Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 22 (31.5.1850)
- Date
- 1850-05-31
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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derjenige Andere belehren kann, der selber im Besitz der Erkenntniß ist,, so geht auch Nur dasjenige zum Herzen- : was 'vom' Herzen kommn Erkünstelte Wärme- Wortmacherei und Mono Phrasen täuschen nuch^ das kindliche Geinüth-- nicht auf die Dauer, und Kinder - fühlen es bald/ - wo; der Mund - nur spricht ohne Antheil des Zahlenden Herzens und wo chas Wort im Herzen: geboren ist! Und daun ist auch eine geheime/ wunderbar nrächtige Verbindung zwischen dem Leben uadi - der Lehre, Laß nur dann es uns gelingenkan«- > segensreich: auf Herz - nad Loben der Jugend zuwirken- - wenn das Leben mit der Lehre übereinstimmk Was nun die. Einrichtung der Katechisation betrifft, damit das erbauliche Element nicht zurückgesetzt, senden richtig hervorgehvben werdeso wollen wir fünf Stücke berücksichtigen. Diese - sind r M Der S to ff der U nte r redung. Vorstellunge», die wir in - den Kinder» erwecken, Gedanken, worauf wir sie führen, sind, wenn auch nicht das alleinige, so doch das Hauptmcdiumdurch welches wir Vas Herz bewegen, und ob ne Klarheit der Gedanken uud feste Ueberzeugung giebt es wenigstens kein nachhaltiges Fühlen und festes Wollendarum kann nur das erbaulich werden, was die kindliche Fassungskraft nicht übersteigt und dem kindlichen Interesse und Lebenskreise nicht zu fern liegt. Darnach ist also die Wahl der Materien zu machen. Wer kirchliche Terminologien dogmatische Subttlitäten und unverständlichen Wust in den Kopf derjenigen zu treiben sucht, die da lernen sollen die Lehre vom Anfänge des: jüdischen Lebensder mag eS wok dahin bringendaß Kinder in Ettelkeit und unkindlich gelehrt über gelehrte Sachen antworten; sio werden aber selber doch nicht recht wissen, ^was ist/ und ihr Herz wird nicht davon gerührr^verdM - Die Erläuterungsmaterien- Beispiele- Gleichnisse, Erzählungen- Schilderungen sind auch dem kindlichen Standpunkte rund ihrer Empfindungs- Weise genau anzupassen. Trifft mau hier das Rechte, so wird man solches ergreift«. Ein treffendes Beispiel, eine gemüthliche Erzählung macht unverkennbar liefen Eindruck und führt die Wahrheit tief ins Herz. Dann kommt sehr viel auch an auf eine geschickte Auswahl des Anwendungsstvffes. Je mehr er in das - Lebetti dep Kindereingreift und Ms dem Leben gegriffen^ ist,- je treffender er die Bedürfnisse des: kindlichen Hechens berücksichtiget undje spe« cieller er ist, desto ansprechender-, desty wirksamer wird her. Unterricht p^rden. ^ine, weift Benutzung von Kasualien istdaher dem Lehrer sehr anzurathen. . Asse Sachen, aber, die in der Katechisatiqn benutzt .werden,. Licht und Leben inh. Gespräch zu bringen, müßett.edel und würdevoll sem. Duch muß mau.dabei auf Abwechselung uttdMallttLgßaltigkelt Bedacht uehmen. Kehren immer< dieselben Beispiele, dieselben Amvsndungs-, ErmahnnugsuuyErmunternngsgrdanken wieder, so geht das Intcresse der Schüler. verloren und/ an eine Belebung des .Gefühls ist dann gewiß nicht zu denke«. 2) Die Behänd Lungs weise des! / ' S t v ffe s. Regelloses Hin- und Herirren auf, dem ausgesteckten Felde kan» weder zu deutlicher Einsicht führen, noch dem Herzey wohl, und genug thuy. Ein fester natürlicher Gang muß durch das Ganze führen, und alle einzelnen Theile der Unterredung müssen ein wohlverbündenes Ganzes bilden. Wenn in der Mannigfaltigkeit nicht wieder die Einheit waltet, so gehr der Totaleindntck des Ganzen verloren und die Unterredung bleibt ohne Frucht. Es kann darum vordem ins Aengsiliche gehende Zerspalten und Au Men der Begriffe, vor dem AuStreten auf Nebenwege, wo man gar. auf das Ana« lisiren von Nebensachen sich einläßt und vor aller Breite das Ende nicht finden kan», nicht genug gewarnt werden. Man vergesse es nie, das Der» einzelte und Abgetrennte, was man der Schwäche unseres Verstandes halber einer besonderen Betracht tung unterzog, und alle einzelnen Theile^ nachdem man fie'rinzeln in das rechte Licht gesetzt hat, wieder zu einem Ganzen zu verbinden und dann durch eine größere- Veranschaulichezu beleben. Die vereinigten Strahlen des Lichtesgeben erst Wärme und Leben. Ueberhaupr sind es ja nicht die abstrakten und allgemeinen Begriffe, die das Herz nähren und den Mille« begeistern, sondern das Lebendige, das Anschauliche ist's, von dem wir solche Wirkungen zu erwarten haben. Weitläufige Begriffsdoduktionen wodurch natürlich der erbauliche Vortrag leidet, nimmt man mit Vortheil, wenn sie nicht zu umgehen sind, in