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Der treue Zionswächter · 1850-03-22 · 12 (22.3.1850) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
12 (22.3.1850)
Date
1850-03-22
Page
– (sequence 3)
Language
German
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^Mchen eÄsiößt. Auchi der;MenschhLt-ülflsofern cp chierischer« sinnlicher Natur istdie Mfache Töne, durch einkn! Schreieinen -SÄfzer, durch Winseln öder Lachen, durch M M DonNern seiner Stimme aüszüvrückrn — über er ist Geist, er vermag, noch mehr, er^ hat die wunderbare Macht der Sprach^.durch welche er seine innere und die ganze unsichtbare Welt. in Tönen darsteltt; durch welche er sein ilMersteS Sein und Leben in das innerste Leben eines gleichgeschaffenen Wesens ^überpflanzi'.^ - Doch alle diese Vorzüge des Geistes sind noch nicht die höchsten. Das Göttlichste im menschlichen Geist ist seine Sehnsucht nach dem Göttlichennach der Vereinigung mit dem Alletheiligsten, das Streben nach einer Vollkommenheit und Vollendung, die ganz unabhängig von allem Irdischen ist. Der Geist des «Menschen findet keine Beruhigung, als allein in Dem, was wahr ist; keinen Genuß, alS Ln Dem, was gerecht ist. Er ist von Unaussprechlicher Ehrfurcht für das Schöne, Edle und Tugendhafte durchdrungen und voll natürlichen Widerwillens gegen die Unwahrheit, gegen die Lasterhaftigkeit, gegen die Ünvollkommenheid jeder Art. Das Thier kann wol Verstand Haben; aber nur der hat eine höhere Vernunft, welche di«, Gesetzgeberin heiliger und gerechter Handlungen ist. DaS Thier kann Klugheit besitzen, aber ist keiner Weisheit fähig, die nur des menschlichen Geistes Eigenthum ist, . - Dies also sind die irdischen Naturen beS Menschen, vermöge welcher er dasteht in -er Mitte zwischen dem Staube und dem Ueberirdische«, zwischen, dem Endlichen und Unendlichen, zwischen der todten Körperwelt und der lebendigen. Alles beseligenden Gottheit. Sein Fuß hängt am Erdboden, sein Haupt aber trägt er zum Himmel aufgerichtett Er ist Pflanze, er ist Thier, aber er ist noch etwas Göttlicheres. Der Leib ist nur das Werkzeug seines Geistes. Der Geist allein soll herrschen über diese Werkzeuge, und mit ihnen seine Vollkommenheit schaffen. Eine andere Gesetzgebung hat zw ihrer Selbsterhaltung die Natur seines Körpers; eine andere Gesetzgebung die Seele in ihren Gefühlen und übrigen Eigenschaften; eine höhere aber der Geist, welcher, als der höchsten, MHlchM WteWoxhM sch wie die ° 'ÜMM nchchte Msy, hie götjliche Kraft -ruv GMe, purchdringtund ver- Mt uyd erhöht seihst, alle,Eigenschatz<M Hrverst und der Seele. Daher gefchieht./daßder menschliche Körper endlich an Fertigkeiten und Geschicklichkeiten. die Körper anderer üher^M; daß. er der äußere Spiegel seiner inMsten Gefühle und Dyrsiellungen werdenkann. ^(HahGKschie'ht ferner, haß die menschliche Seele in ,ihl^n Gchb^n und Fähigfesten eines Miefes es m^ ^Mhen könyen. Das Miers.kann Trieb.jur. Reilstichkest, zur LZrhnung haben; aber nur-die Seelen des Menschey hat Sinn für äußere Schönheit; lebt, mit Entzücken im Anschauen reizender Gestalten oder in den,zauh.erischen Klängen der Musik, aus welchen sie die Sprache ihrer tiefsten unh zartesten Gefühle geschaffen hadv— Das Thier kann den Trieb haben, M andern. furchtbar zu machen durch überlegene Macht und Stärke; aber der menschliche Geist veredelt diesen Trieb zum Streben nach Ehre und Ruhm aus vielseitigem Wirken und Herrschen. Das Thier kann geizig und gierig seinen Raub bewache», den es,errporben hat; aber der menschliche Geist veredelt diese rohe Freude am Besitz in ein Trachten nach Vermehrung des Eigenthums, weil durch die Vervielfältigung seiner Hilfsmittel und Erweiterung seines Wirkungskreises auch die Möglichkeit vergrößert wird, noch erhabenere Pflichten zur Ehre Gottes und zum Glück der Mitmenschen zu erfüllen. So ist der Mensch durch die Kraft und Hoheit seines Geistes selbst als Pflanze und . Thier weit vortrefflicher und vollkommener, aU andere Pflanzen und Thiere. Daher übertrifft die List des Menschen und seine Klugheit alle List und Klugheit der übrige» Thiere, und vermöge seines ausgedehnten Gedächtnisses, folglich auch seiner reichern Erfahrungen unh eines geschärfter» Verstandes, macht er die Schnelligkeit, die Stärke, die scharfer» Sinnenwerheuge, die furchtbaren natürlichen Waffen mancher Thiere, dir ihn iu einzelnen Gaben oft «eit übertreffen, zu Schanden, . Ader wie verachtungswürdig würde der erhabene, Gott entstammte, zur Ewigkeit und Vollendung auserkorene Wnsch sein, wenn er in der Welt auch nichts mehr, als bloS ein veredeltes Thier wflre!

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