Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXI (1920)
- Issue
- Heft 43 (28.10.1920)
- Date
- 1920-10-28
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Irf tf# lafctørattøfc [sident des Id dischen Nationalrates far Lithauembe- Wttmtf ått Mmat* Ab ind »lul wandten slib £,**“ f*4Lnach dem Weslen. Es vertantet, da8 Bire alrit* 3M ImmitraMM an das Mlsrachibflro in Jaffa, S* " “ z“ammen*a"* "•* den Verfolgmtea rød mit dem Antneben, Arbelt Mt sle au organisleren. P0*™"'"’ dle von der polmsehen Armee *e*en die* Es waren dies melst Leste im Alter von 20—30 Jah- .wl® aa<^ ™H itr ren, wovon cirka 200 bereits im Oaluth dem Jung- ° “** *” *'”* Misrachi oder Misrachi angehSrten. Der dem Misrachiverband angehOrende Jischub Erez Israel-Verein in Wien# nahm sich ihrer an nnd erleichterte ihnen die Reise nach Palåstina. Die Zahl der Arbeiter, die im Lande verbreiteten Berufe, wie SchJosserei, allgemeinen Lage der zion. Organisation steht. Dl# Tltigkeit des A. Joint Distribution Commlttes in Europa. Paris, J. C. B. Die Nachricht, daB das J. D. C. seine Pariser Børos aufzuldsen beabsichtige, ent- Schneklerai und Tischlerei ausøben, war gering; sprechen nicht der Wahrheit. Tatsache ist, daB der dieser nahm sich das Bdro an. In Jaffa selbst wur- Leiter des Parlser BØros, Dr- Qoldmann, nach den einige ansåssig gemacht, einige in Orte geden Vereinigten Staaten zurøckkehrt und an seiner schickt, wo Mangel an erwåhnten Berufen herrscht. Stel,e Lleut* Baker kommt- Der Zw^k des Pariser Die Mehrcahl der Immigranten gehorten jedoch BUfOS wird seln» lediff,lch a,s technische Vermlttfreien Berufen an oder waren Schiller des BethlunSSinstitution før die europåischen Missionen des Hamidrasch, die als Chaluzim sich einige Zeit før A’ c* zu dIenen* landwirtschaftliche Arbeit vorbereitet hatten. Diese håtten auch ietzt in der Landwlrtschaft Verwendung finden møssen. Leider gab es Jedoch in diesen Monaten Jcéine Arbeit in den Kolonien. Ueber landwirtschaftiiche Kwuzoth auf Rechnung der Zion. Org. AMERIKA. Interview Dr. Margosches, Im Neuyorker „Tog“ vom 26. September ver&ffentlicht der Prås. des Galizianer-Verbandes, Dr. rar^ndlmlrHClhlnihl’ntrrd| '1 ,Kr:!h 1 Margosches, ein interessantes Interview mit dem L C*ortkower Wunderrabbi. Der Rabbi erklUrte, nie Es besteht jedoch Hoffnung, daB man bei Beginn der Arbeit nach den Feiertagen im Stande sein wird, nach dem Plane des Misrachi zirka 100 Arbeiter in den Kolonien unterzubringen. Aeltere Leute brachte mehr nach Czortkow zurttekkehren zu wollen. Er wørde gem nach Amerika kommen, fails er in einer iød. Mission hin entsendet wørde. Vorderhand mochi— M 4 c * tc er edoch nach Palåstina gehen, jedoch se auch das MisrachibØro in før se passenden Berufen un* Js . . ~ . .... *■ d es noch njcht sicher. Der Rabbi bek agte tiefstens ter. Eine Anzåhl Absolventen des Beth-Hamidrasch, die auch allgemeine Bildung besitzen, wurden in das Misrachi-Lehrerseminar aufgenommen. Der Misrachi gedenkt auch in einigen Kolonien Galilåas Arbeitshåuser und Volkskøchen zu er5ffnen, ebenso solche før stådtische Arbeiter in Jerusalem, Jaffa, Haifa usw. J, P, Z. ENGLAND, Abrelse des Chlefrabbi. London. Am 6. Oktober fand unter Vorsitz von den religiosen Ruin des jetzigen Geschlechtes. Es | gebe blofi ein Mittel die Juden zu retten, wenn die I Amerikaner statt der zahlreichen Almosen, die wohl nicht viel helfen, das ganze Geld zur Ortindung von Schulen hergeben wiirden, in welchen natiirlich, im Qegensatz zu den Chadorim, neben den jødischen Qegenstånden auch die Landessprachen und irgend ein Handwerk, das før spåter Ernåhrungsmoglichkeiten biete, gelehrt werden møBten. Der Rabbi be-, tonte, wie notig Einheit und Frieden im Judentume seien und erwåhnte auch seinen Versuch, eine Ver- Uopel Rothschild das Abschiedsbankett før den' ståndigung zwischen. den Zionisten und den Szlome Chiefrabbi Dr. Hertz statt, der sich auf eine Reise, die långer als ein .^Jahr dauern soti, nach den verschiedenen englfscltlht Kolonien begibt, um einen engeren Kontakt zwischen der dortigen und der englischen Judenheit herzustelien; Reden wurden u. a. gehalten vom Kolonialminister Lord Miliner, Lord Reading, Dr. Oasfer und Prof. Weizmann. J. P. Z. Pråsldent Mlllerand und die lødische Frage. Paris, 11. Oktober. J. C. B. Der bereits gemeldeten Konferens Sokolows mit dem Pråsidenten Millerand wird hier in allen politischen Kreisen groBe Bedeutung zugeschrleben, da Millerand groBes Interesse die zionlstische und allgemeinjødische Fragen bekundet und immer die Neigung zeigte, die zionistische Idee als Grundlage før die Losung der gesamtjUdischen Frage zu betrachten. Protessor Askenasy In London* London, H. Oktober. J. C. B. Einer Reutermeldung zufolge ist der bevollmåchtigte polnische Ministerbeim Volkerbunde, Prof, Szimon Askenasy in London eingetroffem Emune Jisroei herzustellen, wobei die Føhrung der politischen Angelegenheiten die Zionisten und die der religlQsen Angelegenheiten die Emunisten øbernehmeri soliten. Dieser Plan sei jedoch gescheitert, da die Zionisten ihm nicht,beistimmen wollten. J. P. Z. AGYPTEN. Kurs fiir hebråische Sprache. Dank der Bemøhungen der „Jødischen Frauen- Vereinigung*' in Alexandria wurde von der Berlitz- Schule ein Kursus in hebråischer Sprache erdffnet. ITALIEN. Bialik in Trlest erwartet. Rom, 30. September. J. C. B. Einer Meldung des „Israel** zufolge befindet sich der berøhmte hebråische Dlchter Chaim N. Bialik bereits in Czernowltz und wird in Kørze die Reise nach Triest fortsetzen, um sich von dort nach Palåstina einzuschiffen. RUMANIEN. Judenauswelsungen aus Siebenbørgeu. <lftck#n ftis offfcfoDe Verhaadltmgsspra^ al« diaa •bgdwlesea. wardv nr&afiaa al# dia Katimm DI# Er«!#ii**ttltt«&t rfas RatfrfringsMfataa la Ptlistfna. Jerusalem. 6. Oktober. Verspåtafc J. C. B. Sir Herbert Samuel hat die erste Sitzung des Regier rungsbeirates før heute, 4. Oktober, anheraumW Das FlaggcaMsSia In PaffsÉita vertrateo. Jerusalem, 8. Oktober, J. C. B. Eine Regiertings* verordnung verbietet das Hissen von Flaggen von poiitischen Charakter. Erlaubnisse hiefQr kdnnen jedoch aus besonderen Anlåssen erteilt werden. Der hebråische Fiihrer durch Palåstina. Jerusalem, 10. Oktober. J. C. B. Die zionlstische Kommission hat den ersten „Palåstfna-Ftihrcr” in hebråischer Sprache herausgegeben. Das Buch enthalt 244 Seiten und ist mit geographischen Karten und Illustrationen reichlich ausgestattet. Die Grenzen Palåstina«. London, J. C. B. Im Zusatnmenhang mit der Wahl Millerands zum Pråsidenten Frankreichs und der Røckkehr Lloyd Georges von den Sommerferien bespricht „Palestine**, das Organ des britischen Palfistina-Komitees die NotWendigkeit der definitiven Regelung der bis heute noch offen gebliebenen Frage der Nord- und Nordostgrenzen Palåstinas. Die Frage sei von viel zu grofier Bedeutung, als das sie als Angelegenheit zweiten Ranges behandelt und von den Unterbeamtén gelost werden soli. Sir Herbert Samuels Besnch in Abn Ghosb. Jerusalem, 9. Oktober. J. C. B. Sir Herbert Samuel besuchte in Begleitung Ussischkins, Meyuchas und Dr. Thon die arabische Siedlung Abu Ghosh, wo er von allen arabischen Scheichs der Umgebnng horzljch begrttøt und empfangen wurde. Auf eine Rede des High Commissioners antwortete im Nanien der Versammelten der Scheik Achmed Aluri und dankte der englischen Regierung før die Ernennung Sir Herbert Samuels zum High Commissioners Palåstinas, unter dessen Regierung das Land sich wieder zu erholen begonnen hat. Eine Andachtstéler zil Ebrøo, TruntReldors. Jerusalem, 10. Oktober. J. C. B. Im Ar bei ter lager in der Nåhe Tiberias wurde eine Andachtsfeler zu Ehren des gefailenen Helden Captain Trumpeldor bei einer massenhaften Beteiligung abgehalten.* Erbifnung des Yerkehrs aul der neuen Jalfa-^Ludd- Llnte. JaiTa, 10. Oktober. J. C. B. Die Bevolkerung feierte hier die Beendigung des Baues der breitspurigen Jaffa-Ludd-Eisenbahnlinie und die Erdffnung des Verkehrs. Sir Herbert Samuel føhrte den ersten Zug von Ludd nach Jaffa, wo er beim Eintreffen von den militårischen und zivilen Wiirdentrågern feierlich empfangen wurde. Die Palåstlnaemlgratlon aus Rumånlen. Bukarest, 9. Oktober. J. C. B. Das Palåstinaemigrationsbøro in BeBarabien erhielt vom englischen Konsulate die Mitteilung, daB die Påsse der Palå*> stinawanderer ohne amtliche Empfehlung von seiten der englischen Behdrden (n Palåstina nicht vidiert werden kdnnen. Das Palåstinaamt in BeBarabien wandte sich daher mit einer diesbezøglichen Petition an das Foreign Offize in London. Entscbådjgung der Pogromopier in Jerusalem. Jerusalem, 8. Oktober. J. C. B. Die Regierung hat begonnen den Schadenersatz den an den Osterauschreitungen in Jerusalem, besehådigten Familien auszuzahlen. Før diesen Zweck sind 20.000 Pfund assigniert wordeo.' Die Hdhe der Schadenersatzsummen ist von der Zionist. Kommission festgesetzt und von der Untersuchungskommission der Regierung als richtig befundeu*-worden. Hofe#båu Jaffa. Vertreter einer hoUftndisehen Hafenbaugesellschaft, sind in Jaffa eingertoffen, um der Regierung die bereits fertigen Jla^nplåne før Jaffa zu unterbreiten und Uber die finanziellen Fragen zu konferle« ren. Die Kosten des Hafenbaues sollen sldi auf 600.000 Pfund stellen. Man holft, ■die ArbeKén, die gegen drei Jahre dauern und nabesa 1000 - Arbeiter und Angestellte beschåftigen eollen, im kommendtn Mårz zu beginneth J, p, 2. JUdlscbe Pogromwalsen aus der Ukraine nach Sud- Alrlka. London, 12. Oktober. J. C. B. Die sødafrikanische Regierung erteilte die Erlaubnis zur UeberfUhrung von jUdischen Kriegs-, und Pogromwaisen aus der Ukraine nach Sttd-Afrika. In JUdischen Kreisen beabsichtige man ungefåhr 2500 Kinder nach Siid- Afrika zu verpflanzen.. FRANKREICH. Die Juden und General WrangeL Paris, 9. Oktober. J. C. B. General Wrangel hat neulich mehrere Juden, darunter die Bankiere Kaminsky, Brodsky und H. Gassen zur Teilnahme an der politischen und wirtschaftlichen Konferenz in Kiew eingeladen. Vorlåuiig begab sich nur H. Gessen, ehemaliger -Redakteur der „Rjetsch“ in das Hauptquartier des Generals Wrangel. Dte Eiihrer des lithauischen Judentume in West* europa. Paris, 8. Oktober. J. C. B. Die Fflhrer des lithau* ischen Judentums, Dr. Woloweltschjk, Minister før Jødische Angelegenheiten und Dr, Rosenbaum, .PrØ- Bukarest, 10. Oktober. J ,C. B. Die jødische Presse verzeichnet eine Reihe von ausgewiesenen Juden aus SiebenbUrgen, obwohl sie sich mehrere Jahre vor Kriegsausbruch im Lande niedergelassen und sich dort wirtschaftliche Existenzen gegrøndet haben. „Mantnaren**, appelliert an die Zentralregierung diese gesetzwldrigen Ausweisungen zu widerrufen, die besonders in Clui (Klausenburg) und in Marmarosch-Sziget massenhaft betrieben werden. Hebråtsches Schulwesen in Siebenbørgeu. klausenburg, 10. Oktober. J. C. B. Vor kurzem ist in SiebenbUrgen der „Tarbuth**, hebråischer Landes-Schulverein gegrøndet worden, dessen Zweck das ganze jødische Schulwesen zu leiten ist. Der Tarbuth øbernimmt auch die Leitung der vorhandenen jødischen Schulen und sorgt før Errichtungen neuer Lehranstalten, wo dies sich notwendig zeigt. Die erste Schule des Tarbuth wurde am 25. September in Klausenburg feierlichst eroffnet. Die Schule ist ein jødisches Knaben- und Mådchengymnasium, in dessen untersten Stufen der ganze Unterricht in hebråischer Sprache erfolgt. Ueber Ersuchen des Siebenbørgischen Jødischen Nationalverbandes hat der Kuttusaus&cbug der Londoner zionistischen Jah-