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Jüdische Volksstimme · 1920-09-23 · Heft 38 (23.9.1920) · page 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXI (1920)
Issue
Heft 38 (23.9.1920)
Date
1920-09-23
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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S«lt* I. jmmcae »ouaanur -—»«—^— —- * ■-— ■•'» .. Nr. 38. Café Bellak 5 K, Abraham Kupfermann K 17.44, Lize Adler K 6.06, Max Frankl 10 K, Samuel fuchs K 18.32, Otto Lowy 36 K. Ida Wittal 10 K, Max Hickl 5 K, Albert Morgenstern K 6.86, Lebenhart 5 K, Hugo Singer K 5.50, Walter Schon K 4.50, Dr. Dische K 15.20, Ida Bock 10 K, Otto Breda 2 K, Robert Steiner 6 K, Adolf Miiller K 23.86. — Oelbåume: Anny Qoldstein 1 Baum 15 K, Sam. FrUhmann 1 B. 15 K, Paul Singer 2 B. als Erlos fiir gesammelte Marken auf N. Emilie Singer 30 K, Geschw. Fuchs anl. Jahreszeit auf N. Ihres Vaters Moritz Fuchs und Ihres Bruders Heinrich Fuchs 2 B. 30 K, Dr. Simson Klarer auf N. seiner neugeb. Tochter Herta 1 B. 15 K. — Allgemeine Spenden: Reinhold Kinn, Heinrich Bauer, Leo Uttmann, Frankl, N. N. å 5 K, Dawid Ungar 20 K, Hugo Piowaty 30 K, Flora Low 30 K, Teod. Schiitz 5 K, Ludwig Zaitschek 20 K, Moritz Zaitschek 10 K, Alfred Sommer 5 K, Neugebauer 3 K, Filipp Rossier 5 K, Paul Singer 20 K (Tempelspende) und 18 K Einlosung einer Miinze Georg Freund, Wiener 5 K, Dr. Otto Lampi 40 K, Adolf Braun, Bellak, Qoldstein, Salzmann, Gottlieb å 3 K, Chaluzim „Gruppe Tandler'4 80 K, Adolf Muller 30 K anl. Jahreszeit seiner Mutter, 20 K Gratulations-Telegramm, Molli Weich 50 K, Egon Mandler 1 K, Heinrich Kapp 20 K (als Abgabe fiir Wohnung), Tora-Spende im Machsike-Hadas: Dr. B. SuBmann 50 K, Josef Raufer 10 K, Isak Kahane 5 K. — Keren Hajessod: Paul Singer 20 K, Isak Biirstenbinder 50 K. Waisenhausverein. Auf Grund unseres Artikels „Waisenhaus" sind folgende Spenden als Mitgiledsbeitråge eingelaufen: Alois Hochwald, Stephansgasse 8, 20 K, Klein Berthold, Bratislavska 2 a, 20 K, Max Hochwald, Stephansgasse 8, 20 K, GroB Ludwig, KoliSté 61-63, 50 Kronen, Freund Theodor, Stephansgasse 8, 20 K, Ing. Max Singer, Rosengasse 3, 100 K. Humor im Sporte. Aus nahestehenden Kreisen geht uns soeben die Nachricht zu, daB sich eine groBere Anzahl von Makkabi-Mitgliedern zu einem Klub der „Mitmacher" zusammengeschlossen haben, dem leder fiir jiidischen Sport sich interesserende Jude, månnlichen oder weiblichen Geschlechtes, angehdren kann. Vorbedlngung ist, daB er bei Wettspielen des S. K. Makkabi „mitmacht'.'. Die konstituerende Sitzung des „Mitmacher"-Klubs erfolgt $onntag, den 26, September, 9, Uhr abends, im Café Thonethof, I. Stock. Die Wahl des Obmannes erfolgt bei dem am gleichen Tage stattfindenden Wettspiel, zu welcljem die Mitglieder korporativ zu erscheinen haben. Jedes Mitglled muB mit einem Thermometer ausgerlistet sein. Wessen Thermometer den hochsten Grad des „Mitmachens" anzeigt, (siehe Temperatur) erscheint per Akklamation zum Obmann gewåhlt. Pflichten .der Mitglieder: 1. Korporativer Besuch jedes Makkabi-Wettspieles. 2. Korporatives „Mitmachen" (ie schwerer das Wettspiel, desto stårker das „Mitmachen"). 3. Jedes Mitglied ist verpflichtet einen gewissen Minimal-Betrag auf den Sieg Makkabis zu wetten. 4. Im Falle einer Niederlage fallen die gewetteten Betråge dem S. K. Makkabi zu, im Falle eines Sieges dienen sie zur Bestreitung der „Siegesmahr'-Kosten fiir unsere braven Jungen. — Rechte der Mitglieder: Jedes Mitglied des Klubs hat das Recht auf unentgeltliches „Mitmachen". — Wir glauben annehmen zu konnen, daB die Neugrilndung des „Mitmacherklubs" einem lange bestehenden Bedilrfnis der Jiidischen Sportwelt in Brtinn vollinhaltlich Rechnung tragen wirt^ Wir iibermitteln daher dem neuen Klub unsere wårmsten Glilckwiinsche fiir die beginnepde Mitmachersaison. — Die Redaktion ist gerne bereit separate Sportberichte ilber das „Mitmachen" zu veroffentlichen. Die Sportredaktion. Spendenausweis des Vereines „Jiidische Schule" lu Brtinn. (Erscheint allwochentlich.) Sammelbogen Frau Ing. Singer 1250 K, H. Otto Weich 5000 K, Sammelbogen Adolf Miiller 1000 K, H. Siegfried Kessler 500 K, Dr. Sonnenfeld 500 K, Sammelbogen Verein „Deborah" 603 K, Dr. Schreier 100 K, Rechenzettel Restauration Smetana, Zeile, 200 K, Kultusgemeinde Gaya 2QQ K, Kultusgemeinde Goding 100 K, Kultusgemeinde Ung.-Hradisch 50 K, Kultusgemeinde Prerau 30 K, Kultusgemeinde Znaim 20 K, Kultusgemeinde Nikolsburg 20 K, Kultusgemeinde Koietein 65 K, Kultusgemeinde Pirnitz 5 K, Sammelbogen Dr. Viktor Braun, Ung.-Hradisch, 100 K, Max Schongut 5 K, Siegfried Blumenthal 50 K, Albert Hochwald 5 K, Leonhard Wolf 5 K, Ing. Wilhelm Windholz 10 K, Richard Wein 10 K, Siegfried Kornitzer 5 K, Hel, gisner 5 K, Leopold Bauer 5 K, Max Goldmann 5 K, Briider Siebenschein 10 K, Jakob Liebling 10 K, Hans Hirsch 5 K, Adolf Brick 5 K, A. J. Ticho 20 K, Familie Elsner, Bruck, 30 K, Jakob Schlesinger 10 K, Richard WeiBenstein, Iglau, 100 K, Julius Soffer 300 K, Fritz Soffer 150 K, Josef Spitzer, Wolframs, 500 K. Bristol-Klno. Uriel Akosta. Wir verweisen auf das Inserat in unserem heutigen Blatte. Die Jtidischnationale Verelnlgung veranstaltet am Dienstag, den 5. Oktober, in der Schwechater Bierhalle eine Simchas-Thora-Feier. Gåste herzlichst willkommen. Buffetspenden werden dankend ange* nommen. Korrespondenzen. Schrelbcn des Oberrabblners Dr. Jung an die jiidische Gemeinde In Ung.-Brod.*) Nach der allgemeinen mTID denkt man hier in jiidischen Kreisen an den Aufbau und Belebung des Judentums, nattirlich ist mancherpleinernTID (Umsturz). Ich hore, die Broder (Gemeinde) wird sich auch aufraffen und der Mittelpunkt vom orthodoxen Leben in Måhren werden. Sie werden es begreben, daB ich auBerordentliches Interesse an Brod håbe, da ich dort meine besten Jahre verlebt håbe. Es wiirde mich aber sehr freuen, wenn es anderen gelingen mochte, meine Ideale so zu verwirklichen. Ich konnte mir dann einbilden, daB ich manches beigetragen håbe, um den Boden dafiir empfånglich zu machen. Die Hauptsache bleibt, daB die Orthodoxie geeinigt wird und daB sie die Losung aller Fragen religioser, sozialer und okonomischer Natur in die Hånde nimmt. Der religiøse Gedanke muB bleiben der p'rn ms FQr den Streit zwischen den Charedim und Zionim gibt es nur eine Løsung. Die Zionim milssen sich der Orthodoxie anschlieBen, die die Fiihrerschaft haben muB in allen Fragen, die mit Religion in Verbindung stehen. Die Thora muB bleiben der HID'1 des Judentums, alles andere kann nur im vollen Einklange mit der Thora geschaffen werden. Der Krieg hat gezeigt, daB der Materialismus konsequent durchgefiihrt, zur eigenen Zerstørung ftihrt. Die Vølker stehen am Grabe ihrer materialistischen Ideale, es wåre geradezu tøricht, wenn wir in einer solehen Zeit der Erntichterung den Materialismus als die Grundlage unserer Zukunft, als Volk betrachten sollen. Der Materialismus, der sich unfåhig gezeigt hat, selbst måchtige Nationen zu erhalten! Es ist mehr denn je unsere Pflicht, der Welt, die der Erløsung harrt, den Idealismus, als das einzige Mittel zu empfehlen, das den Einzelnen sowohl wie die Nationen zum wahrhaften Glticke fiihren kann. Die ganze Orthodoxie, oder besser das ganze jiidische Volk, geeint durch den religiøsen, idealen Gcist, wird einen måchtigen Eindruck auf die Volker machen. Das jiidische Volk muB ein bilden, aber ein JYljOV in Heer, in welchem die Zionim wohl als gemeine Soldaten kåmpfen konnen, die Generåle aber mussen Charedim sein. Ich betrachte es als einen otyrr daB wåhrend die Dv")3fU und kåmpfen fiir Erez Jisroel aus religiosen Griinden wir als OTp *»U1 betonen nur aus nationalen Griinden. Das bischen Achtung, welches wir in der Welt genieBen, verdanken wir unseremt^Flp HjCharakter und wir begehen den alten Fehier, verlasscn das p4'H, und erfinden p'WJ HIDS betonen Gedanken, die gerade jetzt bankrottiert faaben. Ich håbe Herrn Gliick' wegen Agudas Jisroel geschrieben. Ich hoffe, Brod wird die Organisation *) Wir drucken den Brief des Herrn Oberrab. Dr. Jung ab, ohne alle seine Konklusionen zu ziehen. Uns wird es gewifi freuen, wenn die Orthotioxie mitarbeitet, sie kann getrost die Qenerale stellen. (Anni. der Red,) der jadlschen Welt M&hrens 7TH W7 HID' by In die Hånd nehmen und fltithelfen, daB das Ideal des jtidischen Volkes beziiglich Erez Jisroel durch die Orthodoxie verwirklicht wird. Dr. M. Jung, Oberrabbiner, London E. Mile End Bancroth Road 14. Leipnik. Åls Einieitung des am 6. und 7. September in Leipnik stattgefundenen Studententages der jiid. akad. Ferialverb. Måhrens und Schlesiens, veranstaitete die jiid. akad. F. V. „Massadah" am Sonntag abends eine BegrtiBungsfeier mit anschlieBender Akademie und Tanz, die sowohl in kiinstlerischer, ais auch gesellschaftlicher Hinsicht alle Erwartungen tibertraf. In Anwesenheit der Delegierten der jiid. akad. F. V. Måhrens und Schlesiens, der Vertreter verschiedener Korporationen und fast der gesamten Judenschaft Leipniks und deren Umgebung erøffnete der Cand. Ing. W. Berger den Abend mit kurzen Worten der BegrtiBung, worauf J. U. C. E. Wolf die Festrede hielt. Die Akademie wurde durch eine von Massadånsern L. und K. OieBkann und L. Feuermann in glånzender Weise gespieltes Musiktrio eingeleitet. Hierauf folgten Rezitationen von Fri. Grete Løw-ProBnitz, deren Vortråge stiirmischen Beifall ausløsten. Den Høhepunkt des Abends bildeten die Gesangsvortråge des Baritons des Ostrauer Stadttheaters H. A. Weltner, dessen Darbietungen den Ruf des Sångers wollauf rechtfertigten. Die anmutigen Tånze des Fri. R. WeiBkopf ernteten reichen Beifall. Den SchluB der Akademie bildete die Aufftihrung der Posse „Im dritten Stock" von W. Mejo, deren Darsteller (drei Leipniker Massadånser und die Damen F- Himmler, E. Rosenzweig und K. Freudmann), sich Ihrer Aufgabe in bester Weise entledigten. Der anschlieBende Tanz schloB den Abend in anregender Stimmung. Mahrlsch-Triibau. Am 31. August d. J. veranstaltete die hiesige jiidische Jugend einen musikalisch-deklamatorischen Abend, bei welchem den hier ansåBigen jiidischen Bewohnern Gelegenheit geboten wurde, die hervorragendsten musikalischen Werke des in weiten Kreisen bestbekannten Komponisten, Herrn A. Haitmann (Gewitsch) kennen zu lernen. Nach einer BegrtiBungsansprache des Herrn Max Miitz folgten in kurzen Pausen Violinvortråge mit Klavierbegleitung, ausgefiihrt von dem Studierenden Walter Diamant und Fråulein Grete Honig; Deklamationen fa. zw.: „Die Musik der Armen" von Seidel, vorgetragen vom Oktavaner Walter Steinschneider; „In memoriam" von H. Zuckermann, vorgetragen vom Septimaner Siegmund H6nig; „Donna Clara" von H. Heine, vorgetragen vom Sextaner Gustav Busch, „Lieder zur Laute", vorgetragen von Fråulein Busch. Wåhrend der einzelnen Pausen brachte Herr A. Haitmann die von ihm vertonten Dichtungen Hugo Zuckermanns „Misrach", „Verlorene Jugend", „Menora" von Herzl und die „Hatikwah von Herzl mit seiner klangvollen Stimme zu Gehør. Reicher Beifall wurde dem Sanger und Komponisten, der von Frln. Grete Honig meisterhaft am Piano begleitet wurde, zu Teil. — St. — Literatur. Feullletons von Theodor Herzl. 2. Bånde, mit einer Vorrede von Dr. Raoul Auernheimer. Benjamin Harz Verlag Berlin. In Leon Kellner Herzlbuche lernen wir den jungen Wiener Schriftsteller Theodor Herzl kennen, der sich mtiht und plagt, bei irgendeiner Zeitung unterzukomtnen, bis ihn endlich die „Neue Freie Presse" als ihren Korrespondenten nach Paris sendet. Der Pariser Tåtigkeit Herzls verdanken wir sein „Palais Bourbon", (hoffentlich macht der ruhrige Harz-Verlag auch von diesem leider so unbekanntem Werke Herzls eine Neu-Ausgabe, nachdem er uns bereits die „Philosophischen Erzåhlungen" und nun die „Feuilletons" geschenkt hat) und den fiir uns Jungjuden so bedeutsamen „Judenstaat1*. Aus Paris zurtickgekehrt wird Herzl Feuilleton-Redakteur der „N. Fr. Pr.“ und die Frtichte dieser Aussaat liegeu nun in zwei Banden, in der 2. Auflage vor uns. Der Verlag hat sich die gr6Bte Miihe gegeben, die Feuilletons in mogiichst eleganter Ausfiihrung auszugestatten und es wåre hoch an der Zeit, daB Herzls Werke zum Bestandteil ieder Bibliothek von Zionisten gehoren. Ueber die Feuilletons ist heute nicht viel zu sagen. Sie sind den Perlen deutscher Literatur zuzuzåhlen. Von vielen angefeindet werden sie sich auch

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