Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 22 (31.5.1850)
- Date
- 1850-05-31
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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So finden Wir diese Worte in fast alle» Uebersetzungen und Bibeln, vergleichen wir aber den Urtext, so muß die Uebersetzung wortgetreu vielmehr so heißen: „Wie schön und wiv iehkich ist'L das Wohnen, daS Brüder auch vereint." Nicht nur das Zusammenwohnen von Brüdern Aiehk den Maaßstab des Schönen und Lieblichen ab, sondern nur, wenn sie auch vereint, d. h. wenn sie hei allen Gelegenheiten, besoudern Veranlassungen und Vereinigungen auch da sich als Brüder erkennen, auch da vereint als solche Harmoniken, nicht aber der Eine oder der Ändere des Glaubens halber hinten an oder zurückgesetzt werde, sondern jeder gleichberechtigt mir seinem Bruder erscheint, das giebr Zeugniß des Schönen und des Lieblichen. Zn diesem Augenblick beseelt mich nur ein Wunsch, und zwar der, daß wie Sie, werthgeschahter Herr Bürgermeister, auf die Bahn der Humanität einher züschrirren, und überzeugt davon, daß Sie auch darauf fort wandeln, daß sie in allen Ihren Unternehmungen von den Sie umgebenden Rathen, ich meine von den geehrten Herrn Stadtrathsmitgliedern und dem Ausschüsse auch unterstützt werden mögen, dann erreichen wir unser Ziel. . Für sie selbst hege ich dann noch einen kleinen Wunsch, daß Gott, der Ullgürige in Ihnen sei. Sie in seinen Schutz nehme und Sie in allen Ihren Vorhaben und Handlungen geleite. Ihnen Kraft und Ausdauer verleihe, auf daß Sie daS neue übernommene Amt uach Ihrer Herzensgute und allbekannten Rechtlichkeit verwalten und diese Tugenden überall hin bekhäligen mögen, dazu helfe Gort, aufdaß sich an Ihnen daS Wort der heiligen Schrift bewähre: „So Gort das Haus nicht bauet, umsonst mühen, sich dessen Erbauer daran; so Gort die Stadt nicht schützet, umsonst wachet deren Hüter, deren Bürgermeister!" Also Gott mir Ihnen. Nun bitte ich Sie, meine geehrten Herren erheben und leeren Sie mit mir das GlaS auf das Wohl des Gefeierten dieses Tages, des Gefeierten dieses Abends! Unser würdiger Bürgermeister H. v. B. — lebe hoch, nochmals hoch und abermals hoch! — Von der Wiederbesehung der Rabbinatsstelle zu Kassel hörr man immer noch nichts, wir sagen Nabbinat, denn ei» Landr«bbtn-r dürste es so leicht nicht wieder geben, da das Land keinen Hrcheil andem Rabbiner in K. geben will, an<k nach der neuen Einrheilaüg des Landes ky »enn Bezirken, eS unpassend wäre. Lin jeder Bezirk wähl» sich, seinen Rabbiner wie er will. Zum vekfiossenen Wochenfest ward den Israeliten zu K. die Aussicht, Dt. Illovie, früher Rabbiner in Collin in Böhmen zu hören, indem er am dort angekommen sein soll' und zwar predigte er mit Beifall schon im vorigen Jahre dort. Wenn derselbe auch Nicht Rabbiner dorr würde, so wäre zu wünschen, daß er Oberlehrer im Seminar würde und diese Anstalt, die ihrem Verfall' und Untergang täglich näher entgegen geht, doch wieder erhalte wäre Und Lehrer und keine Leere daraus hervorgehe. Berlin, vom 26. Mai. Gestern fand in der großen Synagoge beim Morgengotkeödienst eine Dankseier für die Errettung Sr. Maj. des Königs starr. ES fanden sich dazu die jüdischen Stadtverordneten in Amtstracht und viele jüdische Soldaten ein. Für er« steren wurden besondere Sitze eingerichtet. Der Vorsänger trug ein zur Tagesfeier hebräisch verfaßtes Gebet vor. Hierauf wurde das nach neuer Komposition vom Vorsänger und Chor gesungen. Alsdann betrat Herr Dr. Sachs die Kanzel, schilderte das ruchlose Verbrechen, wie die wunderbare Errettung des Kömgs mit ergreifenden Worten, nahm dann aus dem Sadbatheabschuilte die Segenesprüche der Prtesteo zum Text der Rede, erklärte sie, und schloßindem er denselben Segen für Sr. Maj. den König und Ihre Majestät die Königin aussprach.-' Baiern. Nürnberg. Ein Erbstück aus dem reichtstädtischen Spießdürgerrhum ist gestern sä seta gelegt worden. Das Gemeindekollegium hat in seiner gestrige« Sitzung mit 20 gegen 10 Stimmen den jüdischen Kaufmann Kohn aus Markt Lrlbach in den Bürger, verband aufgenommen» ' M r s o e l l e. Der Sturm» (Beschluß.) Die Ruderkrümmer — sind Flutenschwimmer,— die Segel — Smrmvögel, — Mast und Ast — wie