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Der treue Zionswächter · 1850-03-22 · 12 (22.3.1850) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
12 (22.3.1850)
Date
1850-03-22
Page
– (sequence 6)
Language
German
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edlil Manzsterrre verherrlicht, wrd Liefe Edlen, Vahrflicht isostrt stehen sie da in der Weit, ob einer» neuenv-ch; nicht «probten Meinung» die sie vertreten, nein, Frankreich? Holland, Belgien und Deutschlandgber diese stehenihnen gratulirend zur Seite, erblicke» in ihnen die Herolde, die, wie sie, erschienen, um -dpe Menschheit, dem Recht und der Wahrheit den Tribut za zollen. Welche- Gewicht oder welchen Werrh aber könnten die Stimmen Einzelner anfprechen, solchen Staaten gegenüber? Ein Tropfen gegen den Ocean! Zch ÜbergehtLaher den ersten Punkt und «ende mich lediglich zum zweiten, zu den gegen den Talmud erhobenen Anschuldigungen, was um so nochwendiger erscheint, als jenes Gebiet de- Wissens nicht Zedermann zur Bildung eigener Ansichten und Urcheile zugängig ist; und nun zur Sache: (Folgt der in No» 9 d. Bl. S. 65—68. gegebene Artikel) Wie Herrn Dr. Sepp bei seinem vermeintlichen Nachweise aus MaimonideS mit gedachtem Nameu auch Zore Deah. wie eS scheint, für identisch zu halten möglich war, so wie überhaupt da doch in der von Herrn Dr. Sepp aus Zore Deah angeführten Stelle 2. 34, 14 nicht nur kein Wort, sondern nicht die entfernteste Anspielung von seiner Behauptung zu erblicken ist, solche dennoch zu citiren möglich war, dieses Problem findet jedenfalls in einem dieser Fälle seine Lösung! Der von Herrn Dr. Sepp dorrselbst ferner geführten Anklage fehlt der Quellennachweis, woraus solche gefloffenust, und worauf zu erwiedern daher wol Niemand verlangen wird. Wie ich vermuche, ist dieselbe ans der Schmutz- und Lügenquelle Eisenmengers eLerptirt, waS aber von diesem Machwerke zu halten sei, möchte-der geehrte Herr Doktor bei Michaelis in seiner Orient. Bibliothek (Th. 19 S. 9 ff.) nachschlagen. : -- Sind wir nun über die Aeußerungen deS Herrn Dr. Sepp soweit im Reinen, so glaube ich auch über die Ansichten des Herrn Dn Allioli einige Bemerkungen mir nicht versagen zu dürfen. Es wird dies möglichst kurz zu fassen sein, weil beregte Ansichten in der hohen Kammer selbst nicht ohne Widerspruch blieben. Herr Dr» Allioli äußerte sich (Stenvg. Der. Sr?L21) im Betreff folgender, zu Gunsten der Juden sprechenden Talmubstelle wie folgt: „ckron äemslelmtlm äinL*> d. tz. LanLeSgesetz, gültiges Gesetz. WaS hindert aber den» brn Inden, auch hier dir Unterscheidung zwischen angenommener und nicht angennmmm« ^rchi<ion eintteren z» Men rc. WaL hindert deyn de« Hufieühie M«n Mherer Rabbinen--WelcheL!knSpr^ Sfinwlodntkfl LE5fWcht2 > LeipflW Handelsnorm zu wählen, da eS im? TalchstdsöPw GriiKsatzl ist, auch'Widerjprechendek'WM ü^lM zu dürft« und glaubt Herr Dr^ Allioli diese» Grundsatz in dem Talmud (EeubinFoU 21, col. 2 undLhagiga Fol. 3, col. 2) zu finden. - ' Bevorl ich die - Basis fraglichen Satze- „Landesgesetz, gültiges Gesetzt aus Talmud und Codices Nachweisen und darthun werde, daß nicht nur auch nicht e i n e Summe darin g e g e n denselben vörkömml> vielmehr seine Gültigkeit r als eine ausgemachtevon Niemand beanstandete Sache als Belege aufgeführr' wird; bevor ich ferner!nachzuweisen mir erlauben muß, daß die vom Herrn Dr. Allioli als Beleg seiner Der haupkung angeführten Stellen aus Erubin und Ehagiga dies nicht im Entferntesten find, und ich vielmehr deren wahren Siun angeben werde; vor all' diesem darf folgendes zu bemerken, nicht unterbleiben : Herr Dr. Ayioli findet nämlick» den Talmud durchwegs nicht so furchtbar, er meint nur, eS könnte diese oder jene darin vorkommende Meinung (wenn also auch die eines Einzelnen, von der Mehrheit/ und somit vom Talmuds selbst/ nicht anerkannt), es könnte «tnesolchspräjudicirlich werden. Nach erwähnter Ansicht de- Herrn Dr. Allioli müßte eS also bei einer im Talmud vorkommenden Meinungsverschiedenheit von Rabbinern jeden einzelnen Israeliten sreistehen, sich nach Belieben an die eine oder die andere zu halten (vk. Stenvg. Der. S S66); ja. es gelte sogar der Grundsatz im Talmude widersprechenden Meinungen folgen zu -dürfen. Daß diese Ansicht oder durchaus falsch ist, daß eine solchoWillkühr im Talmud nie und nimmer vorkömmt, daß der Talmud selbst bei Stimmengleichheit Regeln enthält, nach welchen bei von einander abweichenden Meinungen zu entscheiden ist, und daß die vom Talmud als die unrichtigerkannte Ansicht, von Niemanden als zu Recht bestehend erachtet werden darf, darüber kann wol kein Talmud, kundiger in Zweifel sein, darüber genügen unter Andern folgende Talmudstellen als Belege: ' (Trakt. Berachorh, Abschnitt 1, Fol. K a.) AlS Radon Camliel seinen Söhnen gestattetebtt einer Verspätung das Abend-Schma bis zu TageSavbnich «och zu lesen, frugen ihn dieselbenob denn auch fein»'

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