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Der treue Zionswächter · 1850-03-08 · 10 (8.3.1850) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
10 (8.3.1850)
Date
1850-03-08
Page
– (sequence 6)
Language
German
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78 müßten? Wem kam da je der Gedanke in den Sinn, dass jüdische geistliche Hirten und Zü^endtehrer über Glaubenssachen verschieden dächten/ daß von dem Einen die Wahrhaftigkeit des Talmuds aüerkanut, vom Ändem bestritten werde; daß der Eine die Sillen und Gebrauche unserer Nation achte und 7 für verbindlich erkläre, während der Andere sie church "Lehre und Leben? verleugne ündverspotke? Zn nnserm Erstaunen sehe» wir in unser»'^agen^ies'' äTe'S/:-' d>ffett'. Äürreffrn unfern Vorältern eine Unmöglichkeit erschien/ stch gestalten und vor unfern Äugen entfalten. Wir sehen Rabbinen und Lehret sich gegenüberstehen, deren Nettgionsmeinung sich in den schroffsten Gegensatz aufläsen, die oft nichts weiter mit einander gemein haben, als ^xben nur ihre gleiche Abstammung und Benennung, und die sich in ihren Stellungen Mehr entgegen als in die Hand arbeiten, wozu sie doch, ihrer ursprünglichen Bestimmung nach, vorhanden sind. Werden ihm daher Werkzeuge angenehm sein, mit denen er nichts auszüführen vermag, die ihm vielmehr hindernd in dem Wege stehen? Es bedarf dies kaum der Anrwor^. Nun aber gehen die Plagereien von beiden Seiten an. Hat der Lehrer eine church den Staat gesicherte Stellung, und liegt er seinem Berufe im Allgemeinen so obdaß man ihm offen nichts anhaben kann, so wird es doch, bei unedlen oder leidenschaftlichen Charakteren an Angriffen nicht fehlen, die unter dem Schutze der Dunkelheit auSgeschleudert und mit der Annahme einer ehrlichen Miene geheiligt werden, ihn so mit Machinationen aller Arr umgebend, die seinen Sturz früh oder spät herbeisühren müssen. Und wollten wir auch diese üblen Auswüchse des reellen Schadens gern bei Seite lassen, denkend tb so erzeugt doch ein solches Verhälrniß ein peinigendes. Gefühl des Unbehagens, zu wissen, wie man mit einem Vorgesetzten, dem man sich in richtiger Ordnung der Dinge ganz hingeben, bei dem man Trost und Schutz gegen di/, wahrlich nicht geringen andern Unbilden des Lehrerlebcns suchen und finden sollte, der mir einem Worte einen und demselben Beruf, ein und dasselbe Ziel mit uns hat, wenn auch nach einem ausgedehnterem Maaßstabe, wie man Mit ihm auf dem Fuße des Mißtrauens, der Furcht, der Abneigung stehe: wenig zur Aufmunterung sprechende Umstände. Wie nun diese Mißverhältnisse abhelfen, wieseine Folgen nemralisiren? DaS iLvp w wo ist schnell über den Mund gesetzt/aber dek vöM ist nicht sogleich ket! der HaE der SUbstaÜ^sop hintetcheudenl Maaßs desäße,^ die WahllZv^s ^rkL überlasten. - Wird man^ sich^ ohsie-W baldigen Entfernung -mit' oder -ohne FaMilie' Und zu einem ' Tupp'en in - der - ürHMffek Irre '- entschließen' können? Oder! -'LSMe-^'Tefetzr; - ÄneS^ jede»/ Landes, den Dienst in unferm- Batetlande/ worin eS uns unbehaglich würde, wegett de^remporär-darin gebietenden! geistlichen OberhivtNchkeik, mit dem deS sich gegen üns sperrenden-Auslandes zü vertauschend- Oder gestatten eS die Gesetze eines jedeN Landes, den Dienst in unserm Väterlandeworin es uns unbehaglich wurde, wegen der temporär darin gebietenden geistlichen Oberhirtlichkeir Mit dein des sich gegen uns-sperrenden Auslandes zu verrauschen? Oder ist es uür im Interesse der Gemeindein welcher man seit einer Reihe von Jahren glücklich gewirkt, rarhsam, einen solchen Lehrer gekrönt mit allgemeiner Zufriedenheitaufz'ugeben, der bereit wäre, lieber seine' Stellung, als seine Selbstständigkeit hinzuwerfen? Es liegt, meines BedünkenS, gerade in der Manifestation einer solchen Charakterstärke der Beweis für seine unwandelbare Gesinnungen, und somid resulkirt auch hieraus die Pflicht für die Gemeinde- 'alles aüfzübieren, M-einen solchen Lehrer für ihre Kinder zu erhalten, da sie sonst für einen Würdigen^ ' einen Angendiener, Servilikär für wahre Tugend placiren würde. Har daher die Vorsehung/ die sicher unsere Standhaftigkeit' in unserer Religion durch die gegenwärtig herrfchense Verwirrung ' prüfen will, in eine Gemeinde/ einen Bezirk, ein Land einen Rabbiner geschickt, der abweichend lehrt und mir dem unter ihm flehenden orthodox gesinnten Lehrer in kein harmonirendes V'crnehmett kommen kann, i'v muß dieser dennoch sortsahren, neben Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften seinen Grundsätzen getreu zu lehren und zn leben, aber den Rabbinen und seine Behörden durch die gewissenhafteste PflichterMüng in seM' gasigen Ümfänge seines Berufes und den reiüsten Lebenswandel zu überzeugen sich bemühen/ 'wte eS ihm um das wahre Glück seiner Pfiegbefohtenen zu khun sei/ denen' er die Sicherheit seiner Existenz, die Wust und alle die irdischen Vorlherle. um welche Andere mit ihrem Theuersten buhlen, opfern kann. In der Würde, die eine solche Handlungsweise über sein Wesen verbreitet, und in der öffentlichen Meinung, der er AchtüNK^abnöthigt, erhälx er einen Beistand, welcher ihn nichr so leicht im Stiche

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