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Der treue Zionswächter · 1850-03-27 · 13 (27.3.1850) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
13 (27.3.1850)
Date
1850-03-27
Page
– (sequence 4)
Language
German
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attch Wuneri Lrm:dstsgM^ttteü KüMnissen, von hoher und wissenschaftlicher Büdung,Männer,die ausLehrstühlen und Kanzeln sitzew-unL^alsv aüf die Vvlksbi!dnngNNdErziedungammelstea?ttnwirken,: wenn man, säge ich-ufolche! Männer - sm^Gemebe; der Dorurtheileso -tief verstrickt Peht, daß kein Strahl von Humanität und iMgemoiner Menschenliebe das dunkleWLrrfal,worLn sie verfangen, zu lichten vermag. Denn alsdann bleibt das Vörurrheil, daß durch solche Männer einen Schein von Autorität gewinnt, nicht der Einzrlmn haften«, sondern es verbreitet sich weiterdrrngt iü das Leben deS Volkes rin, und wird da zu einer verheerenden und ansteckenden geistigen Krankheit, deren verderbliche Wirkung sich in allen LebensVerhältnissen äußert. Wahrlich! es ist etwas Himmlisches, Gottähnliches um die-Wissenschaft! Doch wehe! wenn sie nicht mit einem Hellen, wahrheitsliebenden Sinnemit einem guten und menschenfreundlichen Herzen gepaart ist! Sie gleichet alsdann einem brennenden Lichte in der Hand eines Thoren, anstatt eine Fackel zu sein Andern vorzuleuchten. Doch, leider! gerade das ist Israel größter Unstern, Israels, des seit vielen Jahrhunderten vielgeprüften und so schwer bedrängten, Israels, des stets von dem unversöhnlichsten Hasse so grausam verfolgten, daß es gerade solche äußerlich höher Stehende immer Luden Reihen seiner unablässigsten und schonungslosesten Verfolger erblickte. Wer möchte nicht billig staunenwenn er sieht, daß, sogar nur zu oft, gerade die Diener der christlichen Kirche, die sich die Verkündiger der Religion der Liebe nennen, wenn er wahrnimmt, daß eben diese es sind, bei denen die Liebe zu ihren Mitmenschen am wenigsten Eingang findet, die sich mir aller Macht gegen die- Erfüllung der Gebote der Humanität sträuben, und welche wir leider! auch hier, unter de» Vorkämpferngegen die Emaneipation erblicken müssen. Wir; unserer S.eits aber vermögest für diese traurigen Feindseligkeiten-, womit man dem Geiste einer edlen fortgeschritteuen Zeit, zyr Schmach für sich selbst, wenn auch fruchtlos antgegentritt, keinen andern Grund aufzufindenals den der Beschränktheit oder der Selbstsucht. Mast glaubt, die * bürgerlichen Verhältnisse oder das äußere Ansehen des kleinen Kreises, worin man sich bewegt-, könnte zu Schaden kommen, und man bietet daher Asses auf, ja betäubt oft selbst die Regungen seines eigenen Bewisstns- ' nur chcchvMaßtt nnv gefurch tete ' Sch reckbild, die JndsneM ancipati ott, gebannt zu sehen. - DEdurfte es fastnberfiüsfigDMdieses faktische Verhältniß und seineso »nheilvollen Folgen weiter zu entwickeln. Suchen wir vielmehr, indem wir die weiter dnrchgeführtr Ehrenrettung unserer Glaubensgenossen und die Vertretung ihrer Säche^ die zugleich Sache der Civilisation ist, andern hierin Stimmbefugten überlassen, unserm Hauptziele: der Vertheidigung des Judenthums gegen die von einigen Mitgliedern der hohen Kammer der Abgeordneten wider dasselbe erhobenen Beschuldigungen näher zu kommen. Um jedoch einem möglichen Mißverständnisse vorzubeugen, füge ich zum Ueberflusse noch einige erläuternde Worte hinzu. Daß ich es unterlasse, in eine specielle Widerlegung der gegen die Gesammtheit meiner Glaubensbrüder geschlenderten Anschuldigungen einzugehenhat nämlich nicht etwa seinen Grund in einer zugestandenen Richtigkeit derselben, sondern in ihrer offenkundigen Nichtigkeit. Bemerkte doch selbst ein Herr Abgeordneter jener Seite der Kammer, deren so wenig den Geist der Liebe athmenden Angriffe diese Entgegnung hervorriefen, daß voll einigen Deputirten in ihrer Schilderung, der jüdischen Nation und in ihren Aus fällen auf dieselbe »Asses nur ist den düstersten Farben dargestellt worden, vielmehr iy ihren Vorträgen nur Schatten uyd gar kein Licht zu finden gewesen wäre, und daß Anklagen erhoben worden, die bis ins Schrankenlose -gingen." Wer mochte es auch für nothwendig erachten, auf solche Aenßernngen, die sich so deutlich als Einflüsterungen -blinder und vorurtheitsvoller Leidenschaft knnd gebendes Weitern zu .antworten? Wem wallten fie. u nicht gleich^ im ersten Augenblicke 'die Ueberzeügnri.L aufdringen.' eine Anschuldigung, die sin ihrer maaßlysen,; sich selbst zerstörenden Heftigkeitüber die Moralität eines ganze» Volkes mg solches VeBdammungsMtheil ausspricht, .Müsst grundlos - mndl nnhalthax!-seiv^ Wahrlich, durch solche Anklagen Mt sich derttnpartheiifche und Unbefangene nicht irre führen,und der sorpol, in Israels sittliche Zustände/ als in seist Familien- und bürgerliches Lehen Eingeweihteist seinem /guten Glauben nicht erschütterst Er. weiß es, daß das jüdische Volk, als solches, gewiß nicht mehr Schattenseite» habe, alsjedes andere; daß es

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