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Der treue Zionswächter · 1852-10-29 · 22 (29.10.1852) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
8 (1852)
Issue
22 (29.10.1852)
Date
1852-10-29
Page
– (sequence 2)
Language
German
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willigen Dorstngend? Gebet ihr ihn? Gegen die kränkende Unbill bat er nur einen stillen Seufzer und gegen den Steinwurf nur einen nassen Blick gen Himmel. Das ist ein Jude, ei»' Trödler oder Handclsjude, ja.' aber gestern, als die lebensschwcigende, friedfelige und xuhebringcnde Nacht, sich auf den Erdballgelageis,' ^stüsfaiägäst.Menscheu un Ärme des Schlafes wohlig befriedigende Wünsche- und Skrcbens-Verwirklichung lrämnten, da säst er -und hatimTyora-Scudium seine Gedanken z» jener Höhe erhoben, die selten ein Sterblicher erreicht; und heule Morgen, als gvldbesaumt der östliche Horizont den Tag verkündete und Len Wonneträumendcn zur kalten Wirklichkeit erwecktehatte er sich auf den Schwingen der Andacht zu Gott in den Himmelshöhen emvorgehobeu. Das ist der Mann, den wir da sehen. Ist es hiernach zu. verwundern, wenn Israel trotz Zeiten sturm und. Verhältnißdrang, einem Kelsen gleich im nnrnhevollcn Mdrre, wogenumbrandet, stnrinnuilobk, nicht wankte und wich? Ist es zu verwundern? Israel so gottergeben, so^ glanbcnsrrcu, seiner erhabenen Sendung vor den übrigen Völkern der Erde sich bewußt, wie konnte es wanken und weiche»?! So war -es, iv.il Israel, aber eS ist nicht mehr so. „Wehe uus, wie sind wir gefallen!" Diese innige Goltergcbenheil, diese jedes irdische Gefühl verleugnende Glanbensirene, sie sind dahin. Waren sonst die sechs Werktage, unter unausgesetzten Kränkungen verflösse» und sehnsuchtsvoll erwartet endlich der siebte heraiigekommen, dann war die yiederschlagende Wirklichkeit vergessen undHimmels- Oiuhe zog in.die innere Häuslichkeit ein, in deren stillem Asyle man sich gottesfreudig über das drückende'Schmachlebcn hinwegsetzre. ' „Dieser Lag, Gott har idngemachi, laßt uns frohlocken und. uns ergötzen an demselben," das war das Wort des Hausvaters und'abgethan war ein jedes Nebel oon Außen, abgerban cui jedes Lrdrängniß von Innen. ..Dieser Tag, Gelt har ihn gemacht, laßt uns frohlocken und uns ergötzen an demselben," so sprach der Hausvaier, nnd es schwieg sogar das Her;, das gramerstarrt nud.todesiiluibig den geliebten Hingeschiedenen naäi- >amuicrle. Da saß der Hausvater im Festgcivandc immueii Der Neben Seinigen ani Kemna 1c und erhob Freude begeisterr Goites stiebe und Güre,, und zcdcs Gesicht wurde strahlend nnd jedes Herz weich nnd jedes Auge leuchl nnd jeder Mund bestäugie entzückt das Wort de? Hansvaiers, so war's früber in Israel, so war's früber unter meinem Volke! Aber wie ist's jctz:? Davon, laßt unS schweigen. Geu, Du Alli;bender, Dn Allerbarmer, wie sind wir gefallen! Führe unS;urück o Ewiger und wir wollen zurückkehren. crnenre unsere Tage wie in der Vorzeit! O möge es dein Wille sein. Ewiger unser Gott und Gon unserer Väter, daß der Tempel erbaut ivcrde alsbald ui unfern Lagen und nach Zion'der Erlöser komme — Amen! Zeitungsnachrichten. Preußen. Das enthüllte Geheimuiß des - Weius. . , (Beschluß.) In dem Weinlager des Herrn Ferdinand de la Barre befindet sich noch ein Faß mit "::-Weüi, der um ir:? direct , bezogen wordeir, aber'esbät heilte noch'kcin Siegel, obgleich es Iabrc lang im Keller liegt; aller andere Wein dagegegen auch stets ohne" Siegel. Erst seit den Nachforschungen die durch die hiesige Gemeinde veranlaßt worden, wurde er dem Scheine zu genügen von dem gesiegelt; und Weine ^unjer dieser vvwv Mrb'btl nüd witden al5^k-si verkauft^ Mch M WS, wd M sov nuveiiueidlich ist, weil er mil gewöhnlichem Sprit versetzt ist!!.! . , ., Und das berliner Nabbinat—. auf,die„Aufr>lge,,hi«figer, Gemeinde, ob es trotz der vorgelegtenBöMisk "über die^hieflgeN Zustände in Betresstes' 'wv-Wbins, tritt Der ferneren eonsenlirt, und von der unserer -Deputation gegebenen Zusage, zusammen mit der hiesigen Gemeinde für das r»iN der Weine wirken zu wollen, Äbständ genontrMi habe,'" bejaht es, noch einen mwv bealiftxagj zu Haben, und.erklärt, daß es dep ,hiesigen Gemeinde nichts Lnglnge indem es reine Privatsache sei!!! So unglaublich es scheint,, so,wahr ist es. , . Da nun die Siegelung am hiesigen Ort, stattsivdet, so.,.könnte leicht beargwohut werden, die hiesige Gemeinde heiße.,ebenfalls Mißbräuche dieser Art gut, sanctionice sie ans eigennützigen Rücksichten/ oder dulde sie aus, religiösem Iudlffereutismns — sie hält sich deshalb im Interesse der eigenen Ehrenrettung verpflichtet: , L) Das betheiligte Publikum davon.zu benachrichteu,. .wie Das Vertrauen desselben den vm-aco gegenüber gerechtfertigt, ist; 2) es zu benachrichtcn, daß die Gemeinde bisher , an dem der Weine nicht im geringsten sich betheiligt hat; , . 3) daß sie von nun an und weiter nach Kräften dafür sorgen wird, daß wirklich?-:-Wein von hier bezogen werden kann. Das.Letztere glaubt sie aus folgende Weise erreicht zu haben: Sie hat die Errichtung eines Weintagers vermittelt, dem ein Zweckes bald Nachfolgen soll, in dem nur ^--Wein lagen; so lange nämlich jede Weiuhaudlnug ie:-Wein verkauft, veriheilt sich Der Absatz nach so vielen Seilen hin, und reduzirr sich der zn hoffende Gewinn ans ein so .geringes Maaß, daß sie die Kosten und Umstände nicht machen wird, die erforderlich sind, wenn der Wein wirklich ch" sein soll i'7>rdr>, zumal 7r:-Wcin u-enrer zn sieben kouimr der 2-,?:? wegen, dann ist auch eine speeiellc Beansfichügnilg in so vielen Lagern eine Uninöglichkcir. Alle Diese Mtßiichkcilen und Lefürchluilgen fallen weg, wenn Der 7r:-Wein in einem eigenen Depot lagert, zn dem selbst der Eigenlhümer ohne m.'io keinen Znkrill har, und dieser nicht ohlie jenen; dort sind nur n--Weine nnd ^--Gefäße, airs die dcrn'^u den von ihm selbst bearbeiteten Wein eigenhändig ab;,ehr; auf Anfragen beiden Rabbinalen zn Frankfurk am Main Mainz, Paris nnd Bordeaux, ist in Erfahrung gebracht worden, welche Weine 7v: zu haben sind und bei wem; Rheinwein ist bereits augelaugl; er wurde ans dem Steueramle von geöffnet, was dem Llcncrbcainlen eine ganz neue Erscheinung bot, weil cs bisher ohne Zuziehung des »»avv ihnen allein überlassen gewesen— Andere Weine werden baldigst crwariec ans Marseille, Bordeaux und,Eette; das Lager tnc 7::-Weine befindet sich beim Herrn kerll. lle tu Üurre. Die

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