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Der treue Zionswächter · 1850-03-08 · 10 (8.3.1850) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
10 (8.3.1850)
Date
1850-03-08
Page
– (sequence 2)
Language
German
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dieses Verfalls nicht genüg besprochen und beleuchtet werden. :! -? „Die Lehre/ die uns Moses geboten, ist ein/ Erbtheil für die Gemeinde Jakobs." Dieses sollen die Erstlingsworte des zarten Kindes sein; sie sind es, die von den Eltern, bevor die Kuwer noch'die Schule besuchen, ja, bevor sie noch sprechen können, ihnen vorgesagt werden, und die sie allzuoft nur^ stammelnd > nn.d ..rurperstänblich, nachsprechen; aber wie wenig denken oftdie Eltern dabei, und wie allzusehr verfehlen diese inhaltsreichen Worte in unserer Zeit ihres Zweckes und Inhaltes! denn die Worte allein vermögen es wahrlich nicht, daß die Lehre Moses den Krädern - zmn Erbt heil werde; . vielmehr steht ihr Inhalt zu häufig mir dem Leben demElterri-nnd Vorgesetzten ün allergrößten Wider- , spräche; denn Lehre und Lebe« sind zwei verschiedenartige Begriffe. Das Leben erfaßt die Lehre und die Lehre leitet das Leben. Beide sollen unablässig Hand in Hand uns unserm hohen Ziele entgegenführen. Beide sind unzertrennlich bei unse-tü? Berufe, wir mögen eimrehmen, welche Stellung^wir wollen. Zu Beiden liegt schon der Keim im Herzen des'Kindes, bevor dies noch das Licht der Welt erblickt, und diese sollen näch und, Nach durch ' Erziehung, Schule und Umgang bei ihm entwickelt werden. Erziehung Schule und Umgang sind in der Jetztzeit nicht genug oder gar nicht beachtet worden. 1) Er z i e h ün g. Die Erziehung beginnt mit dem Leben, so wie umgekehrt das Leben mit der Erziehung anfängt. Sieist es eben in unseren Tagen, die als breiter, reißender Strom dem jugendlichen Leben auf seiner Bahn hemmend entgegen tritt. Die sog enannte feine Erziehung und Pilvung - ick Mechern unvHöft'' lichkeltsbeMgungen, die meine ich üich't)'sie besteht' auch nur rttzjder Einbildung.' Freilich ware sie Vas, was '^sie^seiw sollte, so würde' es beim Alter: geblieben sein rv.rnw' Iw'LÜM bä' die so-'' genannke'^WWch 'belvbte' Klugheit der Furcht vor'- der Sünde jhrenDorrang abspricht, so können nun' auch beide nicht Stand halten.' Die eigentliche, häuslich religiöse Erziehung ist es ganz vorzüglich,' die ünzertkennlich ckit der Schute Hand in Hand gehen soll. Hier drängen sich dem aufmerksamen, mit'der Wichtigkeit des Lehramtes vertrauten Beobachter dessenungeachtet noch eine Menge innerer und äußerer Mängel auf, diederzmoglichsien Vollkommenheit WsKer Schulen urM sastsedLglich.entgegenstehen, und statt solche Ln ihrem Gedeihen zu förberN/ wirken diese vielmehr mächtigentgegen. Zum Ttzeil fordert die Beseitigung dieser Mängel und ^Hindernlsse die vereinte Kraft des ganzen Hauspersonals, theils die Beispiele der Eltern selbst, theils die Achtung vor dem Lehrerz wenigstens Mit Selbstverleugnung iw Getzenwärt der Kinder. Welch' ein trauriges Gefühl nun für den Schul-, mann/ weNn er beim Unterrichte die Gegenproben alles Guten gewährt; wenn das häusliche Leben mit seinewEehrevim strengsten Widerspruche steht! — Angenommenen: Wenn er seinen Schülern die zehn Gebote; als wesentlichstes Element des/ Religionsunterrichtes vorträgt, so beim ersten Gebote rc. rc. ihnen die Art und Weise lehrt, wie dieses allmächtige, erhabene Wesen vom Israeliten verehrt sein will, oder überhaupt zu verehren sei, während nun allzuoft die Kinder sztk Hause das ganze Jahr hindurch weder beten, noch. o>:>L> oder, pöon oder 7>r':v zu. sehen bekommen, vielmehr bemerken, wie ihre ' Eltern durch ihre Zurückgezogenheit ans der Sy- '"nagoge dieselbe -verachtenwährend aber oft die Kinder allein dahin geschickt werdenals w äre dieses ^rine Kinderverwährungsanstalt! Sagt an, was soll Nun hie Jugend von solchen'Widersprüchen zwischen LehreundLeben denken!.? -, ^, Nun geht er zürn zweiten der zehn Gebote über, erklärt den feinen und groben Götzendienst, warnt Vvv menschlicher Verehrung, vor Schmeichelei, während W' MMicheck Oberen in der Kinder An- ' weseühert - nur den'sktbtrneir und -goldenen'Geldstücken als Hauptsache knechtisch dienest,- dem Mammon'-' bedeutende Opfer bringen,^ sichschmiegen und krümmen bör dein tobten Metallals lrbte es ewig andsie Mit: ihm; während sre^weun Eigvnnutz und Häb-sucht winkeneine-' kn eck) tifchÄ Furcht rden dMitüiArWff >'eMeksen.'N 4 greller Kontrast '' irr-'G^geNWärt der Jtttzend^-zwischen- Leben-;Lehre ' 'und'Schule! -^^Uttd -^^sahren'wLx fort: wennder Lehrtr^deN Schülern das -dritte-der: zehmOebote erklärteihüen die schweren Gewissensbisse- und traurigem Uolgen ' des Meineidigen -schildert, wahrend die Angehörigen öder das Hauspersonal in der Kinder Gegenwart mit dem frivolsten Leichtsinn bei

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