Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 4 (25.1.1850)
- Date
- 1850-01-25
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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zur Wahrung -er Interessen -es orthodoren Iu-enthums. Ar g a ir Redaeteur: vr. En och, Direktor und Oberlehrer zu Altona. 6. ÄÄlhpMNA 25. Januar I85V. I Altona. I .PÄ v2e 2' 4» Bon diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Freitags, ein Bogen. DaS Abonnement auf ein Jahr ist 5H Ct. (2 Tblr. pr.,3Fl. 30Tr.) Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und Zeitungs»Ervedttionen. Inhalt Leitende Artikel: Die Befreiung Israels aus Egxp« tem ein lehrreiches Bild für unsere Zeiti Von Dr. Salomon Eohn. — Was thut kn der Gegenwart vor ÄÜem unfern Ge»' meinden. unfern Vorständen, unfern Rabbinen Noth? Bon I. — Zwei Lieder. Don L. — Den Gabirol. Bon I. Schwarz. ZeitungSnachrichten aus: Frankfurt a. M-, Worms, Paris. Anzeiger. — Briefwechsel —. Die Befreiung Israels aus Egypten, ein lehrreiches Bild für unsere Zeit. Eine Sabbath-OwL-Predigt. vom Rabbiner Dr. Salomon Cohn. (Beschluß) m. Die Befreiung Israels aus Egypten sollte drittens zum Zweck haben: Daß Israel zur wahren ächten Religiösität gelange, so wie es heißt in unserm Terte: v'pbr, p73vo v^Lpp vv.-, ob -zs>>rvz?rr> v? öv; „sobald du Israel aus Mizraim geführt, sollt ihr dem Herrn auf diesem Berge dienen." Denn m. F.! wenn der Körper unter dem Drucke der Sklavenkette zusammensinkt, wenn der Geist ohnmächtig auf dem Boden gefesselt liegt, wie soll da der Mensch zum Himmel sich aufschwingen, und zur beschaulichen Betrachtung und Erforschung deS Erhabenen und Göttlichen gedeihlichen Willen u. fördernde Kraft hernehmen? Muß nicht d. Blume, wenn ihr Luft und Acht abgesperrtwird, verdorren? Verkümmert nicht der Baum, wenn sein auswärts stre. bender Wuchs hinab zur Erde gewaltsam gedrängt wird? Und ist der Mensch weniger als Blume, weniger als Baum? Wie soll die Religion tiefe Wurzeln in fein Herz schlagen, wenn die eisige Decke der Tyrannei darüber sich krustet? Wie sollen seine Gedanken frei zur Gotteshöhe streben, wenn die Wucht der Knechtung hinab in den Staub sie ziehet? Und wahrlich m. F! so weit war eS mit Israel gekommen; es hatte in dem alten wie in dem neuen Egypten seines Gottes sich entschlagen, ihm war das theure Kleinod der Väter aus Händen gefallen, und es ergötzte sich an dem Spielzeug deS indisch gearteten Aberglaubens. Israel war in dem alten, wie in dem neuen Aegypten seiner Bestim. mung untreu geworden, eS hatte des Berufes vergessen, der schon seinem Urahn Abraham in den Worten gegeben war, vvcm r»p7mcvh '? 7»? nwci; „sie sollen den Weg des Herrn hüten, Tugend und Gerechtigkeit üben." (1. M. ,18) IS.) O, dieser Gottesweg war verloren gegangen inMizrajim, er hatte sich verlaufen in das Gestrüpp, womit Götzendienst und Wahnglaube die Bahnen deS Lebens überwuchern, und ISraels.Erlösung auS derSkla-