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Der treue Zionswächter · 1852-07-16 · 15 (16.7.1852) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
8 (1852)
Issue
15 (16.7.1852)
Date
1852-07-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
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,Z8 ries die göttlicbe Stimme gleichsam kkägend'ttnd wehmütbig ans: Um mein Volk würfle», feilschen nnd bandeln sic! Wie viel mal mag aber schon die göttlick'c Sriinmc dies auSgerilfeii.-habeu^ wie-- viel mal war schon Israel ein Opfer des schmutzigsten Geizess-- dcr gemeinsten Habsucht,, der.,niedrigsten nnd schändlichsten Geldgier, und alltüial/wär ts'.'st.nr dielgdMKe BpMfichg, lsie -^s wnndcrbarcrweise errettete ^7w 2: ivö»,'H vwr '2 st'!: wäre der Herr nicht nlit uns' gewesen.^mvge Iskael—mibsemPsalnststen - aus»- 2^ ,:sti' 2W2 7-7- " stst r«ml^on»Er s'p2 wer "kM, wäxs''der Herr nicht mit Ms 5 > sotzdere gölttichc-Vgrsekung bestärken, müssc^. ub^Atych^W Uv)- gcwcscn, als Menschen widerMS ausgestaudeu, unp, ,vust?.o»v»n> . stand, der daS damalige Israel einer'gol^en'Hürlorge wcttk 1:2 rrv, sie hätten lebendig uns verschlungen, als ihr Zorn gegen uns entbrannte, >:rr:str' 22p?!:ö: ,':>rv: längst hätten Wasser uns überschwemmt, Ströme über uns gekommen, ':rr: iw 22w'is 2':'7'i? 2'vv gefahren wären, über uns die 'brausenden Flnthen, irrste: 22c: rrv 2«rs?'' vro erstv: 7wL: unser Leben entkam wie der Vogel ans derSchlinge der Verfolger, die Schlinge riß, und wir entkamen, pm vwr oww '2 2:2 ':»7U'. und darum ist unsere Hilfe bei Gott dem Herrn, der Himmel und Erde geschaffen. In diesen beiden letzteren Versen ist deutlich die besondere Vorsehung Gottes für Israel hrrvorgebobcn. Nicht aus der Schlinge errettet er uns, nein, noch bevor wir lnneinkommcn ist dieselbe schon zerrissen. und im Keime werden schon alle Ränke vernichtet, alle Pläne vereitelt, alle Anschläge zn Nickte gemacht, und darum siebt unsere Hilfe nnd Errettung nur bei Gott dem Herrn, der Himmel und Erde geschaffen, rrw 727 W27 ,irm vüi ssw schmiedet Pläne, sie vergeben, fasset Beschlüsse, sie kommen nicht zn Stande, denn mit uns ist der Herr! rsti' ist i^w2L'"^: » r»M der Prophet Iesaias dem Volke im Namen Gottes zu, jedes Werkzeug, das gegen dich verfertigt wird, gelingt nicht, pr^st:' »r"rir> vrrnb ivw v>xu, und jede Zunge, dis tme Anklage' gegen dich erbebt, du machst sie zur'Lügnerin, 2vp2j'i-'2 »222'w-, '72^2 'nöo, daß ist das Erbtheil der Diener.Göttes,' Und ihr Tuzendlbhn von mir, spricht' Gott. Diese besondere göttliche Vorsebnng aber, sic tritt nirgends so deutlich bcrvor, als eben 'bei der wunderbaren Befreiung zu Zeiten Mordcchai's und Esther, nirgends ist die rettende Hand Gottes so erkennbar als eben bier, nirgends die Hilfe so großartig, die Verkettung der Umstände so anffallend, die riefe Traner so waren ne weste, wabrbart wenc und vernünftig, belaßen sie wirkliche Bildung und Aufklärung sie müßten dies cnisebcn, müßten P'eschämt anSrnfcn, m 21? 2'-:-', in der Tbat, hier wället ibie Hand GolleS, nnd würden cs dann auch gar nicht mebr so lächerlich finden, wenn Israel sich daS anSerwählte Volk GottessNtt^j/ntstdHh ^lS uMrtAm btsöpVctttsScchrh^ GottcS^siebend betrachtet. ^.-...A^ch..wir,^. -Ar., avollcu uns in. dem G1auben. au die. bemachte, P'erüÄsichttgcni '''"WM''Äckr^vM''"W'nttkch"'Hke''MMbe jener - beabsichtigten und' '-beschlsssencn- IudeirstedfolgNug? Nichts anderes als die von.^ Mprvechai.streng, - beobachtete NeligionSanSübung, und die in Folge dessen von ibm dem Haman widerfahrene Zurücksetzung; hätte Morsechai sein Gewissen ein wenig eingcschläfcrl, seine Religi'onSskrupcl einigermaßen beseitigt, wie man sich steutzmage sehr leicht . dazn entschließt^ und hätte er auch nur der Form wegen daS Knie vor Hainau gebeugt, cs wäre nicht so weit gekommen. Er rbat cs aber nicht, ibm war die Religion heiliger als Alles, cbe er auch -nist ben-Schein einer ReliglonSüberrretnng ans sich ladest wollte, "machteer- 'sich .lieber den Günstling des Königs -zum Todfeindedessen 'grimmiger Haß in lichterlobei: Flaininen astfloderle, und der die ibm widerfabrene Beleidigung'an der'ganzen Nation de? Beleidigers rächest wollte. Em solches remis und bobes Märtyrertbum, wie das MordechaiS war, verdiente wirklich den himmlischen Schutz nnd die göttliche Hilfe m,d Errettung. Aber nicht nur jener allein; auch die ganze jüdische Nation machte sich der: göttlichen Fürsorge wertst. - Wie'benahm sich nämlich dieselbe bei der Gelegenheit? Machte das Volk ihrem Milbruder Mordechai,- der Hie nächste unmittelbare Veranlassling seistes Unglückes war, Vorwürfe ob seines Beiichlnens?. Mißbilligte cs auch -ststk scme HandlrmgSweise, suchte es etwa durch VerläugMlnz Mordechais dessen.'Erzfeind Haomn zu besänftigen?' Nichts von Allem dem siicden - wir m der Geschichte, unter der großen Menge "Inden, die damals rm. persischen Reiche lebten,'gab es Nicht' enien-Bei-rälber," nicht einen Trciklosen, stlcht eistest Abtrünnigen. Eine solche edle-Halrdlmrgswcise, eine solche Ausopsening für ihre Religion, eine solche treue plötzlich in belle Freude venvändelt. Wir wäre cs wol, abgesehen von allen anderen zur Genüge bekantlten auffallenden Erscheimmgen möglich gewesen, daß die an Zahl den übrigen LandeSbewobncni weit nachstehenden Juden der von Oben berab aufgestachelteti Wutb des Pöbels so leicht entgangen wären; noch mebr, daß der Haß des Volkes, welchem die Verfolgung, Vernichtnikg und Plündernuz anbesoblen ward, sicb so plötzlich gelegt, nnd vielmehr in das Gegcntbeil sich verwandelt hätte, «r ,o'7w7m ^7 T'27> ,or>!:w 2-2WW-nr ^2, so daß selbst Diele von den Bewohnern Hb? Lairdcs zum Indcmbnme übergingen, denn die Furcht vor den Juden war über sie gefallen, wie wäre wol dies möglich gewesen, wenn es nicht der erhabene Wille Gottes so gefügt Häm? Wie möchten wol jene Zweifler und jene Ungläubige, die in allem Nichts als blinden Zufall erblicken, dieses Rächset lösen, wie könnten sie es nur ant natürlicher Weile erklären, nnd nicht vielmehr die wallende Vorsehung Gottes daran erkennen? .."2^" Hingebung für ibrcn- Gott und ihren Klauben, sslchc Einigkeit und festes' Znsannstenlmltcst in N och und - Leiden, in Glück und Freuden verschafftest ibne» ' die "gerechte Beloknuug.i-von Seilon Gottes und die von ihiir anSgehende aistierorsteNklicho Hilfe und glänzende Errettung. In dieser Beziehung m dal»er auch d«se Geschichte lehrreicher als alle andern. »Nirgends tritt die göttliche Hilfe mid besondere Fürsorge Gottes für Israel demlichrv hervor, nirgends aber verdiente Israel dieselbe auch durch L.rcue an Gvtt nnd seine Religion als eben da. - Und diese Lehre, sic diene auch uns zur Beherzigung'. Mögen wir in dem Beispiel unserer Urväter ein Muster zur-Nachahmung nnd Aufmunterung znm gleichen Festhalten anunserer heiligen Religion, ein Sporn zur gleichen Manbenstreuv finden, un zugleich zn dem Glanben und der Ueberzeugung von der gütigen über uns waltende» Vorsehung gelangen, und in diesem Glauben

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