Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 12 (22.3.1850)
- Date
- 1850-03-22
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— wenn er um das listigste, gewaltigste, prächtigste, erfahrendste, schwellgerischste ä!hlet zufrnt/denhöhsrü Berüf versänDe^' ein'vom Irdischen und dem Wohl und Weh seiner Gefühle unabhängiges Wesen zu sein, dem Pflicht und Nkcht über Hab u. Gutdem Heiligfett d. Gesinnungen über äußert 'Schönheit, dem Wahrheit und' Gottähulichkeit über allen menschlichen Ruhm ünb Beifall gehen soll. Wie unnatürlich und widerlich würde uns der ma'Matische Löwe erscheinen, welchen wir de» K o mg der Thiere zu nennen pflegen, wenn er ttichd als eine veredelte Pflanze, als ein geringer Würm sein möchte, den nur die. willkührlrche Bewegung von' einem gemeinen Kraut unterscheidet! wenn er seine Riesenkraft vergäße, die in ihm wohnt; deS Donners seiner Kehle, mit welcher er die Wälder erschreckt Und die Wüste durchherrscht; der'Äehendig-' keit seines Laufes, mit welcher er seine entrinnende Beute zu rückholt! — wenn er sich mit dem be-l guügke, was ihm der Zufall zuspielt, und sich von den elendesten Kreäturen Zertreten ließe, dib ein bloßes Schütteln seiner Mähnen mit Entsetzen füllen'. würde! Eben so unnatürlich und widerlich Ware der Mensch, der nach Gottes Bilde Geschaffene, der zu einem göttlichen Dasein und Wirkön wundetvvll Ausgerüstete, wenn er sich begnügte,' mit allen seinen hohen Anlagen blös ein veredeltes Thier zu sein. '' Wehe, und wa's ist oft der Sterbliche anderes?- — Ich schaudere. Ich erkenne in Wahrheit, wie er oft tief unter seiner Würde niedergesunken daliegt, und seines göttlichen Ursprungs und seiner hohen Bestimmungen gänzlich uneingedenk ist; wie er bloö für den Kitzel feinet Sinne lebt; wie er nur auf Erden arbeitet und sorgt, sich Nahrung rkscherHaßgegettdia^ Vorzüge nicht anerkennen. Was ist das. Schönste untep den Schöney,: der. MaMflste NterMn HerMern^ der Huigsw untcr^ den Mügen mehr^ als D vetedeltes Veün er, Hr alles Hvhe^ RDglöst, Wttflche VW Sinn,, yur für das lebt, wofür auch die Thiere Hech Mr dieHeftikpisiMst Von Begierden^ Nei^ gungeN Znd Wünschen, die nicht uber den heutigen Tag, über Was künftige Ighr, wie über die endliche unfehlbare Todesstunde hinwegreichen? Was ist. der Mensch mehr als ein veredeltes Thier, wenn er zwar ein sieht, was wahr und recht, und. gut ist. aber nicht darnach handelt; wenn er zwar zum Schöpfer seines Lebens betet, aber dessen Willen nicht vollzieht, wie ihn seine, Boten uns offenbarer haben? wenn er zwar.eilisieht, . daß irdische Genüsse und Besitzungen keine vollkommene, Dauerhafte Glückseligkeit gewähren können, und doch unermüdet nach ihnen hascht und sagt und ihnen alles Bessere opfert. — Auch ich --7 -7auch ich fühle meine Schuldmeine Versunkenheit, meine Unwürdigkeit vor dir, o. du Allerheiligster, o Schöpfer meines unsterblichen Geistesauch ichindem ich auf meinvergangeuks Leben- und Treiben- Suche» und Arbeiten, Lieben und Haffen zurückschaueerkenne mit Beschämung und! Betrübniß,' daß-ich nicht selten ein Sklave niedriger/ ' sinnlicher Begierden^ wardenen ich oft — ach, nur allzuoft meine höchste Angclcgenhett, meine Heiligsten/ Pflichten, und die ernsteste» Anregungen .mevnes . Gewissens aufopferte. Ich. vcr-' wechselte nur allzuoft das : Gering sie mit dem Wich-- tigsten> Pas Vorübergehende:.mit: dem, was, ewigen Werth behält. 7 -/ : 7 - r.- . Und Vermögen zu sammeln, um damit zu glanzen und sich gütlich zu thun; wie er geistig sein Geld Hütet und wuchert, Um Metalle zu sammeln, daß' man von ihm sage, er sei reich; wie eü keine größere Glückseligkeit kennt, als niedrige Wollüste,' Ab Wechselungen der Ueppigkeit, Uebergä nge von einer Lustbarkeit in die andere: Prachtin Kleidern und Mräthön- Lecköreictl des Tisches; oder wie er die. Ruhe seiner Tage, das Glück seiner Mitbürger für erneu flüchtigen Rühm aufopfert; oder wie ihn ein' beständiger Neid gegen die Bessern und ein thie- Ich 'weiß, v mein Schöpfer,'daß ich die Pflicht habe-' für die'Erhattuuss üüd Gesundhett meihe's' Lrbens'-' zu'sorgen'; dass ohüe 'die^VdllkoMMenWit/ des Werkzeuges uieiwe Seele ' zü VielemdtttüMig' wird. ' Mer 'wie leicht vergast-ich, 'datz^anch^Wbst der' Lelb'NürMebeusache)ist/lffeuuchöheD PsiiMü^ gebieteü s dast^'ich "weder Glüik ndch Mäüz- "nvch^ Schönheit 'achten spll- 'rWü' e^'MMf'änMnckk/ der Wahrheit, Üüfltzulks üüd' Rüstend" vewH^rzÜ^ zu geben; daß ich" füv' 'dr'^ EM ÄMW.Aüd Glück meiner Mitmenschen in' enrfch0Lddnvew Aüg'ew-'