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Jüdische Volksstimme · 1920-07-15 · Heft 29 (15.7.1920) · page 7

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXI (1920)
Issue
Heft 29 (15.7.1920)
Date
1920-07-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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.ffluwmr rftirnnmur MM 7. Nr* 2*. I in der zionistischen Bewegung mUflten die Orthodoxen die Oenerale sein. Referent ftihrte aus: Wir haben nichts dagegen; die Orthodoxen kQnnen Generalc werden, aber sie mtissen zuerst in unserem Lager stehen, denn wir konnen Leute, die uns feindlich gesinnt sind, nicht zu unseren FUhrern machen. Nachdem der Vortragende einen warmen Appell an dal^Publikum gerichtet hatte, sich an den Sammlungen fur den Pal&stinaaufbaufonds und dem Herzlwalde rege zu beteiligen, schloB er seine Ausftihningen. Herr Oberkantor Abrahamsohn, der Ubrigens in einigen Wochen schon unsere Stadt verlUBt, um seine neue TUtigkeit im Budapester Tempel in der Tabakgasse aufzunehmen, begann seine ktinstlerischen Darbietungen mit „der letzte Hchepriester“ von Michael Sachs. Symphonische Dichtung von Julius J. Major. Frau Rost hatte die LiebenswUrdigkeit den Sanger am Klavier zu begleiten. Fri. A ranka Ehrenthal erntete fiir ihr Spiel reichhaltigen Beifatl. Das Fest war sehr gut besucht, trotzdem der Rabbiner von Haus zu Haus durch seine Meschorsim den Besuch verbieten lieB, angeblich weil getanzt wUrde. Trotzdem war die orthodoxe Jugend belderlel Qeschlechtes sehr stark vertreten und es ist wirklich verwunderlich, warum die orthodoxen Eltern ihre Tochter nicht nur den Csafdas sondern die modernsten Tånze unterrichten lassen, wenn die Kanzel 27a Stunden dazu benlitzt wird, um gegen den Zionismus zu wettern, der den MUnnern und MSdchen das gemeinschaftliche Tanzen ermdglicht. Es muB bei dieser Art Orthodoxie doch etwas nicht stimmen. — h — * * * Mlttellungen des Jtidischen Frauenverbandes Prag. Sehr lieber, 4jahriger Knabe, vaterlos, unternUhrt, bei fremden armen Leuten untergebracht, da Mutter schwer lungenkrank und braucht dringend Sommeraufenthalt auf dem Lande bei guten Menschcn, die sich seiner annehmen werden. Der Knabe is i sonst gesund und bendtigt bloB etwas Pflege. Eventuelle freundliche Antråge sind zu richten an Fri. Trude Newekluf, Prag, Nårodnl 38. Literatur. Eug.en Hdfli'ch: Feuer Im Osten. E. T. Tal & Comp. Verlag Leipzig, Wien, ZUrich. Gebunden Mark 10 (d. 6. K 30), geheftet Mark 8.50 (d. 6. K 25). Initialen zeichnete Elijahu Rappeport. —■ Mit uunennbarem Hasse gegen die Tiinche Europas, die sich allgemein Kultur bezeichnet, ist dies Btichlein geschrieben. Hoflich, losgeldst von allen Banden, die ihn an Europa ketten, steht da wie ein Prophet auf einsamer Hohe, alle Kulturwidrigkeiten und Barbareien, die der ,,glorreiche“ Krieg im Orient und namentlich in Palåstina angerichtet hat. Mit einer an Pantheismus gemahnenden Seele fiihlt Hoflich mit den Menschen und Qeschopfen. Hier mit dem erschossenen Smaheliprinzen, dort mit dem ermordeten Hunde Mafi, mit dem sterbenden Kameles Scheitan gegen den Tyrannen von Pal&stina Djemal Pascha. Unendliche Liebe rast durch des . Dichters Adern zu Jerusalem, Palåstina, den Juden. Biblische, wuchtige Sprache. Sprache der Thora und Propheten. Elijahu Rappeport zeichnete in grteskarabesker Weise die Initialen zu den einzelnen Skizzen. 1920 SBodiettfaleitber 5080« JuK Festtage mttfcn s 3 17 rottb ’jo s i 18 M n 19 D 20 M 1 21 - D r 22 F n 23 D'liDlH pN 3 is 24 D'W .pin .pie pin Minna Schmlta, Lundenburg, Paul Neumann, Kostel, Verlobte. Achtung! ZUR BEACHTUNG EMPFIEHLT die Firma JAROSLAV STOZ1CKY, Brunn, Schlossergasse 2, Telephon 2814, ihre Schaufenster flir Musikfreunde, in welchen tdglich reichhaltige Neuheiten zur Schaustellung gelangen, und zum Besuche der Musikalientiandlung ohne Kaufzwang._ SEGMUND FLUSS Kumtrørberel und cbemlscbes Relolgungswerk. —' Fabrik: Brfian, Zelle Nr. 38. — Telephon 576. RechnnngsabschluB der MShrlsch-schlesfschen wechselseltlgen Verslcherungsanstalt fiir das Verwaltungsjahr 1919, d. i. vom 1. Oktober 1918 bis 30. September 1919. Stand der Versicherung: Gebaudeabteilung: Anzahl der Teilnehmer 135.727, Versicherungswert 1.229,738.706 K 63 h; Mobilar* tind Glasabteiiung: Anzahl der Teilnehmer: 50.342, Vcrsicherungswert: 805,431.912 K; Einbruchabteilung: Anzahl der Teilnehmer: 890, Versicherungswert: 26,577.620 K 45 h; Hagelabteilung: Anzahl der Teilnehmer: 1257, Versichernngswert: 10,490.200 K 35 h; zisammen 188.216 Teilnehmer. mit einem Versicherungswerte von 2.072,238.439 K 43 h. — Verwendung des Ueberschusses: Ueberschufl aus der Jahresgebarung: Gebaudeabteilung 1,079.610 K 35 h, Mobilar- und Glasabteilung 288.740 K 98 h. Einbruchabteilung 240 K 25 h, Hagelabteilung 55.905 K 24 h. Hierzu Vortrag auf neue Rechnung aus dem Vorjahre: Gebaudeabteilung 52.996 K 72 h, Mobilar- und Glasabteilung 66.960 K 88 h. — Hiervon wird verwendet zu: l. Riickvergiitungen an Versicherte durch Anreclinung auf die weiteren Pramienzahlungen als: 35°/oiger NachlaB von der tarifmafligen Pramie: Gebaudeabteilung 1,037.498 K 18 h; ll%iger NachlaB von der tarifmSBigen Pramie: Mobilarabteilung 212.207 K 95 h. 2. Dotierung des Reservefonds gemaB § 55, Abschnitt II, § 24, Anhang VI, und § 35, Abschnitt III, der Statuten: Gebaudeabteilung 86.108 K 89 h, Mobilar- und Glasabteilung 142.935 K 4 h, Einbruchabteilung 240 K 25 h, Hagelabteilung 55.905 K 24 h. 3. Vortrag auf neue Rechnung: Mobilar- und Olasabteilung 558 K 87 h. — Ferdinand Schnitzler m. p., PrSsident des Verwaltimgsrates. Gustav Nischelwitzer ni. p., Hofrat, als Regierungskommissar. Friedrich Redlich m. p., Vize-Prasident des Verwaltungsrates. Josef Luksch m. p., Mitglied der Direktion und des Verwaltimgsrates. Johann Bruckmiiller m. p„ Oberdirektor. Eugen Titl m. p., Stellvertreter des Direktionsmitgliedes und Mitglied des Verwaltungsrates. Die Revisoren: Dr. C. Reissig m. p. Josef Kafka m. p. Anton Zivansktf m. p. Karl Melion m. p. Konkurs. In der isr. .Kultusgemeinde'Slov.-Pravno Stub. Teplice ist die Stelle eines Religionslehrers der auch Vorbefer und Schochet sein muB, mit l. September 1. J. zu besetzen. Bewerber wollen ihre Offerte, dem auch Zeugniskopien beigelegt sein miissen, mit Angabe des Alters an gefertigten Pråses einsenden. Gehalt nach Uebereinkommen. Horna Stubfia, am 23. Juni 1920. Alols Jellinek, Pråses. Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Boskowitz ist die Stelle des Rabbiners zu bestezen. Derselbe hat die rabbinischen Funktionen zu versehen und den Religionsunterricht zu erteilen. Die Kenntnis der Cechischen Sprache ist erwtinscht. Gehalt nach Uebereinkommen. Die gehorig belegten Gesuche sind bis Ende dieses Monates beim Kultusvorstand feinzubringen. Boskowitz, den 8. Juli 1920. Der Kultusvorsteher. H. Hl<Kl, luklad. » Brné, Ofll 8. 9. FLAV1US JOSEPHUS: Vålka iidovskå. (O zåniku b^valé?l§e Zidovské ss a zkåze Jerusalema.) II. Dfla «• 108 vyobrazanfmi v taxtu a 24 pNløhami. Broi 50 K ttMÆ v§. Poeben erschienen: Dr. A. SCHWADRON f K 6.90. Dr. DONdTH K 3.50. M. Hlckls Verlag, BrUnn, Adlerg. 9. 3n 2R. $itlld ®ettag 58r ftitn, Ublerøaffe 9, etfdjien foebcn: JRabbi 3faal »boai hkdpi muo Der Llchtspendende Leuchter øeecbeitet unb ind $eutfdje ftbertragen bon iRa&Btner ®t. <S. SBambetget, Hamburg. (Brcofjoftab, C62 ©etten, ®rucf unb ^apter borguglidE}. røret* ©efdjenl&anb mit teinet SDecfel* unb Støden* pteffung 36.— K. 3)iefe8 betuljmie bolfdtihnlidje ffierl, bod in leinern jii* bifdjen $aufe fejlen barf unb bad geeignet ift, JBelelj* tung unb Orbauung, Siebe gu ©ott, gut JEautolj unb gurn ^ubentunt gu berbreiten, ift gugleidj ein Som* penbium bet jubifeben (Etbi!, aud 50ibel unb Xaltnub in urfpriinglicbfter gorm mit Siennung bec Stamen ber UebetUeferer unter genaueftet CueOenangabe baege* fteUt, eine nadb Materien georbnete funftboHe @amm* lung bec talmubifd^en SIgaba unb bie bejte, toeil unbe* abfidbtigte apobgeiifdbe (Sd^cift. 3u begieben bueeb aøe SØucbbonblungen u. bom 83erlag; V2. OidFf EecUg, fieftnn, Vbletgaffe 9. Festgebete »rdi. hohen Feiertage um Di’i rtwrt m~b urrto Gebet, und ErbauungsbUcher, deutsche Andachtsbticher mj'nn 'ammtt 'd^hd Seldenu. Woll-Tallesslm. — Goldu. SUberborten D^B Kuststickereien in Gold und Sliber nwi rorim rnin Jahrzeittabellen und Friedhofsgebetbilcher, Tefillin, Mesusos, Schofros, Esroglm, Lulowim, Hadasslm. HlckFs lildlscher Kriegskalender mit Ehrentafel der gefallenen jtidischen Soldaten. mnsn mm Jiidlsche Neulabrskarten ca. 100 Sujets. En gros, en detalL — Wiederverkftufer Qberall gesucht. JUdlscher Buch- und Kunstverlag Wien, VUL, Lerchengasse 6a — Briinn, Adlergasse 9. Die jiidische Literatur durch zwei Jahrtausende. 35 hebrdische (vokalisierte) Probe-Stttcke a. d. jiid. Literatur nebst neutscher Uebersetzung. Starker Band au! holzfr. Papier gedruckt, brosch. 25 Mk„ geb. 31 Mk.,- mit 20°/o Zuschlag. Porto, Verpackung und Einschreiben pro Exemplar 1 Mk. Diese prachtv. Zusammenstellung entb, StQcke aus Mlschnab, Talmud, Mldrascb, ferner aus den jtld. Religionsphilosophen, wie z. B. Malmonides, aus den Historikern, Reisenden, Kåmpfern und Gelehrten des JudenJums und zwar aus allen Zeiten. Da ist die Selbstbeiographie Abarbanels, die Gescbichte . der hebr. Poesie in Spanien v. Alcharisi, das Leben Sabbathai Zebis von R. Jakob Emden und bier finden sich Auszflge aus den Chronisten Josef ba-Kohen, David Oanz und Jebuda b. Jehoschuab. Es febien nocb Mendelssohn, Eucbel, Sal. Rappaport, Wessely, Bensel, Reggio usw. Stets sind prægnante Stellen aus den Originalwerken mit Sachkenntnis, Qescbmack und Liebe berausgesucht. Dureb die belgegebene deutsche Uebersetzang Ist das Werk aucb fiir leoe, die des Hebrllscben ulcbt miebtig sind, elu geradezu idealer Fiibrer dureb die GesamtUteratur des Judentums. H. Hlckls Varias, Irfiaa, Adlergasse 9 und Wien, VIU.,

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