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Der treue Zionswächter · 1850-05-31 · 22 (31.5.1850) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
22 (31.5.1850)
Date
1850-05-31
Page
– (sequence 5)
Language
German
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173 mittel« der Erbauung rechnen. Gebetist wie der erhabenste Ausdruck unsers Gemüthlebens, so -auch das kräftigste und. wirksamste Mittel, Den Menschen iw ftierlicher.Stimmungu zuÄerfttzen mndi über -daS gemeine Leben und Sem zu erheben. Gebet ist za die höchste Sprache des Menschen- und unmittelbare Richtung unserer Innerlichkeit au Gottden Höchsten. Gebete können. dämm für einen erbaulichen Unterricht vieles, leisten, jedoch nur bei. einer weisen Benutzung.: Eine mechanische Behandlung führt die Kinder leicht dahin, - Beten für. ein bloßes äußer- , Uches Werk zu halten. - > Beten und: Gebete sollendie Kinder freilich in der Schule lernen; soll aber das Gebet mit dem Inhalte der Katechisatidn iu Verbindung.stehen, so wird der Lehrer meistens das Gebet selber sprechen müssen. Sollte nicht auch der Lehrer im Allgemeinen eher als die Kinder in die rechte Stimmung des Betenden.sich versetze» und den rechten Gebetston der die Herzensseite der Mitbctenden znm Anklingen bringt, treffen können? Und gar das Gebet aus dem Herzen, das doch unleuiMr tiefer eindringt, muß doch wol dem.Lehrcr allem zugemuthet werden. Kinder sollen freilich auch lernen, mit ihren eigenen Worten zu beten, aber den wirklichen.Gebrauch sollten sie doch wol nicht machen vor ihren Mitschülern. - Gebete mit Kindern müssen, wenn sie nicht ge, schwächt und unwirksam werden sollen, kurz sein, denn eine zu > lange Spannung des Gemüths führt zur Abspannung. > Auch muß der Lehrer auf Abwechselung sinnen, und nicht bloß und immer beten-zur Einleitung auf die Neligionsstunve. ÄLenti die HerzcnSerhebung im Gebet als Resultat der Unterredung wie von selbst sich findet, 0/ dann ist es gleich einem sanften Frühlingsregender still auf die gestreute' Saat herabträuft und freudiges Wachsthum befördert. — Wenn das Heilige unnöthig an Ohr und Herz schlagt/ so wird etwas Gewöhnliches und verliert seinen Reiz, man muß darum auch Matiß zu halten wissen und nicht gar zu oft solche Schulgebets beten lassen) wenn man dadurch wirklich erbauen will. (Liturgischer Religionsunterricht.) (Schluß folgt.) Witzenhause». Vor einigen Wöchm fand hiers selbst zur Ehre der Einsetzung unsererneue» Bürgen Meisterein soleNneS Festmat statt, z« dem tirka ISO Theilnehmtt eingStäden waren. Rabbtner Ftänkrl und dessen würdiger Vater waren dieeinzigen geladenen Judendie dem Feste in der Thar auch beiwühnttn. Wahrend der Tafel brachte Rabbiner Dr- Frünkel ein allgemein freudig aufgenommenen Toast aus, den wir, wegen der Tendenz der von demselben solchen zu Gründe gelegt, unfern Lesern nicht vorenkhatken «ollen : Hochzuverehrender Herr Bürgermeister! und meine übrigen werkhen Herren! Verargen Sie es »pir nickt, wenn ich mir erlaube, da« Wort zu nehmen und zu sagen, daß ich stolz darauf bin, einen Platz unter dieser verehrten Gesellschaft emzunehmen; verargen Die rmir nick», wenn ich es.ausspreche, daß ich mir inniger Freude dem Rufe und der freundlichen Einladung eines so deedern Ehrenmannes gefolgt bin. Und wenn ich auch nur zwei meiner Glaubensgenossen unter, diesen zahlreich Vere sammelten hier sehc, so gewährk^mir chteS dennoch eine große Genttgthnung, denn es kömmt mir. nicht auf daS wieviel an, es ist mir nickt um oaS Persönliche, als vielmehr um das Prinzip, zu rhuu! und Sie sind es, geehrter Herr Bürgermeister der die bis sehr bestandene schroffe Wand niedcrgeriffeu, und gleich, nach ihrem Amrsanrrirr mit der ersten Handlung auf eine so humane Weise die Bahn gebrochen und eine so schöne u.us willkommene eröffnet Habens Wol kühn darf ich es behanpren, so. lange unsere gelirdre und uns alle» rkeucre Vaterstadt Wrtzcnhausen sieht,- ist noch keinem meiner Glaubensgenossen die Ehre zu Theil gewordenbei einem sollen Fest- .und..M.en^nahlr..,zuaeLen. sein zu dilrfcn Es ist hier, nickt der Ö^r und ich bin weit davon entfernt, es unrersucherr zu wollen auf welcher Seite die Schuld oder Unschuld ist/ genug, 2bre erste Handliing bekundet eine von Allen anzuerkennenbe Humanitär, Ihnen waren, sicher die .Worte des großen Königs David eingedenk, die er im 133. Psalm also ausspricht: „Wie schön und wie lieblich ist'-, wenn Drüber zusammen wohnen." .

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