Mannheim
Compact Memory

Der treue Zionswächter · 1850-02-08 · 6 (8.2.1850) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
6 (8.2.1850)
Date
1850-02-08
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2625941-2625942-2625948--2223-2626733
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

daher sollen wir mr> ftitw Leh-eir -efsljgsr^ düs er uns durck sein Gesetz zum Äüsubew hefohteM s) Die Gesetze des Säbbakhs, b) der Keuschheit, e> der Zizith, 6> der Wöhlthätigkett V) dev Genügsamkeit/ t) der eheliches Trenei Wir sollen uns folgender Dinge bksseißigen: Der Treue und des EdelMuthes, der Demütdder Gednld und des Gottvertrauens, der Wissenschaft. (Hier wird erklärt, warum der Knabs in der Schule im Pentateuch mit tnp'' ivv beginnen soll.) Wir sollen uns fern kalten von Heuchelei, das Händewaschen vor der Mahlzeit nicht unterlassen n. s. w. Eine genauere Kunde über den Verfasser habe» wir nicht anzugebeu vermocht. Besonders fällt eS uns auf, daß er den c'l^, 'w f?3f> nenntwährend wir '2p? erwarten, indem er doch p v'vs heißt. Ferner leidet der Styl mitunter an Härten, so daß wenn gerade nicht dunkel ist, doch daS VkrstäNdniß etwas erschwert wird. Die ganze Einkleidung ist auch nicht die eines hebräischen Buches, wenn wir nicht annehmeu müssen, daß Vieser Donas im Talmud nicht eben sehr bewandert gewesen sein muß. Vielleicht ist das Büchlein aus dem Spanischen oder Arabischen ins Hebräische übersetzt, oder es ist ein dem Verfasser untergeschobenes Werk. Wir gedenken nächstens einige interreffante S-zäh* lungen, die weniger bekannt sind, in diesen Blättern! mitzutheilen. U***- - »>»ooDA<§«x>cc«*- Das Gotteshaus als Borhulke zur Gwigkeit. Von E. Zweck und Einrichtung sind zwei Begriffe, welche bei jeder Sache erforscht werden müssen, die »vir gründich erkennen, die uns zum Bewußtsein unserer Handlung bringen wollen. DaS Uebereinsti.mmen der Einrichtung mir dem Zwecke giebr den Maaßstab ad, für die Erkennrniß der Geiungenheit irdischer Werke. DaS Haus, welches wir uns zur Wohnung erbauen, muß eine solche Einrichtung haben, wie eS bei» Zweck darin zu wohnen und unsere Bequemlichkeiten darin zu finden am meisten fördert, und je nach dem Grade, diese Einrichtung eine solche ist, daß diesem Zwecke entsprochen wird, in dem Grade auch ist daS HauS gelungen zu nennen. Dasselbe Perhalmiß aber müssen wir auch bei dem Hause gelten lassen, welches von Uns Gotteshaus genannt wird. Es möchte kaum nölhig sein, zn envähnLN,. daß wiruns habet picht ein Hans denken dürfen, in welchem Gon wohne, wbei etwa m i v . ein Haus WvhNuus iyny hal«n< ' Der Here-dev Schöpfungden. alle Hichrnel loicht «insckkeßeN, dev alle WrtreN und alle Ewigkeiten überragt, für? ihn vermögen schwache sterbliche Geschöpfe kein Haus der Wohnung zu erbauen. Nur als HauS, in dem wir uns Gott näher bringen, in dem wir i^n dienen und seinen heiligen Namen lobsingen, nur in diesem. Sinne nennen wir eS Gotteshaus.' Zu diesem Behufs erkennen wir für dasselbe eine dreifache Bestimmung, es ist ein Hans, worin wir unfern Geist 1) vor Gott heiligen, 2> zu Go» erheben, 3) für Gott erleuchten. Wenn wir nun Nachweisen werden, wie im Innern unsrer Gotteshäuser jeder dieser Zwecke durch eme Vorrichtung vertreten istso werden wir dadurch u m so inniger den Gedanken erfassen, daß wir hier ist der Vorhalle zur ewigen.Seligkeit stehen. Unter Erstehung des göttlichen Beistandes gehen »vir zur näher»» Entwicklung der ausgestellten Sätze über. Im irdischen Leben ist nichts unvergänglich We Wessen des irdischen Peins tragen vom Anbeginn ihrer SchLpfstng schon dek Krm ihres Todes, den Keim zur zeitlichen Veränderung ihrer: Fonv! m sich. Nicht aber nach Monden oder Jahnen erst ist den Erdenwesen, die Frist ihrer Auflösung gesetzt, sondern von dop Mgendticke ihres Seins an etten sie ihrer Auflösung entgegen, und, verändern ihre Form,, rheils sichtbar, rheils unvermerkt. Daiuit jedoch Liese Auflösung, der Erdenkörper nickst, zu schnell erfolge, dafür hat die.gütige Fürsehung der Natur die Mittel verliehen^ das Dam» der Erdenwesen zu ftistew, und den: Eimrjtti ihrer Auflösung- Monden, Jahre- M Leibst: Jshrhunhette hrnauSzMhieben. Das Mark der Erde nährt u< stärkt die Pflanze, und. dev Than und dev Regen tränkt: pnd erfrischt sie, damit sie bet ihrem EmporkZUun nickt gleich wieder verdorre» Der Blume verleihen sie-füll Wochen und Monate Dauer, den zarten Bäumen für Zahrzehende, der mächtigen Eich» sogar für Jahrhunderte Nahrung und Kraft- Dev Flamms muß nährendem Brennstoff zufließen, wenn sie nicht bald: wiedev verlöschensoll. Nicht leuchten würde das Lichl> wenn eS nicht brennbare Fettigkeit tränkte. Luft und Rah-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.