Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 12 (22.3.1850)
- Date
- 1850-03-22
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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mit der Thätigkcit der Mensche« Änd fckner Kunst. Das menschliche Geschlecht schreitet seit JährtaÄ senden unaufhörlich in Vervollkommnung seines Zustandes, seiner häuslichen und gesellschaftlichen Einrichtungen fort. Die einst in Wäldern und Höhlen, nachher in gebrechlichen Hüttenfsebhenerbauten zuletzt glanzvolle Paläste, angefüllt mit allen Annehmlichkeiten des Lebens. Die einst uakt und halbbedeckt umherwandelten, in Furcht u^ Schrecken vor wilden Mieren, gehen jetzt wohlgeschützt dürch ihr Gewand gegen die Rüühigkeit der Witterung, geschirmt durch ihre künstliche Waffen', und sind das Schrecken der wilden Thiere, die Herren der Erde. Ihnen ist keine Weltgegend zu fern, kein Gebirg zu hock; sie schweben, ohne die Natur des Fisches zu haben, über Weltmeere, Sern und Flüsse dahin; sie erheben sich, ohne mit Flügeln ausgerüstet zu sein, in die höchsten Lüfte des Himmels, wohin kaum der Adler dringt; wühlen tief hinab in die dunkeln Eingeweide des Erdbodens, wohin sich kein Wurm verliert, und suchen dort die Schätze der Erde hervor, um ihre mannigfaltigen Bedürfuisse zu stillen, und die Herrlichkeit der SchöpHnzg genau erkennen zu lernen. Alles dies ist die Frucht des Geistes, dieses Funkens aus dem göttlichen Urquell des Lichts. Der Geist ist eS, welcher dem Menschen seine ganze Erhabenheit giebt über Alleswas in» Reiche der Natur lebt, und ihn, in Kraft des göttlichen Seegens, zum Herrscher desselben macht. Der Geist ist es, welcher ihn nicht nur fähig gemacht, gleich dem Ttnere, einzelne Erfahrungen des Lebens zu sammeln, an einanderzu reihen und zu vergleichen, sondern die gesammten Erfahrungen, einer vieltausendjährigen Vorwelt zu bewahre,! und in Anwendung zu bringen. DerMeist ist es, welcher, vermöge seiner wahrhaft göttlichen Krafttausend verschiedene Vorstellungen in einen einzigen, alle umfangenden Begriff auflöset; ans dem Gewühl zahlloser Gedanken sich gleichsam eine «eue innere Welt von Einheit, Ordnung und Klarheit baut; und sogar mehr weiß und kennt, als ihm die ganze sichtbare Welt und die Erfahrung von mehreren tausend Jahren sagen kann. Denn er, wie einst der Geist Gottes über den.Wassern der Schöpfung, schwebt durch die Kraft, die ihm feine Schöpfung verlieh, über allem Irdischen und Sinnlichen; er gehört einer höherLWrlt sn> aus welcher er auf das uietstrblick^ wäS dein Staubs angehört;' er ist.den HMigech hsinMMeüt Geistern! »MeV verchsindtMeschaffen nach dem Ebeübilde Gottes noch trägt er das Zeichen feines göttlichen Ursprungs an sich, er dankt Gott --7. er richtet - seinen Blick zu dem Unendlichen empor er redet, er betet zum Schöpfer des Himmels und der Erden, er untere hält sichwit Seinem Worte. Von allem diesem Hohen und Übersinnlichen haben die vernunftlöfen Miere keine Ahnung; keine vom Zweck ihres Daseins, von Erreichung einer größer» Vollkommenheit und Glückseligkeit, als welche aus Befriedigung blos sinnlicher Begierden entsteht; keine Ahnung von einer Vorwelt, noch weniger von einer Ewigkeit und einem unendlichen Düstin^! .6 Die Pflanze, gefühllos, hangt festgeschlossen mit ihren Wurzeln am Staube, aus dem sie, vermöge ihrer Lebenskraft auf kürze Zeit hervorblüthe; das Thier, von dunkeln Trieben, Gefühlen und Gewohnheiten bewegt,? kriecht, schwebt und fliegt im Staube, welchem es die ganze Summe seines Wohlseins dankt. Es genießt die Nahrung und schaut nicht empor zum Baume und Halm, der ihm seine Frucht herabstreut, noch weniger zum Schöpfer derselben. — Des Menschen Geist aber sieht hell über alle Verknüpfungen des Lebens hin, forscht nach ' Ursachen und Wirkungen; bekämpft die Gewalt der Elemente, und bezwingt sie pst; widersteht dem Sturme; dämmt die Fluchen der Meere ein; bindet die Flamme des zehrenden Feuers, Und setzt ihr Schranken.- Das Lhies gehr stumn,, und für AM Andere gleichgültigder Befriedigung feiner Bedürfnisse nach; sein Arrge ist blind für die Schönheiten mW wundervollen Einrichtungen der Natur. Der-Geist deS Menschen l aberentzückt durch die Pracht des SchöpfersyN seinen WMe«>^ erforscht die heilsamen Kräfte dev Natur, Steine Und Pflanzen, untersucht die Lebensabten und Eigenschaften der Thiere; dringt durch dis sndkofen Räume7 deS WettgebSmbes; «nd brrechnELie?D^tzünnM der i Sterne, welche über? feinem Haupte strahlen, und bezeichnet ihre «uMruek»? Laufbahnen-. Es ^kann das Dhi-r Mnea Schmerz wie fei« Vergnügen durch Bewegungon und - einzekrr.Töne zu erkenne» geben r es kann ^das -MiepMeinessle^ chen anbocken, rufen, waan-sn, drohen, durch