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Der treue Zionswächter · 1852-07-02 · 14 (2.7.1852) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
8 (1852)
Issue
14 (2.7.1852)
Date
1852-07-02
Page
– (sequence 2)
Language
German
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54 Grösse der Natur ihren Tribut zollen» dvv allgemeinen Gesetzen der Menschen sich fügen, und den Schauplatz der Welt verlassen musste. Diese Begebenheit allein ist hinreichend uns die wichtigsten GlaubcnsgrnudsLtze in Erinnerung zu bringen; Mir werden dadurch an die wundervolle göttliche Offenbarung am Berge Sinai geiimbnl, wo Gott zum zweiten Male-in dir Welt hinausrief nr» „es werde Licht" '?», „und cs i ward Licht," ein geistiges Licht, dessen Strahlen die dunkelsten, in liefe Finsterniss gedrillten Thcile des Erdballes erhellet und erleuchtet. Vorzüglich aber soll uns durch das Andenken an die Ucbcrzcugung von der Wahrbeit und dem göttlichen Ursprünge unserer heiligen verschafft werden. Das zweite Erclgniss das in diesen Monat Mt, ist die wunderbare Befreiung von der über die ganze Iudenhcit von dem persischen Könige riwvt' und dem ruchlosen verhängten Ausrottung und Vernichtung, zu dessen Andenken wir eben alljährlich das Purimfcst als Freuden- und Danktest begehen; es verschafft uns die Gewissheit von der besonderen Vorsehung Gottes für sein auserwähltes Volk. Israel und die Ileberzengung von der Wahrheit der göttlichen Verheissung swa er»wa r>6i eu -t» '7 »: ivv! 6!» v'osöo 6! O7"a»>6. „ Auch im feindlichen Lande werde ich sie nicht verachten und verabscheuen sie zu vernichten, und meinen Bund mit ihnen zu zerstören, ich der Ewige." Durch das endlich zu Zeiten des heiligen Tempels in Ausübung gekommene Gebot der Ablieferung der vstpv als Beitragsleistung zur Bestreitung der Tempelauslagen »2 pai-o-o 7762 '6a -stpvv, welches wir beute nur durch Wohlthätigkeit ersetzen können, werden wir eben drittens an den Geist der Liebe nud Mildthatigkcil und des Gcmeinsinues gemahnt, der unsere heilige Religion durchweht, und sollen daraus die Lehre schöpfen, daß der Sinn für das allgemeine Wohl, Wohlthätigkeit und Barmherzigkeit, Müde und Milleiden mit dem Armen und Dürftigen die grösste Ausgabe des Israeliten sei, und dessen heiligste Pflicht znm Wohte und zum Nutzen der Gesammthcit nach Kräften beizutrazen. > Diese drei Momente sind es nun, worüber wir beim Eingang in diesen Monat einige Betrachtungen anstellen wollen, und ob zwar jedes Einzelne derselben schon allein für sich Stoff zu einem oder gar mehreren Vorträgen geben könnten; so wollen wir Loch weulgslcus aus jedem Einzelnen das Wichtigste und Lehrreichste hervorbebcn. I. Der Tod ist das erste Ereigniss, das uns zu einigem Nachdenken anffordcrt. Ein trauriges, wehmütbiges Gefühl muss uns beschleichen, wenn nur uns daran erinnern, eine unangenehme schmerzliche Empfindung muß sich unserer dabei bemeistern und uuwillkürilch müssen wir in den Ausruf des königlichen Sängers rinstimmcn: ..v-6!- iio 76". Wahrlich, eitel ist der Mensch, nichtig und vergänglich find seine Entwürfe. Erhaben und mächtig erscheint er im Beginne, ohnmächtig und kraftlos im Ausführen, kübn und berechnend im Entwerten, schwach und gebrechlich im Vollenden, „v!-, Är" und mag er noch so hochgestellt sein, und über seinen Mitmenschen bervorragen, wvTÄ w wn sobald sein Lcbensgcist ihn verläßt, kehrt er in sein voriges Nichts zurück, au jenem Tageist's aus Mit seinem Entwürfen, er wird wieder Staub aus dem er geschaffen, ,,7vn >2 awv vLs vr,6." Staub bist du, und zum Staube kehrst du wieder zurück wird ihm früher oder später zugerufen. Auch unser göttlicher Lehrer dieser unvergleichliche Prophet, vo-.n de«l es heissu „vvm 6>n vp 6!," es ist noch kein solcher Prophet tu Israel aufgestanden, wie Moscheh, auch er, sageich, musste diese bittere Wahrheit tiefempfinden, auch er mußte Ler Nainr ihren Tribut zollen, und in die ihmcntgegeugcstrecklcn kalten Arme des Todes stürzen. Er, der schön-jn der frühesten Jugend.-ein unerschrockener. Vertbeidiger des.Rechtes, ein muthiger Beschützer der Unterdrückten, und ein heldeumütbiger Netter der Unschuld war, der ohne Furcht und ohne Scheu, im vollen Bewußtsein seiner erhabenen Sendung als Befreier und Erretter eines ganzes Volkes anfzutrelen, sich vor Königen und Fürsten lnnstclltc, '-üb 2L7" ha aio» >ar!," der Königen sich nngescheut esttgegenstellte; sage ich, den dunklen Mächten des Todes konnte er dennoch nlcht widerstehen! Noch mehr! dieser göttliche Mann, der! mit Gott von Angesicht zu Angesicht gesprochen ..v'2:!6 '7 '2^7' wie noch keiner vor ihm und keiner nach ihm, der zweimal 4t) Tage und 40 Nächte laug i» der unmittelbaren Nähe Gottes zubrachte» und, indem er keine leibliche Nahrung zu sich nahm, die menschliche Hülle fast von sich abstreifte, und gleichsam als ein Wesen höherer Natur und als ein verklärter Geist ans der Hund Gottes die heilige Religion empfangen, auch er war nur ein Mensch, und musste als solcher dem Gesetze der Natur sich unterwerfen. Auch der Midrasch macht schon diese Bemerkung, und legt sie sogar den Engeln m den Mund, v"ap7> >)v! v'o nv6 heisst es daselbst: Die Engel sprachen vor Gott, gelobt sei er, s::» §"527 wmrHs vvMv!: c-ev? 0, Herr der Welt, haben doch Moscheh und Aron der Begründung und Auftechthaltung der heiligen Religion ibr ganzes Leben geopfert, warum müssen also auch sie der körperlichen Auflösung anheimfallen, und dem unbarmherzigen Schwerte desTodcs erliegen? p'-i-Tvo .-7po v?! und der weise Weltcnrichter gab ihnen zur Antwort: das Naturgesetz kennt keine Ausnahme, es gilt sowol für den Frommen als für den Schlechten, für Len Gerechten als für den Bösewicht, für den Göttösfürchtigen als für Len Gottlosen, alle müssen ohne Unterschied diesem Gesetze sich fügen und unterwerfen. Die Engel gaben sich mit dieser Antwort! die von der Uupartheilichkeit des göttlichen Schöpfers Zeugniß ablegt, zufrieden; auch wir wollen und müssen es fein, und nicht wundern soll es uns mehr, dass auch Moscheh -endlich den Schauplatz dieser Welt verlassen musste. Was uns jedoch immerhin auffallend erscheinen muß, ist der Umstand, daß er nicht einmal einen Aufschub erlangen, daß es ihm nicht einmal vergönnt war, sein Lebensziel zw verlängern, um einen kurzen Zeitraum hinaiiSzuschiebrn, um sein begonnenes Werk vollenden zu können. Moscheh, der vierzig Jahre lang daS Volk Israel tn der Wüste hermngefübrt und geleitet hat, so viele Beschwerlichkeiten und Mühseligkeiten mit ihm hatte, so viele Plagen und Mühen erdulden mußte; als er sich schon dem.Ziele nahe glaubte, und seinem herrlichen Werke die Krone aufsetzen zu können wähnte, da hieß es unerbittlich: „-»mn lHi övn rn 7»"

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