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Der treue Zionswächter · 1852-10-29 · 22 (29.10.1852) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
8 (1852)
Issue
22 (29.10.1852)
Date
1852-10-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
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40 Zöglinge zählt, verwaltet ein Vorstand von vier Mitgliedern, suS der-Gemeinde gewählt, der seinem.Amte musterhaft vorsteht. I Kr. Palästina. Jerusalem. Seitens des Vorstandes der constituir>en deutschen Gemeinde'hicselbsi ist kürzlich eine Einrichtung getroffen, die gewiß überall in^vollci, Anklang finden wird. Um einem geäußerten Wunsche Genüge zu leisten, wird das 7'rwa dieser Gemeindecs übcrncbmcn. für Verstorbene einen zu lernen. Und zwar ist cs verabredet worden, daß gegen Erlegung von l2l Tbalcr an den Herrn Oberrabbiner Ettling er in Alcona, in benanntem das ganze Jahr hindurch rin täglicher gelernt, der übliche v»7p undi'v» gesagt chirv. Soll außerdem noch ein -v gebrannt werden, dann ist der Ecsamint-Dctrag zu 40 Thalcr festgesetzt worden. Bei dem regen Verkehr, der augenblicklich zwischen hier und dem Cemral-Comike in Altona — am verflossenen vtzw befanden sich in Altona zwei , die von hier ausgesandt worden waren staktfindec, und bei der erböheten Dhcilnahrüe für die Interessen der hiesigen Judenheit überhaupt ist eS nicht zu bezweifeln, daß das neuerdings gebotene Mittel mannigfach benutzt werden wird. Skizze aus Jerusalem. An der Spitze des wr»? ist eine Ruine mit einem ziemlich bohen Thurine, auf welchen mau eine Aussicht auf viele Meilen bat, mau erblickt dort rstv? o-, -»iim 2» und den , auch ist in dieser Rums ein rundes Gebäude, welches von vielen als die Grabstätte derr-stin angegeben wird. Am Fuße des v'vwiv ist das onapv wa, daS bis über die Mitte des Berges binäusreicht und mit Tausenden von belegt ist, nnd un Thalc, dicht am wa, ist cm großer viereckiger Stein, wie ein Haus geformt, welches ''T-ii-p sein soll; bau eben ist eine Höhle f'iipv 7">z?-ys, „'rrd? v's und dicht daran ist ein Gebäude mit einem tdnrmförmigen Dache, welches 7' beißt. Ueberhaupl sind au dieser Stelle, sowie an dem südwestlichen Tlseil, auf den sstv'-o gegenüber liegenden Bergen viele Hundert Höklen zu seben. Ich war selbst in mebreren, die ganz so sind, wie in k>as verzeichnet ist,. In vielen gebi's von einem, Gewölbe zum andern, so daß man sich leicht dann verirren köniilc, die s'v': find jedoch sämmtlich leer: l'^Tp por' scheidet also o-mvi? gänzlich von wo es dann wenigstens eine Viertelstunde bergauf gebt, bis man an die Stadtmauer kömmt. An der Tstdscile derselben ist -Tpr v'sü:. Die Rose von Jericho. Ein auf alle Fälle sehr altes, vermntblich aber aus dem Anfänge des drcizebntcn Jabrbunderts bcrrüdrendes und von Bischof Kourad (von Krosigk) im Iabre 1205 aus dem gelobten Lande milgebrachkes Exemplar der sogenannten Rose von Jericho Rcdigirt von Dr. En och in Airona. befindet sich im, Domschatze zn.Halberstadt.. , Bis,zur Anfhchang. des dortigen Domkapitels im Jahre 1810 befand sich der Aitber (die Schatzkammer des Doms) . so zu sagen unter hermetisHein Verschlusses nachdem unter westpbälischer. Negierung Herr Oberdomprediger Augustin die Schlüssel erhalten chatte, machte derselbe in dm Kriegsjahren noch anf.dem.Wunsch einer fremden. Militairperson vom hohen.Range den Versuch, die gedachte Rose von Jericho, welche damals bis zur Größe einer Wäännss, emgeschrumpft war, aufzuweichen. lieber Nacht dehnte sich auch wirklich die Rose bis zum. Umfange eines Tellersans, und zogs sich nachher nur sehr allmählig wieder zusammen. Jetzt ist sie' etwa eine Faust groß, und es dürfen wol wieder Jahrhunderle verfließen müssen, bis sie , wieder zur, Größe einer Wallnüß zusammengetrocknet sein wird. Die JSraettten in Tunis. Tunis zählt bet einer Bevölkerung von 850,000 Seele» beiläufig 40,000 Israeliten, welche grvßtentheils m der Hauptstadt leben. Sie wohnen schon seit uralter Zeit an dernordasrikanischen Küste, und es giebt Grabsteine, welche aus dem zehnten Jabr-, hundert bcrstammen. Da sie im sogenannten Ghetto, oder der Judenstadt, nicht hrnreichenden Raum fanden, so ist ihnen.rin neues Stadtviertel. angewiesen worden, nnd unter dem jetzigen Bey, der neuerdings durch die Aufhebung der Sklaverei in seinem Gebiete einen deutlichen Beweis von seinem Streben nach , europäischer Kultur gegeben hat, genießen die Inden weit größere Freiheiten, als in den übrigen Barbaresken-Staaten. Wäbrend es ihnen in den letzteren verboten ist, arabisch schreiben zn lernen^ genießen sie m Tunis den Nnterncht in den von Europäern errichteten gemischten Schulen. Anzeige. Um vielen an uns gerichteten Anfragen zu begegnen, diene zur gefälligen Nachricht, daß der Druck des sechsten Bandes der nunmehr fortgesetzt nnd ohne weitere Unterbrechung beendigt wird. Die Vollendung des ganzen Werkes wird seiner Zeit durch eben diese Blatter von uns äugekündigt werden. Ssrr-r Buchdruckercl-BkUtzer in Altona. Briefwechsel. . Schreiben nebst Inhalt vorn 15ten und 22stcn dankend erhalten; bas vom 26sten wahrscheinlich wegen des v"' vergessen. doch natürlich ebenfalls erhalten. Wir haben Ihrem Wunsche sogleich und genau entsprochen. Druck von Gebrüder Bonn.

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