Mannheim
Compact Memory

Der treue Zionswächter · 1850-01-04 · 1 (4.1.1850) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
1 (4.1.1850)
Date
1850-01-04
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2625941-2625942-2625943--2181-2626686
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

7 Wanderungen in Palästina. Die Fürthen des Jordan. Der Jordan ist der vorzüglichste Fluß in lästina. Einige wollen seinen Namen ableiten von i'b' und der Fluß von Dan, weil sein Ursprung in der Nähe der kleinen Stadt Dan war. Sein wirklicher Ursprung ist jedoch aus zwei Queflen bei Peneas, einer Stadt, welche bekannter ist unter dem späteren Namen Cäsarea Philippi, am Fuße des Antilibanon. Er strömt ans einer Höhle hervor, am Fuße eines Abgrunds, an.dessen Seiten mehrere Nischen mit griechischen Inschriften sich befinden. Beim Beginn seines Laufes ist er ein kleiner unbedeutender Bach, und bleibt es eine ziemliche Strecke. Er nimmt eine südliche Richtung mitten durch das Land, durchschneidet den See ——Merom und den See von Gallilea und verliert sich in das tobte Meer. Jedoch ist es wahrscheinlich, daß er in den ältesten Zeiten in das rothe Meer floß, bis durch die Zerstörung von Sodom und Amorah und durch die Thalsenkung sein Lauf gehemmt wurde. Der Lauf dieses Flusses ist beinahe 100 englische Meilen, doch mit seinen Krümmungen könnte er wol 150 betragen. Seine Breite und Tiefe wird verschieden angegeben. Nach einigen bat er eine Breite von 30 und eine Tiefe von 3 Ellen. Die Furth, durch welche die Israeliten gingen, bei ihrem Einzug m das Land soll nicht mehr als 4 Fuß Tiefe haben, aber die Strömung des Flusses ist da sehr heftig. Er fließt zwischen steilen Ufern, die mit Weiden und andern Gesträuchen beschattet sind. Der Bach Kischon. Der Kischon ist ein bekannter Fluß im Lande Israel, welche nach dem einstimmigen Zeugniß alter Autoren und neuer Reisender, am Fuße des Berges Tabor seinen Anfang nimmt. Seine Richtung ist zuerst südlich, und da er die Ebene von Escalon durchschreitet, nimmt er die Zuflüsse auf, die vou den umliegenden Bergen herabströmen. In der südwestlichen Ecke dieser Ebene erreicht der Kischon den Fuß des Berges Karmel, und dann nordwestlich fließend zwischen diesem Berge und den nördlichen Hügeln ergießt er sich Ln das mittelländische Meer. Verschiedene wichtige Ereignisse kommen in Erinnerung, die in der Nähe dieses Flusses sich zutrugen. Die Schlacht zwischen Barak und Schera ward in diese Gegend geschlagen, wahrscheinlich, da der Fluß durch die Maldströme angeschwollen war, die nach einem Gewittersturme Herabflossen. Daher singt Deborah in ihrem Siegesliede. »Sie fochten vom Himmel, die Sterne in ihrem Laufe fochten gegen Sisra. Der Fluß Kischon schwemmte sie weg, der alte Fluß, der Fluß Kischon." Als der Prophet Elijass. Israel von der Wahrheit des einzigen Gottes überzeugte, gab er den Befehl, die Baalspriester zu ergreifen, und sie hinab an den Bach Kichon zu bringen, wo sie dem Tode übergeben wurden. Im Jahre 1697 sah ein englischer Reisender diesen Fluß. Sein Gewässer war damals sehr niedrig und unbedeutend, als er aber die Ebene entlang ging, bemerkte er das Bett verschiedener kleiner Bäche, die von den Bergen herab, in demselben münden, und nothwendig eine bedeutende Überschwemmung verursachen müssen nach plötzlichen Regengüssen. Äaiern. LMM MM -HM Unsere zweite Kammer hat mit bedeutender Majorität die Emancipatio» ausgesprochen, somit des Volkes Stimme sich auch in unserem Lande in diesem Punkte hinlänglich ausgesprochen. Unsere Gegner sollte man meinen, hätten nun ihre judenfeindliche Gesinnung aufgegeben! Keineswegs. Vorzüglich sind es manche Geistliche, die in ihrem Sprengel so immer noch nicht gegen uns zu agitiren aufhören werden, jetzt unter deren Einfluß Addressen an die Kammer der Reichsräthe gesammelt, um diese zu bitten den Beschluß zweiter Kammer zu verwerfen. So sicher wir auch überzeugt sind, unsere erste Kammer werde an Humanität ihrer zweiten Schwester nicht Nachsehen, so ist es besonders noch als ein charakteristisches Zeichen der Volksstimmung zu betrachten, Zdaß jene Addressen, trotz des nicht unbedeutenden Einflusses der Geistlichst verhältnißmäßig nur mit einer sehr mäßigen Zahl von

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.