Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XIX (1918)
- Issue
- Heft 11-12 (15.5.1918)
- Date
- 1918-05-15
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Rr. 11-12. ״AL)isch< Seite 5. Ursprünglich verlangte die schwächste Partei,; die Volkspnrtci, dcch jede Partei eine gleiche Anzahl van Vertretern im nationalen jüdischen Nat haben sollte, der insgesamt aus 60 Mitgliedern bestehen sollte. Demgegenüber verlangten die Zionisten als die weitaus größte Partei die Mehrbeit der Sitze für sich, bis es endlich zu einer Einigung auf folgender Grundlage gekom 2. ׳׳.... Die Lebensmittel werden immer seiteuer und der Handel mit ihnen ist nicht frei. Das Wenige, was man sich mit tausend Schwierigketten beschafft, wird mit Gold aufgewogen. Die Preise de,r Lebensinittel steigen dauernd. In Beirut gab es Volksküchen, an denen auch die Juden men ist: der Rat lmvd au^ 12!> Mitglwwhirn bc-; fCjn affc§ geschlossen. Alle Gemeinden sind i!n. groftet)e», von i'cncn iv Vorsteher der indischen Ge- Bedrängnis und wir werden aus Galiläa und Santaria mit Bittgesuchen bestürmt. Die 1500 Jaffa-Flüchtlinge in Kfar Saba sterben buchstäblich vor Hunger. Versuch enSig alles, um zu helfen. Wenden Sie sich an die Juden in allen Ländern. Telegraphieren Sie nach Amerika: wir hoffen noch iimmer, daß die Judenheit ihre Brüder hier in Pameinden sind (hier ist die zionistische Majorität gesichert) und 50 die führenden Persönlichkeiten aller 5 Parteien umfassen sollen. Die einzige tägliche jüdische Zeitung, die zur Zeit in Kiew erscheint, ist das Organ der Vereinigten Sozialisten, ״Die neue Zeit". In weiten Kreisen der Bevölkerung wird auch das Odessauer Organ der Poale-Zion, ״Das neue Leben" (früher ״Unser Leben") gelesen. Demnächst wird auch das tägliche Organ der Zioni- . ״ w ftctt, ״-i er Telegraf i!n. Kiew wieder, zu Piuah an Dyphus gestorben, nen beginnen: vorläufig ertchemt ein zionrstl-; sches Wochenblatt.! Die Beziehungen zwischen den Inden und; den Ukvaimlern haben sich verschlechtert. Bei der; letzten Krisis des Ministeriums hat man sich uni! das Ministerium für jüdische Angelegenheitenj Welt" doch nicht besonders zu beherzigen. Sie fürchten, so will es uns scheinen, die Juden. Eines an dieser Sache jedoch freut uns: Gründlich sind nial die Deutschen in jeder Beziehung. Auch in unserem Falle verlangen sie von den Täuflingen die Ablegung des Bekenntnisses welcher Rcligsdmisgenossenschaft sie vor Annahme des alleinseihren Anteil hatten. Jetzt ist aus Mangel an Mitlignwchenden Glaubens angehörten. Wir empfohlen der deutschen Paßstelle eine genaue Statistik über!das Glaubensbekenntnis der Paßbewerber zu führen, aber auch zu veröffentlichen. Vielleicht beschleunigt dies das Ende des Krieges. Militärdienst und Taufschein. Jin ״Pragor Tagblatt" vom' 20. April 1918 lästina nicht ganz zu Grunde gehen lassen wird." findet sich die nachstehende Anonze: ״Bei der Nach einem Telegramm aus Damaskus ist Ersatzbattevie des Gebirlgsartillerievegimentes am 29. März der Lehrer überhaupt nicht gekümmert. Anfangs hat man den Juden die größten Zusagen gemacht; nach-! domnmn aber Hilfe von Deutschland bekommen! hatte, vergaß man nach und naich alle Verspre-i Kuntlscliau. Der neue Wiener Oberrabbiner! Wilkomitz in Noschj Nr. 23 in Bil-in Weden zwei weibliche Hilfskräfte; und zwar eine sofort und eine ab 1. Mai aufge- - nominen. Monatslohn K 100 oder K 200. Längere Mnzleipraris oder Fertigkeit im Maschinj schreiben erwünscht. Gesuch en״Taufschein" und Sittenzeugnis beilegen. Dr. Froschauer Haupt-! mann-." — Dazu schreibt die Wiener Sann- und ' Montagszeitung" treffend: Der Herr .Hautmann . Dr. Froschauer scheint in unsrem Staatsgrundi gesetz schlecht bewandert zu sein. Unseres Wissens s wird bei der Einstellung in die Armee, bei der * .. , . ״r . ־ Endlich soll wie die Veröffentlichungen der Kul-, Musterung nsw. ein ״Taufschein" nicht verlangt; osDPE.den Jm.cn mw den uorlgen natm-^ Eusgenwinde kundtun, die leidige Oberrabbiner-! muh beim Steucrzahlen ist die Vorlage oes schen^Bmchnotem^״w'u nr^f rjL fraÖci״ Kum, b.״rd} Vertrauensmäu-nercherstärk-! ״Tanfschemes" im höchsten Grade überflüssig, Landessg der letzte schrift ermweuen. ./folger -des Oberrabbiners Dr. Güdemann ge- und jene Steu,er, die diazu dient, damit dar.Herr ,w דwählt. Wir beabsichtigen nicht heute näheres über, Hauptmann Dr. Froschauer die zwei weiblichen bllC des neugewählten Oberhauptes zu^ Hilfskräfte zu bezahlen in di׳e Lage komme. Wir r behalten dies und für ei'iion. späteren glauben wenigstens nicht, diaß die Hilfskräfte der $3K""e1VÄr CS2&! Zeitpunkt vor. ־ ־ Ersatzbatterie des Gebirgsartilleriieregimentes ־״"I1*זרwi Was hier erwähnt, ja sogar gerügt werden ans der Tasche dos Hauptmannes D. Froschauer nen an die Negierung sind zwecklos. Ueber dwz^^;st, die Geheimnistuerei das Versteckensbesoldet werden. ^wvnung des Vorsitzenden r-er zentralen judrder diese hochivichtige Frage gelöst wurscheu V^lrtawrganoatmnen^ Vogel,d1e die De- Von wolchein Grundsätze, von welchem Motiv; Konferenz der Poale-Zion in England Mission des Ministers für 1u$»fäc: SCnflcIeRjcn^ci-:T>aBc1x sich die Machthaber der ersten Kultusgc-! Konferenz der Toale-Zron m England. t-n Dr. Silberfarb veninlatzt hat. -st. schon b-., der Mta ז״״״י M* da«.: Am 80. MSr, m» den f-l««.den San״־ fand )ificn) r. , ׳u• yi orrr׳ , * s - .1 ' ׳<■*■>. iy c 1 י ס uuv *wUH U'Ulw *W Cu lltiJL 1 IX l•/ ivlcvö, inneren und äußeren Lage des Landes ist eine! A"Ellche, Assin Knnten, .Orthmore und Zmni- ^^ol, Glasgow, Edinbourqh, Birmingham und inneren uno augeren ues u‘tL! st enbelgewohnt und alle für die rascheste Lo,!׳.ng »״!.r,״ ay״ rc,' r::r. ungeheuere Steigerung der Lebensmittelpreise: .s,״r Nnbbi.ni'rsnaat׳ bi׳ioovssiwtk׳ilnoav dio ^wr-unne cmoerer (Ltaot^ teil. Lie Engtljy Zroeinaetreten So wurden vor den Pessachfeierta-w^ ׳twtmnersrage^ rergeptlichret. ^a, Wgar uc.ןךן,!: Moderation war ebenfalls durch euren Vegen für einen Püd Mazzah 80 ,Rubel gezahlt.^ Habens vollmächtigtem vertreten Zahlreiche Gäste wohn- Die Bauernbevölkenmg , beschuldigt die Juden,! füftrer Herrn Hofbaner der Lösung der Nabbi-. /0^^ח06.ו^ז״ח e1*s ״זץ״ s die Schuld an den Neqmrierungen der deutschen- ״rsraae bemevflicktet wenn auch mit dem Nor- - ... ba§ Präsidium wurden gewählt der Re- Oesterreicher mir neu >;uoeu avzun׳mnell.vLm>.^^ Sitzung bei'zuwohnen, ist uns liicht klar genug. .. .. , angesehener ukrainischer Führer hat kürzlich mr M.sch' Stelluna die Herrn Nationoliilden waren zahlreiche Begrüßungsschreiben seitens einer Versamnilung erklärt, daß man später alle!^.^^, Vertreter eingenommen ist uns gegenbTrf übrigen zionistischen prgamfattorten und ' wärttg nicht bekannt. Von dieser Seite hätten wir vleler sozialdemokratischer Arbe, erverbande emdoch erwartet, daß gegen die Geheimniskrämerei 0k.gangen. Wir nennen nn einzelnen die Begru- -auf das entschiedenste Stellung genomnien wird. ßuno ׳schielben von ^lvthur Henderson, Rams,ay An der prinzipiellen Frage: ״Alles öffentlich" Maedon-ald, Nahum *oMotü, Israel Zangwill, darf auch das Bekenntnis des iieuen Obe,rra׳bbi^ ^buntennmistero Barneß, die englrsche Zroners: ׳׳Nationaljude" zu sein, nichts ändern. : mstenfoderatlon, das Zentralbureau, der Poale Hochinteressant ist die Stellung der Wiener Zwu- -in Stockholm-, dre Poale-Zion in Amerika jüdischen Presse zur Lösung dieser Frage. Das 11י״׳ a m t * Organ der Orthodoxen und der Jüdischnationa-^ , . ^/ooramm der Konferenz war ein sehr len begrüßen den neuen Oberrabbiner in war-^ Hvchhaltrge^. Der Agronom des Palastmaamtes, m־n,Wart״־, fek.er» ilm als G-kkrt-n und g«. Juden totschlagen werde. Die Lage, der jüdischen Bevölkerrrng in der Ukraina ist also keineswegs beruhigend. Die Lage in Galiläa und Samaria. Aus Briefen an das ״Kopenhagener Büro der Zionistischen Organisation." 1. ״. . .. Die Not in Tiborias und Safed ist in fortwährendem Steigen begriffen. Hunger und Krankheiten fordern inuner «neue Opfer. In der letzten Woche sind die Brotpreise wiederuin um 25 Prozent gestiegen . . . Zudem ist die Beschaffung mit den größten Schwierigkeiten verbunden. Die Sterblichkeit ist enorm gestiegen. Unzählige Fälle von Hungertyphus und anderen Krankheiten werden aus Tiberias und Safed berichtet. Die Folge ist ein moralischer Verfall innerhalb der verzweifelten und!ausgehungerten armen jüdischen Bevölkerung. Eine um das Vielfache gesteigerte Tätigkeit für das Palästinahilfswerk in der ganzen Welt ist notwendig, wenn, hier Abhilfe geschaffen werden soll. Vergessen Sie nicht, daß außer der taglichen Not auch unvorhergesehene Ereignisie, wie die infolge der Kviegsmatznahmen erfolgenden Evakuierungen, immer wieder außerordentliche Mittel erfordern." einmal aus dem Leserkreise siud Stinnmen laut Kölschen Arbeiter m Palcytma zufalleir werden, geworden. Hierüber -nächstens ni-ehr. \ (§vlprach von Sxijdjomcv und seinen Seijhmgen! uiid der neuen Hechaluzbewegung. Sem Referat Religion frühere Religion? wurde mit großem Beifall aufgenoinmen. . Eine lebhafte Debatte entspann sich be: der Di-e Kaiserlich deutsche Paßstelle in Wien 1; Beratung der Statuten des Arbeiterverbandes Notenturmstvaße 19 hat kt! jüngster Zeit neue der Poale-Zion in England. Drucksortenforniulare fertigstellen lassen, die auch! Die Tätigkeit des Zentralkomitees der engeiine äußerst interessante und wichtige Rubrik entlischen Poale-Zion fand bei aller Anerkennung halten. Die Leitung der deutschen Paßstelle ist am-ch starke Kritik. sehr neugilerig ja sogar wißbegierig. Für diese 7 Eine stürmische Debatte entspann sich we- Herren ist es wichtig zu wissen, wMem Glaugen der Resolution über die zukünftige Ordnung bensbekenntnis der um einen Paß nach Deutschder Dinge in Palästina. Schon in seiner land Ansuchende angehört. inungsrede hatte der Präsident Morrlß Meyer Die Rubrik ״Religion" scheint nach unserer verlangt, daß die Konferenz sich gegen das Pro- Auffassung nur dazu bestimmt zu sein, dem grcvmm ausspreche, Palästina zu emer englischen ״deutschen Antisemitismus" gerecht zu werden. Krankoloni-e zu -machen. Nach erregten D^atten Me Deutschen scheinen den Ausspruch Bismarks wurde im Sinne dieses Vorschlages folgende Re- ״Wir Deutsche fürchten Gott sonst nichts auf der folution angenommen: