Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 13 (27.3.1850)
- Date
- 1850-03-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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-98' oder mit einem Götzendiener ^und er W ihn mit Maaß oder Gewicht hintergangen, ss hat er ein schweres Verbot übertreten, nnd ist zum Rückersatze verpflichtet. Ebenso ist es verboten, selbst einen Götzendiener in einer Rechnung zu hintergehen, denn so heißt es (3. B. M. Kap. 25, 50). Er berechne sich mit seinem Herrn." Wenn nun die heilige Schrift Heiden Redlichkeit und Treue zu bewahren gebietet, geschweige einem Andern. Trakts Kelim/ Abschn. 12, 7 verbietet, eine nicht vollwichtige Münze im Hause zu behalten und bemerkt Maimonides hierbei, wie folgt; Eine im Verkehr nicht als vollwichtig geltende Münze darf man nicht im Hause behalten, geschweigesie im Verkehr zu bringen, Jemand ob Jude oder Nichtjude damit zu hintergehen. Jene aber, die da wähnen,; als gestatte das Gesetz hierin einen Unterschied zwischen Juden nnd Nichtjuden, befinden sich im Jrrtyume und Unwahrheit. Heißt es doch'in der heiligen Schrift: Er soll sich mit ihm — seinem heidnischen Eigenthümer — berechnen^ r;nd lehren unsere Weisen, sel. Andenkens, im Talmus Trakt. Baba Kamma ausdrücklich, daß eine gewissenhafte, jede Uebervorthei.lung ausschließende.Berechnung geboten ist. Findet dieses Gebot bei solchem Verhaftniß gegen Heiden statt, um wie vielmehr gegen andere / Menschen. Ueberhaupt ist Lüge, Täuschung Betrug, Uebervortheilung und. List auch gegenAichtjuden verboten.. Unsere/ Weisen, sel. Andenkens, verbieten im Talmud Trakt. Chulin sogar jede unschädliche Täuschung der Geda nken. eines Nichtjuden, geschweige Wichtigeres// So MwoÄ MWfwejhüng, des heiligen Namens, das ist/eine große -Sunde,, die zu völligem.. SjtteWerhMniß^fHM./'^ gleichen Handlungen, sowie Jene, die sie.ausübensind ein Greuel, so wie geschrieben steht, Kap. 25. k,Den.n ein EreuK ist dein Herrn, wer. hiervon irgend etwas thne, oder wer überhaupt eine Untreue begehet/ Obwol. wix/Ion dem eigentlichen Inhalte unseres Träktates etwas Mchweiften, so wollte ich detinpch diesen' lpichEigen Ekst^fland nicht ünerortert 'lassen." / ' / / / / - / Trakt. Gittin Fol. 5sib. Man darf den Armen der Heiden das. Nachlesen auf; den Feldern nicht wehren. > . - . Jbid 61 a. Mau muß die. Armen der. Heiden ebenso M,. Me.,-die Alrmew/M-tzsraeL. ernähren und ebenso ihre Kranken besuchen und ihre Todten begraben. - ' / ' ^' /, ' Trakt. Aboth Kqp. 3, 2 wird geböten, fürdäs Wohl der Obrigkeit zu beten. Trakt. Sanhedrin, Absch. 10, Fol. 105 wird den Frommen aller Nationen Antheil an der Seligkeit-verheißen. Die von judenfeindlichen Autoren in entgegen, gesetztem Sinne ans dein Talmud angeführten Stellen wurden größteniheils g^wäktsam äüs! ihrem Zusammenhänge heraüsgerissen und dadurch natürlich völlig entstellt Und verdreht. Welche Verfahrüngsweise bei dem größten Theile derartiger Werke stereotip geworden. . „ .... Auch hat niedrige Gehässigkeit und die verwerflichste Bosheit naturgemäß zu solchen 'Entstellungen und Täuschungen führen Müssen. Jene Autoren, die gegen Alles, was nur zum Gebiete des Judenthums gehört, vom bittersten Haß innigst durchdrungenwären von vorn herein zu befangen, als baß ihren.Forschungen, wenn dies Wort bei ihnen anwendbar — die Wahrheit aufzufiuden hätte gelingen können. Es scheint dies eine besondere ELgenthüMlichkeit, daß die Wahrheit nur demjenigen sich in ihrer edlen Gestalt zeigt und nähert, der sie nicht blös äusierlich, sondern auch im Herzen lebhaft wünscht. Gesellt sich nun zu diesem Uebel Mch' lein Anderesnämlich dl'e vollkommene Unwissenheit im Gebiets der jüdischen Literatur, ja buchstäblich >vollkommene Unwissenheit, dann konnten sie Fölgew keisie aübere sein. Freilich, das möchten jenF Mrrtzn ss-A daß sie vom Talmud gär nichts verstehen/ das ist <che» der Satz/?Wn;sie/fo^ünZkrne chören und dem sie dahep> alles EtNM < sich - . dfmsiken, aber aMs^vWWch/^S^lvWrs Wleh^ samftit^vor das.ForlME ^Rsillichkest/rntt, .sobald sie genöthlgt sind, Lhrers Ei tätest demTälmud ckuch Traktat- Wd/ FolchäWMMWusitgen//.dann: tritt Me TasmMnüdMAM/Wi-teWnnVMch ihre MMftiftM^MHaraWx^MchMWPestoldeMlMr/ JftwjudensMdlichew-AntöW Schaden/seWchgM ihrer Anffassungweise versiessen oder; vergessen wollen, .daß der Talmud muM fhr ^öne Zeiten schrieb, wo Israel, unter Bärhären 7 und Heiden lebte. Diesen^ im engsten Sinne, des Wrtes-,vofi allem, und jeglichen BewMsein höS// HimMischett.