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Der treue Zionswächter · 1850-03-27 · 13 (27.3.1850) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
13 (27.3.1850)
Date
1850-03-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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cS9 entblößten-? aller und jederMerechtigkeitHohnsprechMd^,HM^^ten^gegenübev denMlmud trachtet, werden alle gegen ihn erhobenen Beschwerden m ihr Nichts zurückfallen, wenn die Pflicht der ' Selbsterhaltung nur irgend in Erwägung. gezogen Wird< , -- ./ -? / Aener.Ze.it. und jenen Kategorien.gehören alle SteW an, die etwa Judenfeinden als Scheingrund ihrerAnklagendlenenkonnten.Diebereilä^angeführten .Stellen.-aus dem Talmud, zeigen dies aufs klarste und beweisen, daß Gewissenhaftigkeit, wollen und..Liebe gegen alle. Menschen -streng^ geboten ist. Dieser Grundsatz ist in den Schriften der jüdischen. Literatur allenthalben ausgesprochen, dieser gilt im Judenthume, dieser wird seiner zarten Jugend eingeprägt, worüber unsere. Jedermann zugängige Lehrbücher und Schulen Zeugniß zur- Genüge ablegen. - Abwehr der erhobenen Anschuldiqüngen gegen den Tälmnd und Ws WVMHum^ - - . . ' V . Von -^7V H. Schwarz.--- '. In dem Augenblicke, wo diese Schrift vor den Augen des Publikums erscheintist vielleicht die bedeutungsvolle Frage der Emancipation Meiner Glaubensgenossen schon entschieden; die Looseob glücklich oder unglücklichsind bis dahin wahrscheinlich schon gefallen. Es kann daher keineswegs meine Absicht seindurch den-Inhalt dieser Zeilen auf eine günstige. Stimmung einzelner- Kammermitglieder zuM Bestender Israeliten wirken, oderwie man sagt- Parthei werben zu wollen. -- Daß ich mich ^aber dennoch veranläßt fühle, . gegenwärtig in dieser Sachevordie Oeffentlichkeit zu treten? mag seine Rechtfertigung in einem weit wLchLigerN :chM stest Es -sind uämttchMMlaufe chex?AMW>kmtgender höhen Kammer über; die EmaUeipatiyn her Juden von den Gegnern derselben gegen letztere und/rhre Religion mitüNtersolchecharteM^üngerechteBeschuldigungen erhoben worden, daß sich Zeder Rechtdenkende- -von Dorurtheilen und Standesrücksichten Unbefangene darüber im höchsten Grade entrüstet fühlen mußte. Und wenn man gleich auf solche leidenschaftliche, Aeußerungen?ga^:«rch^omtwör^ sich öhnehin-schnell als däs> waSM sind, charakterisiren - und' überdies, mchtig-wle -sie flnd, , bald spurlos verschwinden-- soMlaubt-em höheres Recht-» gefühk anderseits doch nichts zu allen Schmähungen stille zu.fchweigen, abgesehen davon, dass ttotz ihrer Unhaltbarkeit-: doch,. uvd wcnu äüch -nur zufällig, manche schlimme Konsequmzen und Mißdeutungen darausgezogen werdenckönntem ^Gö giebt.eine ZeifzumSchweigen/sagtKoheleth/iaderauch eine Zeit .zum/Reden.? Es ist Pflicht zu reden, um falsche Anschuldigungen zu widerlegen,! esist Pflicht zu reden, um die Angriffe, des befangenen Vorurtheils-r oder mitunter auch schnöder Derläumdung zurückzuweisen-. LefönderL ist eS Schuldigkeit zu reden und sündhaft zu schweigenwenn der Gegner sich nicht schem, sogar dasjenige vorden Augen der Welt herabzusetzenwas Jedem, der auf den Namen Mensch Anspruch macht, das Theuerste und Heiligste im Leben sein muß, nämlich seine Moral und seine:Religion. Schweigen, wo man-von dieser SeLte:ungegrLffen wird, beurkundete nach meiner Meinung, einen Mängel an Ehrgefühl im höheren Sinne des Wortes, wäre eine. Versündigung gegen die Religion selbst, zu der man sich »bekennt; Schmähungen, die gegen eine ganze- Nation ausgestoßelr worden sind zu überhören, wäre zugleich ein Der» gehen - selbst gegen die Nächstenliebe, ünv ein feiges Zurücktrelen von einer heiligen Sache, die man mit allen Waffen des Rechtes und der Wahrheit nach Kräften zu vertreten hat; und Lügen nicht entwaffnenwenn man die Wahrheit weiß-- hießt selber lügen >- Es ist wvl schmerzlich und entmuthigend, wenn man bedenkt, wasUrtheil Alles vermagwie es die Gedanken verwirrt, wie es blendet Und selbst ruhige und besonnene Männer zu leidenschaftlichen/ den Gesetzen dev Derriunft Hohn sprechenden - — man erlaube uns das-Wort — Fanatikern umstempelt; doch, sich von einem Vorurrheile frei zu machen, daß man gleichsam mit der Muttermilch eingesogen, das durch die Länge der Zeft verjährt istdas gelingt nicht Jebermänn; nicht Jedermann vermag sich -über das wegzusetzen, was ihm durch Alter fast ehrwürdig geworden ist. Wert schmerzlicher und betrübender aber ist die Wahrnehmung, daß

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