Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 20 (16.5.1850)
- Date
- 1850-05-16
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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rM AHM verömdet/ üW für Winett^gäML'Mist- - d-r. doch unendlich mehr als dein Leib ist, fällten 613 Gebötenachdem auch diese Summe nöch durch- Abzug der sih-r mbv bedeutend verringert wirdzu viel fein? Liegt eine herrische linkische Absicht Gottes darin, oder nicht vielmehr die väterlichsteschonendste, daß er, wie in der Nat.ur kein BeVürfuiß-zu gering geachtet um-es nach einem bestimmten. Gesetze und einer festen Regel zu leiten, auch in beit hötwr» -Angelegenheiten des Lebens an Anweisungen eS nicht fehlen läßt, die uns in jedem Verhältnisse den rechten/ zum Heile führenden Weg zeigen. DuZweißt nicht, wie' solche scheinbare Geringfügigkeiten Mit deni iNnern Leben der Seele zusammenhanM? Und weißt ^du die besetze der untern Natur besser zuerkeNnenist alle deine Erklärung mehrals ein Spiel' mit bloßen Worten und Namen, ohne daß das innere der Kräfte selbst uüd-ihr Zusammenhang Mit den aus ihnen hervörgihenden Kräften dargelegt und erschlossen wird; was berechtigt dich also in cincr Sache, wie die Religion, die ihrer Natur nach schon geheimnißvoller Art ist, mehr Licht und Aufklärung zu verlangen, als Ln dem dir räglich. auf der Erde Erscheinenden? - Redner ' breitet^ sich hier mehr a ns-- und. deutet r hiermit 'die - dunkle Stelle (Spr. Sal. 30, 1-6.^ ' ' Endlich wird noch ein drittes Princip, gleichfalls eine Folgeder'frühernMfZestellt,daß/nämlich/ wie die Natur sei den - don 'ihr vorgeschrrebenen Lebeusfünktlonen, Harmonie luM- Gk^ichmaaß im Kreise der Kräfte - beobüchtet Ueberfchreitung dieser Linie ist Krankheit ^-ebenso chat d/ Thoradie Aufgabe, sin Gesetz des Gleichmaaßes und der Harmonie Mischen Heel'/M das wedN'Wf^rm^Bo^M' d^^ör^ers, - noch auf deM des Geistes ganz stehet, sondern auf einem haarfeinen Mittelpunkt 'Mifchdn Geist und Körper, beider Interessen, Heil und. Nutzen gegen einander ab wiegend, so daß der Seele, als Hauptwesen Genüge gelelstet wird durch Beschränkung der Genüsse, wo es. nothig ist,-dem Körper als nothwendigen Gehülfenaber auch da.s Seinige nicht entzogen wird. Redner deutet damit die.Talmudstelle (Sukka 53 a) wo von Rabban-Simon ben Gamliel wirddaß er beim Feste des Wasserschöpseus nicht acht brennende Fackeln in die Höhe warf und auf ferner. Hand bälancr'ren ließ: Diesmeint Red uer sei kein bloßes Kunststück, sondern ein tieferi Wink für das Wesen der Thora gewesen, die gleichfalls die flammenden Fackeln der Seelsnuns Körperkräfte in die Höhe wirft, und sie gleichsam balanciren läßt auf ihren göttlichen Fingerspitzen, daß kein, Fackel gelöscht zur Erde fällt. Redner spricht sich noch über den Aufschluß, den alle drei obigen Principien zusammengenommen, über das ganze 'Thorasystem gebenaus, zeigr dann, wie passend'bas Organ, das Prophetenthum und der Träger, Israel zur Thora gewählt worden, und schließt diesen Thcil mit folgenden Worten.- Ich weiß, die Jetztzeit spricht mir in diesem zweiten Glaubenssätzemoch heftiger als im ersten, entgegen, sie stopft sich die Ohren zu/ jene Principien;ü vernehmen mag sie nicht hiken, scheltet sie vielleicht sinnlos, oder' gar spitzfindig, aber das kümmert mich weniger, ich wollte ja nur sagen, wozu sich das Judenthum bekennt, welches sein Glaubensfystem über das geoffenbarte Gebot ist, wie es in der That eriftirt, nicht, wieeS diesem und jenem beliebt, und so stehen wir getrost, unfern Trost in folgender Allegorie des Talmuds (Baba Bäthra 74 a und b) findet: Einmal fei nämlich ein Rabbi zu Schiffe gefahren. Da blickte er durch die klare spiegelnde Fluth und sah unten auf dem Meeresboden ein Kästchen voll blitzender Diamanten stehen, ein geschickter Schwimmer ließ sich hinab, den Schatz Hera ufz uh ölen, die um das Kästlein gelagerten Seeungeheure jedoch ließen ibn nicht hinzn, da erschallte eine Stimme rufend: was wolltet ihr von diesem Kästlein, das bketbt verwahrt einer frommen Spinnerin, welche den für die Seligen gewonnenen blauen Zizitfaden, darin hin eingelegt. Das' Kästchen voll blitzender Diamanten auf dem Meeresgrund, ist der tief im Meere der Weisheit versunken und verborgen liegende Schatz des Wahren und Guten, Schwimmer lassen sich hinab, den Schatz zu Holen, Forscher und Denker haben es an Mühe nicht fehlen lassen, das Wahre aufzusuchen, die um den Kästlein gelagerten Ungeheuer der Jrrthümer und Hindernisse trieben immer und immer die Schwimmer zurück, daß sie den Schatz nicht erlangten — da erschallt eine Stimme von oben: das Schätzlein bleibt verwahrt der frommen Spinnerin der Thora Judas, die den Fäden der Liebe Verbindung spinnt für die Seligen, Frommen,