Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 22 (29.10.1852)
- Date
- 1852-10-29
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2625941-2625983-2626005--2584-2627145- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
87- AiMD darüber 'führt unter Coütrhike Mer dM ernannten Commission, unser zweiter;w und Dv f«ör 'i, dem dazu ein Siegel behändigt worden, welches lautet : ".s'SLVLN ''2 W-l prrö. 1".. " lim die Bereitung des Zuckers nvv ^' war eS eben so bestellt wie um die des Weines, und die Gemeinde hat das NebereinkolUiUen" getroffen mit der Direetion der pommerscheu Provinzkal Zuckersiederei, 'dgst nur zu bestimmten Zeiten Zucker vsv'^» mid unter Aufsicht'eikeS w«o HMtirt' 'werden soll, der gleichfalls ganz besonders verschlössen ist; es wird"jedem Brobe der Stempel der Gemeinde eingedrückt: Die hiesige Gemeinde glaubt somit das ihrige gethan zu haben, und hofft daß eine rege TlMnabme einem Institute Fortgang sichern wird, das großen Mißlichkeiten vorbeugl; wenn nun auch die iS-Ärine lMi?ch -Aiväs t'henrer sein sollten als vre bisher verabfolgten,- so wird Das bei der Bereitwilligkeit, diel uns v'iw'.eigen ist der religiösen Uebung Opfer zu bringen, keinen Gmnd zum Abfall für-den sein, dem eS Hauptsache rst dem? religiösen Bewußtsein genügt zu haben. Sollten die Bemübungeu der hiesigen Gemeinde erfolglos fein, so wird sic sich beruhigen .im Bellmsitseiu-der erfüllten Pflicht; nie avird sie es aber tmgeabnl hiugeben lassen, wenn von ihrer Miue ans, ein Verfahren Nahrung erhält,. durch das die Gerochen so vieler Tausenden hintergangeu werden! Den Einblick in die selige Orgamsaiion ist sie bereit jedem zu eröffnen.— Wir bitten um gefällige Mrbroitnug dieses Circnlairs in jüdischen Kreii'eu. /. Sretriu, im Monat pD: Der Vorstand und das Vcprafenlanteu-Lotlegiuin der isractitrschen Gemeinde. A. Nosenheim 8. Levi!-">;v>:3 '73 07737 'p? i"!!:jv^ vipüi 7^773 3Ü 77,7. '^7 Vorsitzender. .... , Vorsitzender. -Freie' dtä-te.. Lübeck. (Moisling, 5613-) lim den echt. religiösen Sinn, welcher die jüdische Gemeinde Moisling mit ihrer Schwcsiergcmeinpe Lübeck beseelt, worüber schon ein früberer Berichterstatter im Betreff der Einrichtung der. Elemeiitarschule sich in kurzen Notizen äußerte,, etwas näher zu beleuchten, will i o die mildthätigen Verölüe, so weit sie mir bekannt sind, w-'lche hier in regster Wirksamkeit bestehennamhaft machen. 1) Cme ö-'Tp'73p, welche nächst ihrer Function als -'-73p. auch jedem Kranken, insbesondre dem Armen, mit aller möglichen Unterstützung zu Hülfe eilt und zugleich die Kosten für Arzt und Apotheke bestreitet. 2) Eine v'm-w:'^o 730, welche einem jeden Bedürftigen die nötbige Leib« und Bettwäsche an Leinen alljährlich verabreicht. 3) Eine '720, welche einer jeden Braut, die ihren Ruf unbescholten erhalten hat, 100 H Et. verabreicht, insofern deren Baker Mitglied des Vereins war, und eine geringere Stimme, wenn derselbe nicht zum Vereine gehörte. 4) Eine Torf-v-vw, von welcher sämmt- Uche Hilfsbedürftigen Brennmaterial für den ganzen Winter erhalten: 5) und 6) Zwei nnw welche^ ssch zwkiAülgabt gestellt haben, v-van n-vtz,' p'wv zu sein, jedön ^^rHffenMch 7vM '737 vortragen zu lassen, und dafür zu streben, umvmu» owip? aufrecht zu erhalten ünv untcv. Laieü^in der Gemeinde zu verbreiten. 7) Eine?oo:?^ '7an, die in ihres bestrodern.Synagoge. an Fxsttagen va» 7>77o?oor? ahhätt- und. ,auch t^orv »7-^,7 p'ino jst 8) Eine Frauen-?«,,..die...alle v'v,. wie es die Männer durch ihre Bereine im Allgemeinen btetkA nur den Unbemittelten weibUchen Geschlechts darreicht». .. Schon hört mau wieder von einem Voreinq, ,der im Entstehen begriffen ist und sich, ausschließlich di^BMNthuntz,.und Pflege ,.der- Kranken zur Ausgabe .stellt. . Auß^dem wesdea wöchentlich Beiträge für die?enpp pöa v»,^ durch zwH dafür ausgestellte v'Saa in der Synagoge eingesiimmelt, ,zrnd chglb? jählich -.an den üochehrwürdigen. »"r.»"??? p*?'^. .!zr Moga abgesandt, Zur Aufrechthaltung dieser so,fehr nützlich^,Mer? eine und Anstalten zum allgemeinen Besten-trägt die Mtracht in beide» Gemeinden und das umsichtige Wirken,,unsres würdigen Rabbiners Herrn Adler.,.viel bei. .Endlich exzv^hue ich die so sehr wichtige Anstalt welche von dssv gcrnznr ,z» unterhalten wird, und die den Kindern,..arryhr Eltern und den Waisen freien Unterricht in Religions^-und deutscheu SchulmffMchasie« rrtheisen lM und ihnen noch sämmtliche Schulbücher und sonstige Schul-Utensilien unentgeldlsch verabreicht. Bei dieses-Gelegenheit kann rnchk Äderührt bleiben, daßi hei der Gründung Dieser Schule, die zubesuchen alle Kinder aus der Gemeinde vom 5teu bisllten Lebensjahre gezwungen sind, unsere hohe Staatsbehörde sich rühchlichst detheiltgte, solche unter ihren Schutz nahm Mb ihr Alljährlich eine»:Beitrag von 450 Et. aus dem Aerare zuwendet. Heryorgehobcn verdient zu werden, daß die Bestimmungen i» der vom hohen Senate Idekätigten Schulordnung, sowohl.jfl Bezug.auf das-den Unterricht leitende Personal, alL.uuf.chje Wahl der Gegenstände nur auf Religiosität nach ÄuffaDrug des. orthodoxen Judcythums hinzielcn. So .wird die Schule und die Gemeinde, noch nach Jahrhunderten dem frommen Stechen des seel. Herrn Oberrabbiuers Ephraun Fischet' Joel nickt genug danken könucu. der, wieich allseitig vernehme, unaufhörlich und mühevoll für. das Gedeihen dieser Anstalt in religiösem Sinne kämpfte. Der Vorsehung Dank, daß durch den Nachfolger desselben die Pircction .der Schüfe in gleichem .Interesse mit Umsicht und Nachdruck gehaavhabt wird. Nach einer vor Kurzem erneuerten Instruction darf die Bibel nach keinem andern Autor übersetzt und erklärt werden als nach denjenigen Commentatoreu, welche vor M. Me»r.'lsohn lebten und nach talmudischer Auffassung lehrten. Da. durch ist natürlich alle Reologie ausgeschlossen» Für den Religionsunterricht darf aus gleicher Mrkckffcht kein Handbuch emgeführt werden. Glaubenslehren «ach MaimonideS, die zehn Gebote, die Bedeutung der Fest-, Freuden- und Fasttage, so wie die übrigen Pflichten rc. lehrt der RellgionSlchrer nach Unterweisung des Rabbiners durch freien Bortrag. Das finanzielle Wesen der?i>r, Twiw-Anstalt zn Moisling, welche 70 so wie der Religionsschule zu Lübeck, die gegen