Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 16 (19.4.1850)
- Date
- 1850-04-19
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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124 -.Pächter vieler Güter Anderer zu sein. (Wd. WajikZ.) .--ft- '-ft' Wer seinen Svh« fein Mewerhö erlernen läßt, ist, als lehre er ihm das Räuberhandwerk. Thue ihnen kund den Weg, den sie. wandeln, und das Werk das sie üben sollen (Erod, 18, 20), d. h, daß sie ein Handwerk erkennen sollen, um sich zu ernähren. (Bab. Mez. 30, b.) Liebe die Arbeit und hasse die Dornehmthuerei. (Aboth 1, 10.) Schätzbar ist die Arbeit, denn sie ehret und crnährct ihren Mann. (Ned. 49, b.) Von feiner Hände Fleiß sich ernähren, steht der Gottesfurcht oben an. (Berach. 8, a.) Rabbi Sohescheth trug schwere Lasten und sagte: Liese Arbeit ist eine treffliche, sie erwärmt und kräftigt zugleich den Körper. (Git. 67, b.) ' Ein Sprichwort sagt: sieben Jahre dauerte die Hungersnoth, und doch betrat sie nicht' die Thüre des fleißigen Handwerkers (dfth. keine Armüth bei Thärigkeit). (Sanh. 28, a.) Diesen Lehren-; entsprechend waren auch viele, mitunter die hervorragendsten unserer Tatmudisten, Handwerker, und neben ihrem Thorastudium trieben sie. ihre Profession mit solchem Fleiße, daß sie gewöhnlich nur nach dieser genannt wurden. ÄLie z. B. Rabbi Jizchak der Schmied; Rabbi Jochonon der Schumacher, der Sandalenverfertigter; Rabbi Joseph der Zimmermann; Rab. Simon. der Weber u. ft w. — . Ja. noch mehr; in Jioth 1, 5. wird erzählt, daß.zwei Weber aus dem unansehnlichsten Stadtthteile zu Jerusalem in einer religiösen Streitfrage in Widerspruch mit Len größten Lehrern in Israel sich auösprächen, und die Synode Len Ausspruch der Weber ass zu Recht bestehend erkannte. Solchen Wahrheiten gegenüberes dennoch -wagen, die Gesammtheit, der Juden als arbeitsscheu und Lies durch den Geist ihrer mosaischen und talmudischen Satzungen, sowie iyFosgeder Mißachtung, worin der Ackerbau und das Gewerksleben-.gestanden -haben soll, ^unverdächtigen- Miefes eim Herr Abgeordneter gethan, wäre in der Thal, mit. dein gelindesten Ausdruck bezeichnet, unbegreiflich: wenn uns nicht die. Art und Weise, wie jener Herr Abgeordnete diese vorgefaßte Meinung zu begründen sucht,, die Ueberzeuguug aufdringen würde, daß ihm die talmudjsche i Literatur, wie schön ngesagt, nicht viel Mehp glsi Me Mra invo^MWn M ft - , Doch,-eS wurde noch eine andere, das Mische Bürgerleben tieft in Schatten stellende, schwerv.erletzende: Verdächtigunggegen das Jndenthum vorgebracht.; es MürheMämttchMre- - Anhänglichkeit an Staat und ihre Bürgertreue. / in Zweifel gezogen. . -.-u.^ (Beschpch folgt.) Die Drthodoxen im Kampfe gegen / Von' A. , , (Beschluß) Allein unsere theuern, treuen Genossen, die noch schuldlosen Herzens und unentweihten, religiösen Sinnes am heiligen Glauben der Väter hangen und aus allen Kräfte« dem Herrn dienenwie sein uns geoffenbarter heilig«: Wille es; von uns fordert, Liese unsere lieben Brüder und Schwestern auf diesem Lebenspfade zu erhalten, sie vor Verlockungen und Fehltritten zu bewahren, ist unsere Pflicht, und in der Bürgschaft für sie finden wir die Aufforderung zum Kampfe gegen dis Angriffe, welche von Len Reformern gegen uns unsiürmen. Alles Unheilaller Abfall wird in ihrem Herzen geschmiedet. Diese, des' Gesetzes in seiner wahren Deutung unkundig, sind rt ün gegen jeden o^p gegen Alle, die nicht wie. sie. zuk Klasse der?vv-; gehören, von Unbändigen Haffeerfüllt. Oovft Talm. Pesach. 46, a:: p' pb« -ov-.»MMritziw -röb Die Orthodoren, denen die reiigiösen ^Pflichtenüber alles heilig gelten.die zugleich auch die -Nächstenliebe als Mm Lw Ä2 erklärenhätten sicherlich nie eine Fehde i» Wort und Schrift begonnen, würde es sich um -bloße! Beeinträchtigung des Vortheils, der Ehre und des persönlichen Vorzugs handeln. Paß sie sich aber lebhaft für die helligen Jnteressen bekümmertt^Laß sie Las Ansehen der heiligen Lehre, ihrer-Weisend und Lehrer zu schützen bemnhb sind-- u«D de« Eingriffe« der Penen Schranken zu setzen', denselben mrtthig etttgegentreteu^ wird billigmicht bals Kampfsuchtnicht als anmaßende Einmisch,ung in dLeBrstrebun-- gen des vorgeblichen FtzrlschritteL erklärt^ sondern durch ihre heilige Absicht die Beschützung Les^ väterlichen Glaubens und der Gläubigen gerechtfertigt