Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XX (1919)
- Issue
- Heft 3 (24.1.1919)
- Date
- 1919-01-24
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nf. S. »Stttsch« auf Grund der beschlossenen Wahlordnung einzuberufen. 2. Bis zur Einberufung der Nationalversammlung führt der provisorische Rationalrat den nationalen Kampf an, schützt die jüdischen Interessen in Polen und beteiligt sich am nationalen Kampfe des allweltlichen Judentums. B. Der provisorische Nationalrat wird zur Sntsen» düng einer Delegation ermächtigt, die an einer von den Nationalräten aller Länder beschickten Konferenz teilzunehmen hätte, welcher die Wahrung der jüdischen Interessen auf dem Friedenskongress obliegen wird. 4. Der provisorische Nationalrat nimmt an dem Wahlkampf zum Landtag aktiven Anteil und stellt nur solche Kandidaten auf, die sich verpflichten, die Beschlüsse der Nationalversammlung zu unterstützen und vom nationalen Gesichtspunkt auS das volle Vertrauen derdienen. 8. Die Konferenz drückt den Wunsch aus, dass die Landtagswahlkampagne deutlich erkennen lassen möge, dass sich das polnische Judentum als Teil der jüdischen Nation und als nationale Minderheit betrachtet. Der Konferenz wohnten auch zwei Delegierte auV Westgalizien bei. Der Führer der Lemberger Assimilanten an den General RozwadowSki. Der bekannte Führer der Affimilanten Dr. Tobias Aschkenasc in Lemberg richtete an den General Rozwadowski einen offenen Brief, in dem u. a. auSgeführt wird: «In Lemberg werden die Juden von der polnischeu Bevölkerung wieder drangsaliert und in schlimmster Weise behandelt. In der Stadt kommen nach wie vor Räubereien und Mißhandlungen von Juden vor. DaS Versprechen der polnischen Behörden, Ordnung zu halten und die Juden gegen Exzesse zu schützen, wurde gebrochen. Ich warne die polnischen Behörden zum letzten Male. Falls der grausamen Judenhetze kein Einhalt geboten werden sollte, würden alle Juden, die sich bis jetzt für Polen hielten der polnischen Gesellschaft demonstrativ den Rücken wenden und sämtliche Aemter niederlegen. Sie werden auch in die Welt einen mächtigen Protest hinausschreien. Das Matz ist bald voll.* Tempora mutantur! Derselbe Dr. Aschkenasc, der lange Jahre hindurch für die Verbrüderung der Juden mit den Polen eintrat, wendet sich jetzt mit solchen Warnungen an die polnische Oeffentlichkeit. Es ist wahrlich ein Zeichen der Zeit! Auch in den Affimilantenköpfen beginnt eS schon zu tagen. Die Juden und die Wahlen zum polnischen Landtag. Der Jüdische" Nationalrat im Königreiche Polen, der bei der jüdischen Nationalkonferenz in Warschau gewählt wurde, hat bereits einen genauen Plan der Wahlaktion ausgearbeitet, nach welchem in allen 31 Wahlkreisen des Königreiches Polen jüdische׳ Kandidaten für den polnischen Landtag aufgestellt werden sollen. Die Kandidaten sollen demnächst namhaft gemacht Werden. Ehrenerklärung. Ich habe mich unter dem unmittelbaren Eindrücke der Verlesung von in einem Zeitungsartikel enthaltenem gehäffign Angriff auf die Ehre Seiner Ehrwürden j Herrn Rabbiner Meyersohn, ohne die Berechtigung desselben zu prüfen, unbedacht zu einer ehrenrührigen Aeusserung Wider Seiner Ehrwürden Hinreitzen lassen. Da ich mich von der Grundlosigkeit dieser Jnvektion überzeugte und persönlich keinerlei Absicht, noch Grund hatte, der Ehre Seiner Ehrwürden nahezutreten, habe ich mein aufrichtiges Bedauern über diese Aetzerung Herrn Rabbiner Meyersohn zum Ausdruck gebracht, welcher daraufhin der Erkenntnis, dah ich nur einer planmäßigen Hetze zum Opfer fiel, vom Strafantrag zurücktrat und die Milderung der über mich verhängten Geldstrafe von 1000 Kronen befürwortete. Heinrich Spielmann. Literatur. Der junge vielversproche Schriftsteller Dawid KagaSky läßt jetzt im Jnselverlag Newyork einen grotzen fünfbändigen Roman «Arum und Arum" erscheinen. Seit einigen Wochen erscheint in Krakau ein neues jüdisches Wochenblatt »Der Sozialdemokrat", heraus, gegeben von der jüdisch-sozialistischen Partei in Gali» zien (Bundisten). In dem vor kurzem in Zürich gegründeten Verlag .Arzenu" der AgudaS JiSroel Jugend Organisation, der sich zur Aufgabe macht: »1. Die Veröffentlichung vs» mit dem Wiederaufbau unseres Landes und dessen Besiedelung sich beschäftigenden Bücher und Broschü- Sen; 2. die Veröffentlichung der im BolkSgeifte geschrie- Vene» Werke der hebräischen Literatur*, erscheint demnächst eine dritte Schrift: »Die Ziele der AgudaS JiSroel". (»Unsere Aufgabe" ein Mahnruf von Wolf S. Jacobson und »Ein ernstes Wort in ernster Stunde* (hebräisch) von MoseS Leiter sind bereits im erwähnten Berlage erschienen.) Die Redaktion des »Israelitischen Wochenblatt für die Schweiz" ist auS den Händen der bewährten Redaktion Rabbiner Dr. Littmann und Dr. Strauß an den bekannten Literaten und Schriftsteller David Weinbaum übergegangen. Wir wünschen dem neuen Herausgeber reichen Erfolg und versprechen unS von seiner Leitung eine weitere ersprießliche Tätigkett. Personalnachrichten. Göding. Der Oberkantor und Religionslehrer Karl Heinrich Grünwald begeht am 18. d. M. seinen 70. Ge. burtStag. Komotau. Am 6. d. M. feierte Herr Dr. Hermann Hirsch mit seiner Gattin Laura, geborenen Vogel, das Fest der silbernen Hochzeit. Ariesßastea. P. K. Ung.-Brod. Unseres Wissens ist in dieser Angelegenheit bereits das notwendige veranlaßt worden. — H .P. Jglau. Wir bedauern, die Polemik in unserem Blatte nicht fortsetzen zu können. — Jung-Zion. DaS Odessaer Komitee zur Förderung des Ackerbaues und des Handwerkes unter den Juden in Syrien und Palästina wurde im Jahre 1889 begründet. — Prag 1012. Es ist keineswegs in Ordnung, daß die Gebühr für Schlachtungen eine zweifache ist. — Jsch Jehudi. Dieser Frage wollen wir ehestens näher treten. Vor allem müssen wir abwarten, wie sich die andere Angelegenheit entwickelt. Selbstverständlich bedarf es dann ihrerseits keiner Zuschrift. — H. N. Wag Neustadt. Leider nicht geeignet. Besten Gruß. — I. H. Wien. Wollen Sie in unserem Wiener Büro vorsprechen. — Ohev EmeS, Baden. Wir sind nicht in der Lage Ihr agressiv gehallenes »Eingesendet" zu veröffentlichen. — Rabbiner N. Besten Dank für die freundl. Mitteilung. Wir werden hievon gelegentlich entsprechenden Gebrauch machen. Jüdisch-volkliche Gedenktage. Jänner. 23. Aron Bernstein, V. d. ״Mendele Gibbor", in Berlin, gest. 8644. 24. Dr. Michael Sachs, Prediger in Berlin, gest. 8624. 28. Dr. Jonathan Eibenschütz beteuerte öffentlich seine Unschuld an dem Sabbatianismus. 8642. 20. R. Samuel Mortairo in Amsterdam, gest. 8420. 27. R. Moses Könitz in Ofen, gest. 6697. 28. Dr. Moritz Veit in Berlin, gest. 8624. 29. Adolf von Cremieux in Paris, gest. 6640. 30. I. D. Sinzheim, Vorsitz, des Shnhedrion, Paris, gest. 8872. Woch«nkale«»er 5679-1919. M כא 22 D גב 23 F בנ 24 S 8 כד כה 25 26 יתרו בשנת מות המלך M כו 27 D כז 28 M כח 29 UW- Wer sich -MD über jüdisch-ungarische Verhältnisse eingehend und ständig informieren will, abonniere die Allgemein« Jüdische Zeitung. 32. Jahrgang. Erscheint täglich mit Ausnahme von SamStag und Sonntag. Einziges mit jüdischen Buststaben gedrucktes Tageblatt Ungarns. Chefredakteur: Dr. Moritz Zobel. Pränumerationspreis: */« Jahr 2a Kronen, */• Jahr 40 Kronen, ganzes Jahr 80 Kronen. — Redaktion und Administration: Budapest, VII׳, Kertzsz-utca 16 (im eigenen Hause). Partei-Sekretär für de» MiSrachi gesucht. Hebräische Kenntnis und redtierische Begabung erwünscht. Meldungen mit Gehalt»- ansprüchen an Her»»»» Struck, Berlin, Brückeuallre SS. MoranM Wl 1 M« Mi v BrnS. Bankovnf obchody. SÄ1“ dej cennych papkrü, vFmSna kuponü a slosovanfch cennjfch papfrfl. Vadia a kauce. Ührady na daran. Oddölanf pro zbotf. ״ÄSa'׳'“‘0״* Oddßlanf pozemkovd. nemovit., najem a pronäjem velkostatkä, parcelace atd. Oddölenf dfevarskd ffi'SST.BSS d£m mnozstvi, präzce atd. Prodävä kulatinu, fezivo parkety, praice, dülnf a palivovd dFevo. Pili£llrv ■ Boskovlce, Bfeclava, Holeäov, Chrudfm rllRdllVj ■Kromerii, Mor. Ostrava, N8m. Brod, Olomouc, Opava, Plzefi, Praha, ProstSjov, PFerov, TFebiC, Tele, Uher. Brod a Val. Mezih׳«. Letnf expositara v Idznfch LuhaCovicrcb. Telagramy: Agrobsnka. Äkciovy kapltdl a rassrvy K 47,000.000.— Obchodnf mfsto tffdnf loterie. Adas JiSroel :ישראל /Np Wien II, Große Schiffgasse 8. Kanzlei: Wien II, Große Schiffgasse lg. חזו ראשון (Oberkantor) wird im Bethause der »AdaS JiSroel" Schiffschul ausgenommen. Erforderlich ist entspreende fachliche (erstklassige) Befähigung. Nur solche Bewerber können Berücksichtigung finden, die bisher ausschließlich in streng orthodoxen Bethäusern tätig waren. — Gesuche mit dem Nachweise der bisherigen Verwendüng und des Familienstandes sind an den gefertigten Vorstand zu richten. (Gesuchsbelege in Abschriften.! — Spesen werden nur dem Aufgenommenen vergütet. Wien, 18. Dezember 1918. Der Vorstand ber ״AdaS JiSroel" (Schiffschul) in Wie» II, Große Schiffgasse 8. Jakob Fuchs, Philipp Back, Schriftführer. Obmann. AdaS JiSroel $ ישראל rOJ? Wien II, Große Schiffgasse 8. Kanzlei: Wien II, Große Schiffgasse lg. Erster Sekretär wird gesucht. Erforderlich ist streng religiöse Lebensführung, Repräsentationsfähigkeit, stilistische Gewandt heit (deutsch und tunlichst auch hebräisch) und Kenntnis des jüdischen Gemeindewesens. — Gehalt nach übereinkommen. — Offerte nach Angabe der bisherigen Ver- Wendung und des Familienstandes sind an den gefertigten Vorstand zu richten. Wien, 18. Dezember 1918. Der Borstand der ״AdaS JiSroel" (Schiffschul) in Wien II, Große Schiffgasse 8. Jakob FuchS, Philipp Back, Schriftführer. Obmann. KINO UNIVERSUM Reugaffe Nr. 16. Modernst eingerichtetes Theater-Gebäude für 806 Personen. Zweistündige nicht überhastete Vorstellungen mit ruhiger, tadelloser Vorführung herrlicher Bilder. Beginn der Vorstellungen an Wochentagen: 8, 7, S Uhr abends, an Sonn, und Feiertagen: 3, 8, 7 und 9 Uhr abends. -— Tagesvorverkauf der Eintrittskarten an der Kinokaffa: von 10—12 Uhr vorm, und von 2—8 Uhr nachm. Stadthofplatz Nr. 2. Im Jänner werden Kurse für Offiziere, Heimkeh» rer usw. eröffnet, welche sich dem kaufmännischen Be-» rufe widmen wollen. Die einzelnen Kurse umfassen folgende Gegenstände: 1. Handelsfächer (Buchhaltung, Rechnen, Handels- und Wechselkunde, Korrespondenz); L. deutsche Stenographie; 3. tschechische Stenographie; 4. tschechi« sche Sprache: 8. Maschinenschreiben. Nähere» in der DirektionSkanzlei.