Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 25 (22.6.1850)
- Date
- 1850-06-22
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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I M sieMch dft prächtigsten. und blumenreich stell RcbeüS- ML'ÄWr?' Ordnung perkängt der denkende M^fch Mnep Und Mtall- und an W werde dciS Kkrjd 'von früher Lugend an fchon'gewöhnt durch Beispiel und Anleitung. Gesellschaftliche Verbindungen lSsell sich ans obne sie, und besonders "ist sie unentbehrlich in jeder Schule. Die Schule fördert und bewirkt sie zugleich, weil Alles nach einer Regel geschieht, das' Geben und Kommen, das Reden und Schweigen," Arbeiten und Ruhen; in der Schule werden Vorschriften gegeben und Gesetze aufgestellt zur Befolgung. Ebenso halten verständige Eltern auf die Befolgung der Hausordnung/ welche bestimmt, wie Arbeis und Geber, Schlafen und Wachen, Spiel und ernsthafte Beschäftigung wechseln. So gewohnt sich das Kind an feste Regel und achtet auf die rechte Zeit wie auf den rechten Ort. Dadurch aber wird offenbar die Kraft des Willens gestärkt. Und viele Fehler, welche aus Unsicherheit, aus Uebereilung oder Leichtsinn entstehen, können nicht Vorkommen. Wer an Ordnung gewöhnt ist und das Rechte, Wahre und Gute erkennt, weicht nicht leicht ab von dem Wege der Tugend; denn diese Abweichung, das Verlassen der Regel ist eben der Fehltritt, die Vergehung, die Sünde. Wünschen wir Mo, unsere Kinder vor Sünde und Lastern zn schützen, so müssen wir es auch als unsere Pflicht anerkennen daß wir sie zur Ordnung führen und 2) zum Maßhalten in allen Stücken. Wie unerläßlich dies fei, geht schon daraus hervor, daß man es zu allen Zeiten als' Grundsatz anfstellte. Schon die Weisen des Alterthums sagten: es giebd gewisse Gränzen, die man beobachtete muß und übev Welche man nicht hinausgehen darf, und in der neuesten Zeit ist Die Milte die Richtschnur dev Staatsverwaltung gepriesen. Es erfordert auch kein langeSMachdenken, um einznfehendaß man in seinem ganzen Verhalten' das Zuviel und Zuwenig vermeiden müsse. Wer z. B. seine Wirtsämkeit zu hoch schätzt, wer sich zü viel Verdienst beileM verfällt i» den Hehler des Stolzes f n>rv sich z» wenigachtet^ wer ein schwaches SrlbstgejAyl hatvermag seine Würde nicht zu behaupten. Der uns vvnGottverliehenen Menschenwürde sollen wir abet stets eingedenk seist, und Kinder sollen dahrn geleitet werden, daß sie die Menschen würde aks ihr höchstes Kleinod betrachten Mid schützen. Sie sollen sittlich Mt hLllvelw MMw UM M PflichtllllvsAUderb llachsttzöll/' TÄbkili ist ched W klld! die Hllüptsacho- Und Wkb Röchlll NWM^sügM. Des -Menschen Willen mÄchk ihnPdßMUd kleill/ ist fein HiMMdl-- reich und seine HöM WtzUtt MöHäüch Me EWt Unausgeführt tzleibk/' sftistUM DU ch aiizurechnen, wenn'wir-sie alls 'fteieM Entschlüsse-gewollt haben. Gott fiehtt dasHerz LU Ulld tMtet nicht bloß nach dem, waS wir thüll HdevUntMassen^ sonderst auch Nach Dem, was wir wollest. Wer erkennt nicht sogleich die Nothwendigkeitbei Der KmderMziehung- VLrLuf zu sehen, daß Dev Wille E gehörige Richtung und Starke eühLlto? Ihm vas ^Ziel, Das Rechte und Gute-zeigen und Hessen Liebenswürdigkeit recht anschaulich machenist nöthig aber nicht hinreichend: Es müssen auch Uebungen darin angestellt und Fertigkeiten erlangt werden. Speise und Trank sollen, wenn Mein Beispiel Lus der Alltagswelk nehmen darf,-Unsern Leib erhalten, ergnicken und stärken'; aberchas-mit dem Genüsse verbundene Wohlbehagen machk'die Tugend der Mäßigkeit zuweilen schwer. -Wird diese nun auch auf das höchste gepriesen, erkennt Man sie als höchst liebenswürdig, man wird sie doch nicht auszunben vermögen, wenn man sich nicht in früher Jugend daran gewo hn t ha t. Ist dagegen Der Knabe/ 8Ls Mädchen so glücklich, schon in der Kindheit nichtchber Das Bedürfniß gefüttert zu werden, reizt Man das Kind nicht zu unnatürlicher Heberfüllung und zum Mißbrauche der Nahrungsmittelso wird die Mäßigkeit eine feste Gewohnheitt die den Menschen das ganze Leben hindurchbegleitet. Ebenso würde Der-Hang zum Spiele, zur Erholung, zum Vergnügen kein Elend herbeiführen, weUM Jedermann in der Kind beit und Jugend gelernt hä-kte/erst Pr arbeiten und dann zn ruhen, in einer nützlichen Thätigkeit Freude za fitchest ÜNd seme'Ergötznstgest zu beschrLnkeN.- Thvrheiten UND Sünden würden es weniger' geben, wenndie Gewohüheit besonnest zu' hst ndeku/ znr anderen Ratür geworbenulld dör Leichtsinnfrühunterdrückt wLr^^ Me Tüsielld würde leickft'werdest, wenn Die Nvigüngen -und Begierdendie Wünsche des Herzens, nichtdio Vernunft blenDetcn üstdsdie Willenskraft - läKMten. - Hochwichtig ist eS Lei der Erziehnug Der Kinder, daß Man sie an das Maß- Hallen gewöhnedamit der Wille erstarke «nd im Gütest -fesibleibe; DieS istumnögkich ohne Stand-