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Der treue Zionswächter · 1850-01-25 · 4 (25.1.1850) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
4 (25.1.1850)
Date
1850-01-25
Page
– (sequence 2)
Language
German
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verei konnte nur an die Bedingung geknüpft sein, daß es wieder suche'diesen Pfad, dep aus der düsteren. Nacht des Zrrthums in den Achten Tag der Wahrheit hinernfuhrt und das losgelöste Band wiederum knüpft, das unsichtbar die Erde mir dem Himmel verbindet, denn so lehren unsM W?isen: (Pes. Rab.) wb >'^2 ip'r'L v'ibn. „Gott sprach zu Moscheh: so lange Israel dem Götzendienste in Mizraim sich unterwirft^ so hange kann seine Erlösung nicht stattfinden, darum mache dich auf und sage ihnen, daß sie Liesest verruchte Werk lassen. Denn die Befreiung soll sie dem Herrn näher bringen, von dem sie sich so fern gehalten. Urzd ich frage euch, m. B. u. Schw.! hatte nicht auch in dem neuen Aegypten Israel den Gotleöweg verlassen und ist auf dem Weg fortgeschritten, der in die dürren, färb- und lichtleeren Gegenden des Unglaubens ausläuft? Wo und wann hätte die Irreligiosität mehr Herzen erkaltet, mehr Geister abgetödtet, mehr Seelen eisig erfaßt als in den letzten Jahrzehnten? Wo und wann wäre dqs Heiligste, was des Menschen ist, mehr entweiht, wäre das Erhabenste wehr in den Stand getreten worden, als in unserer Gegenwart? Wo zuid wann wäre der Glaube, wäre der ganze, große überlieferte Schatz der Jahrtausende wohlfeiler verschachert und um ihn mehr gefeilscht worden, qls in der letzten Zeit? Es ist freilich wahr, der Pharaonische Druck von außen ließ das israelitische Bekenntniß nicht zu Ehre» kommen und wir? wir .gaben das Erbe des Himmels hin, um uns dafür tzas erträumte Eden auf Erden zu sichern. Mer-Mxführer sprach: gieb mir ein Stück Juderzthum, und ich will dir dafür ein Stück Freiheit gebe»; und wir gingen auf den Tausch ein, ein. Stück Iudeythum nach dem andern warfen wir hin in den Kaufpreis — und gestehen wir.es, nz. F-? was , hatten wir dafür bekommen, welche Freiheit, welchen Gewinn? Erst die jüngste. Zeit hat sich über das Bekenntniß gestellt und. das angeborene Recht des Menschen nicht um den Preis des angebornen Glaubens feilgeboten, sie hat dem Israeliten Freiheit gegebenohne von' ihm sein Jsraelitenthum zu fordern. Wollen wir dies nicht begreifen, wollen wir diesen Grundsatz zur Erhaltung unserer Religion nicht geltend machen? Fast scheint es, als wollen wir nicht. Die zerstörende Fluth, die über die Ländex herbkauste und die Völker aus ihrem festgewurzelten Standpunkte des geschichtlichen Bewußtseins gerissen, die den politischen Staat aus seinen Fugen heraushoben und das Recht in einen neuen Boden verpflanzt hatte, spülte ihre schäumenden Wogen auch in den Garten Gottes hinein, und es rissen die Wurzeln, die dem Baum der Religion Leben und Nahrung zussihrten, und es erlosch darinnen die Flamme, die heiliges -die sonst in den Herzen die Gluthkraft zündete für Gott und veu Glauben, und es erkalteten die Seelen für das Heil, das hier auf Erden blühet und im Himmel seine Früchte reifen läßt — m. B. und Sch.! erkennet sich Israel noch in der Truggestalt des Unglaubens als den Träger der prWMiMs MK.il)?- für die Menschheit, zu dem es von Gott bestimmt? Wenn wir den allgemeinen Verfall unserer heiligen Religion vor Äugen haben, wenn es nicht mehr bloß der Brauch der Väter ist, den ihr von euch gestreift, wenn das Götteswort selbst, das heilige, kein Ohr mehr findet, in dem es wiederköne, wenn das Gottesgebot, Las geoffenbarte, vergebens an eure Herzen pocht: ich frage, muß da nicht Israel seinen geschichtlichen Lauf abschneiden inmitten der Menschheit? Wenn die eisige Gleichgültigkeit gegen jüdisches Wesen Alles ergriffen, wenn für jüdische Anstalten keine Hünd sich regen, für Mische Angelegenheiten Niemand arbeiten will, müssen da. nicht Israels Institutionen verfallen und mit ihneir die Religion selbst? Und glaubt ihr etwa, daß ich mit zu grellen Farbenzeichne? Mq fy . versuchet doch selbst einmal mit eignen Augen zu schauen in die Zustande Israels, in seinem Verhältnisse, und saget mir dann, ob es, anders. ist? Wenn ihr den Einen fragt oder den Anders, wie steht es um dein Iudenthum? wie hast du Veit Glauben deiner Väter in dir an und. ansgxhant? Hat er di? segensreiche - Früchte dir schongetragendieser Dein! Glaube? bist du von dem Lichtstrahl deiner Religion schon durchleuchtet, durchwärmt wprdrn.? fühlst du, dich gehoben durch ihre Lehren, beseeligt durch ihre Wahrheitengestärkt durch ihre Tröstungen, bist, du edler, besser durch sie., worden? Und es: wirw dir antw arten, der Eine oder der andere?- Iudenthum Glaube, Religion? -wc v^!> pü -Ach oTwrch rrimö (Jef. - 8, 20), das sind Lehren, die für mich keine Be»

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