wieder einholen- O des Wahnes Was früher einst nüt Lust, wird später nirr mit Last, mit Widerstreben, — wenn noch wgend gar ('w -wm o:r) wieder betrieben werden- Denn: Wer einst lernte n. s. w. (Beschluß folgt.) Zeitgeist. Vom vobbiner Munk in Krojankc. I! 7177 jv 077r> V7.V7S 7,7^ 'u> fl>7>70 ^I7V<7 ^7 ,7>70^„ Es gicbt keinen Einfluß, der uumerklicher, und doch zugleich mächtiger wäre, als der, welchen der Geist der Zeit ans nnS äußert. Daß jedes Zeitalter mit einer gewissen Uebcreinstimmunz. Grundsätze bllligt, BestrebiMgen äußert und Zwecke verfolgt, durch die es sich von andere unterscheidet, und eine besondere, ihm allein eigene Beschaffenheit erhält, ist bekannt. Man bat