Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 14 (2.7.1852)
- Date
- 1852-07-02
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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bis hier darfst du komme« und uicht weiter, hier , hat deine Tünche geschlagen, und da ist die Gränze deines Wirkens. Und das Ziel- -das so lange und so heiß ersehnte Ziel'seines thatenreichen Lebens, den Zweck' seiner vieljähri'gm Bestrebüntsen, er konnte ihn nicht in Erfüll,mg gehen sehen, mit: dem Volke, dessen Leiden er theilte, durfte Zernicht auch die Freuden theilen; das Volk, dessen Knechtschaft und inartervolle Sklaverei er als Jüngling mit blutendem, wehmüthigen Herzen gesehen und beklagt harte; das-Volk, an dessen wunderbarer Befreiung aus Tyraunenhand und feindlichem Lande er dann später in ManneSalter als Gesandter Gottes unverdrossen arbeitete, und glücklich zu Stande brachte; das Volk, daß 'er hierauf aus seiner geistigen Verknechtung hinausziehen, . und von den Fesseln des Aber- und Unglaubens zu befreien hatte, . - das Volk, desseü Murren und Empörungen, dessen Undankbarkeit und anfrübrerisches Aenebmcn ihn so oft und so tief verletzte, dessen kleinliche, eigennützige Gesinimugen nnd sinnliche Beglerden er so oft bekämpfen miistte; das Volk endlich, welches er so oft durch seine Fürbitte und Berweudiing vor dem göttlichen Zorne schützte, und diesen vou ilmen abwendete. n'w orv v-npro!! 7v!°», 7VZ', „Gott sprach sie zu vernichten, wenn nicht Moscheh, sein Erwählter,7^sich sshm.entgegengestellt, seinen Grimm abzmvenden, ans daß er sie nicht pertilg^; das Volk, sage ich, durfte er zum Stege, zwn Ruhme, > zum Glücke, und zur Ruhe führen, und, dieselbe mit ihm theilen!! ' Auch diese Bemerkung macht schon der, Midrasch, indem er sagt: »rrü oeo.'w-rPS. .ömdr".- .um^dwse Zelt sprach Moscheh vor Gott, gelobt sei er, Ma'pjrr »i^> »"rai v>i>w5v - O Herr der Welt, es ist dir bekannt, meine Mühe und Kränkung, die.ich mit dem Volke Israel ausgestandm, bis daß sie an deinen heiligen Namen glaubten, „niavk om j72 'psapr?a> wie sehr plagte ich mich mit ibnen, ' sie für die Lehre und die Gebote, die du ihnen gegeben^ empfänglich zu machen, "»an gnaioa gz gvcha »rnoü?>? p->>? nk> ir»^>?r>k> mit Recht dachte ich daher, so wie ich ihre Leiden gethcilt habe, werde ich auch ihre Freuden und ihr Glück theilen, und nun, wo die Zeit ihres Glückes herannaht, sprichst du zu mir: du wirst den Farben nicht überschreiten, Dieser Umstand ist cs, der auffallend genug ist, mn die Aufmerksamkeit e,nrs jeden Denkers ans sich zu ziehen, nnd obzwar wir auch in dieser Beziehung in den verborgenen Rathschluß des Allmächtigen nicht eindringen können und dürfen, übrigens auch schon die größten Männer diese Frage mehr oder weniger mit gutem Erfolge erörterst haben, so möge es mir doch erlaub! sein, einen nicht ganz entfernten Grund znr Aufklärung dieses , astfsallendm AMstandes anzugeben, und zugleich eine sehr wichtige Lehre daraus zu ziehen, Die/ Lehre nämlich von dem göttlichen Ursprünge der Der Umstand nämlich, daß unser göttlicher Lehrer das Zrel seiner Bestrebungen nicht selbst vollsühreu konnte, soll alle jene Zweifler und Ungläubige, deren es; leider zu allen Zeiten sehr viele selbst unter uns und in unserer Mitte gegeben bar, und noch giebt, von dem göttlichen Ursprünge unserer p"o>r> überzeugen, und in ihnen jeden Gedanken, als ob dieselbe nichts als Menschenwerk, nichts als eine von Moscheh aus sich selbst und durch sich selbst hervorgebracht» GestHgebung sei, i«. Keime ersticken lassen, „swo p»?j!w r»»,7? orvtn" auf. daß sie verstumme» jene lügenhaften Mäuler, die gegen jene» Fromme» eine so. schwere Anklage schleudern. Das Ende dieses göttliche» Mannes muß sie von der Falsch, heit und Unwahrheit ihrer verkehrten Ansichten überzeugen, deup eben die beim Dode Moscheh's vorgefallenen. Umstände zeige» deutlich, wie er nur der Gesandte .und Vermittler Pottegewesen, baß er aus eignem Willen nichts, durch Gott und indessen Auftrag alles im Stande war, denn wäre wirkliche wie jene Lrute .sageu, die ganze Thora nicht? als eine menschliche Erfindung und Einrichtung, nichts als eme von Moscheh selbst dein Volke gegebene sogenannte Verfassung, die somit als menschliches Werk eben nach Zeit und Umständen wieder verändert und umgeschaffen werden könnte, wäre dies wirklich so, sage ich, wie es jene Zweifler behaupte», was hätte Moscheh Wichtigeres, zu thun gehabt, als seinen Einzug in das zu erobernde Land Kanaan zu beschleunigen, um das von. ihm verfaßte Werk ins praktische Leben /einzuführen? Warum hätte er vierzig Jabre mit dzm Volke in der Wüste herumgezogen, und die Ausführung seines Werkes seinem Nachfolger überlassen, da er doch hätte wisse» .sollen, daß ihn als alter Mann der Tod jeden Augenblick überraschen könnte. Da djes jedoch nicht geschah, und Moscheh vielmehr ans Befehl Gottes.die Fortsetzung und Vollendung der von ihm übernommenen Sendung, namentlich aber die Eroberung des Landes Kanaan seinem Schüler Jehoschuah überlassen mußte, ist dex bestfDeweiS, daß Alles nur nach dem Willen und dem Befehl Gottes Skatt fand, unh deßhalb trat auch durch dessen Abgang aus dieser Welt kein Stillstand in der weitern religiöse» und politischen Entwickelung des Volkes Israel ein, was doch nothwendig hätte der . Fall sein müssen, wenn Moscheh bloß der Gesetzgeber und nickt der Gesandte des. ewigen Gottes gewesen wäre, denn unmöglich wären seine Nachfolger bis ans den heutigen Tag so in den Geist der p'om eingedrungen, wenn diese nicht das ewige Gesetz des ewig lebenden Gottes gewesen wäre, welcher von seinem Geiste allen derW verleiht, die sich init seiner heiligen Lehre befassen, während hingegen bei einer menschlichen Gesetzgebung unumgänglich und uothwendjgerweise der Fall eintritt, daß nach dem Tode des Gesetzgebers sogleich verschiedenartige Auslegungen mid Deutungen sich breit machen, besonders bei Gesetzen, die noch nicht in Anwendung gekommen sind, und erst im Volke Wurzel fasse» müssen. — . (Fortsetzung folgt.) Zeitungsnachrichten. Preuße n. (Beschluß.) AuS Wrstphalcn. Ein nicht minder würdige- Mitglied, war der ebenfalls verstorbene Zacob Rubxnsohn, der wegen seiner umfassenden Kenntnisse in allen Thülen des Talmuds, wovon dessen schriftliche Dissertationen (o-pii-w) zeugten, im Verein mit hoher Frömmigkeit und bürgerlichen Tugenden, als Ideal eines biederen, frommen Israeliten,