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Der treue Zionswächter · 1850-05-31 · 22 (31.5.1850) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
22 (31.5.1850)
Date
1850-05-31
Page
– (sequence 2)
Language
German
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170 tausendfach vergolten, was Großes und Edles er vollbracht, und wofür Belohnung -auf Erpen ihm nimmer geworden; und noch für eine Ewigkeit fort, trägt ihm der Tugendstab seines Lebens, Segen zum Lohn. Daher m. Th., wenn Ihre Herzlichkeit verkannt, wenn Undank der Lohn Ihres Wohlwollens, wenn Verachtung der Lohn Ihxes Edelmuths wird, lassen Sie nicht in Menschenhaß Ihr Herz erstarren, sondern suchen Sie bei Gott Schutz, Hülfe und Lohn.- Nicht Menschendank, sondern des Herr» Beifall sei der Sporn der Sie zum Guten unablässig antreibt. Nicht Vergeltung von Staubwesen wie Sie, fordern und erwarte» Sie für Ihre Theilnahme, für ihre Wohlthätigkeit, sondern, aus der ewig frisch sprudelnden Segensquelle schöpfen sie Ihren Lohn, Ihr Glück, Ihr Heil. Die selbstsüchtigen Pfeile der Wollust, die tödtenden Pfeile des Menschcnhasses, die giftigen Pfeile -der Verläumdung, werfen Sie diese, wie Jonathan weit, weit von sich, damit Sie, ohne zu erröthen, Blicke in Ihr Herz werfen, und in erhebender Selbstzufriedenheit mit'dem großen Königssohne zum Herzen sprechen können — -piv v'bin wahrlich, diese verderblichen Pfeile liegen weit von dir ab. Aber am Herzen des Bruders schlage liebend und warm Ihr theilnehmendes Herz, wie in liehenver Äbschiedsumarmung das Herz dös großen Kömgssohnes am Herzen des Freundes schlug; und so wie die Frühlingssonne die Kälte verscheucht, und bald herrliche Blumen und Blüthen hervorzaubert, denen liebliche Gerüche, süße Früchte folgen, so möge auch die Sonne göttlicher Ällliebe, jede Kälte aus Ihrem Herzen verscheuchen; sie möge die schönen Tugendblumen der Bruderliebe und der Wohlthätigkeir, die herrlichen Blüthen des Edelsinnes darin hervorzaübern. und gewiß, auch diesen Blüthen und Blumen folgt der liebliche Duft, her Ihren Namen noch umschwebt, wenn langst Ichon im Reiche der Seligen Sie wandeln; auch diesen Blüthen folgen die.süßen Früchte himmlischen Lohns, von welchen Sie und Ihre Nachkommen im Leben hier zehre», und die Ihnen einst zum ewigen Genüsse in Edenß seligen Gefilden in Herrlichkeit prangen — A men. Wie hat -er Lehrer seine Katechisatiyn rinzurLchtett, -aß sie nicht siur -ele-r^tt-, son-er« auch er-arrtzch wer-e? Wir alle, meine lieben Kollegen und Freunde, wissen es sehr wol, daß unser Beruf, insofern wir Lehrer sind, uns die' Aufgabe stellt, der Jugend-Le Lehren der Religion nicht blos zum Verdächtniß und ins Gedächtnis zu bringen, sonderndaß wir auch ibr Herz erwärmen rmd chegristern und ihr Leben durch Religion lveiser und heiliger und so mittelst der Religion: den ganzen Menschen bilden sollen. Erkenntniß von Relkgionslehrern hat wenig Werth, kann unter Umständen sogar schädlich werden, wenn sie nicht zum Fundamente wird, auf welchem ein heiliger Sinn und ein heiliger Wandel als ein schöner Bau sich erhebt. WirHÄbendeswegen bei unfern Religionsvorträgen nicht bloß den Verstand, sondern auch das Herz, und zwar beide gleichmäßig in Anspruch zu nehmen, darum stets den doppelten Zweck im Auge zu halten, die Kinder zur klare» Einsicht und festen Überzeugung zu führen und im kindlichen Gemüthe die edler» Gefühle des menschlichen Herzens zu erwecken und zu nähren, und den Willen der Kinder, durch die erkannte Wahrheit und das geweckte,Gefühl für das Gute fest zu bestimmen, daß^ die Rellgion bei ihnen Sache des Lebens und das Leben Sache der Religion werde. Eine- Unterweisung inder-Religion, die sich einseitig an den Verstand blos wendet und das Gefühl nicht anspricht, trocknet das lebensvolle Gemüth aus, führt zur Verreüküüg dös jugendlichen Geistes, bleibt kalt und tobt und wird irn Leben ttie lebendig; denn das Gefühlsvermögen verbreitet auch wiederum seine Wirkung über den ganzen Menschen. Den . Punkt sollen wix als» lxeffen und es ist darum eine Frage von hoher Wichsigkeir für uns: Wie finden wir mit unfern Vorträgen den Weg zum Innersten des Menschen, zum kindliche» Herzen? und wie haben wir nuftreMawchksattoncN^nzürichte», daß sie »icht nur belehren, sondern auch erbaultch werden? Darauf zuvörderst die Bewerbung: Durch Fleiß an der Katechisatron allein kommen wir freilich »immer zum Ziele; die PersönkiWeit u. daS Lehen des Lehrers sind auch wichtige Momente -er Erbauung und können einem orhauliche» Unterrichte eben so hinderlich als. förderlich werde». Wie Mr

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