Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XIX (1918)
- Issue
- Heft 11-12 (15.5.1918)
- Date
- 1918-05-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 ״Jüdische Bottsstimme" N. 11-12. ר .... ... , , ... , :■ r . ,r . ׳ - v--- ..״,״״ ... .gerechtes in Wien das Testa Zettschrist gerade von .dieser von Altersher tre-׳ beamten halbwegs gründlich gelesen werden.!ment dieses in vielfacher Beziehung mehr als fenen Gemeinde Berichte lesen, die ans einen völ-! Es^gehort bloß anfaugs ein gewisser Mut! interessanten Mannes. Er versorgt seine 8 Kin- .Y ' ' " '' ' allein vorher hat er seine Be- Unterrichtsinstitute, die er Fortbestand er sichern will. dienst dort etwas Selbstverständliches es^ verraten — großen erzieherischen Wert. Man!genüber nd ist die Entschuldigung den Kindern geer, daß er zunächst »sein Erbteil" sich vorwürde gar nicht überraschen, wenn nächstens von emen während er als Worte , 7 /, 1 .״ ,y 1 ־ / * vt׳.v . .«« V.* *«»V^vs^ivivvtv f vv»>v \ »wj vt«ן |v' j sSj UVVVVVl (jUUl OV U l »׳Vlvl U'Vi/vVV l U IC U Clt °s M auch «nderwartr vcr>uch°n. Hoffentlich ge-;de» Fall ״eine Zufluchtsstätte" zu sichern, Kin-!»- ״״-זי' ■״,<}.״״״,ז,"," «״,,•h,״fit ״״s״«fhrn ,,ksts mir bis zu... nächsten Brief etwas Zuver-l der erzogen. Schule» gegründet, Betl.äuser » ü .«k.,״MK«ÄÄ Äiäcn “ft Tofcf! Li^,^^"auPtn.se.bMoser Weise Wohl-! Lwler TmLS«״s'^ofc״. Dalind! , *־! ll^-Nrt haben. — w.u. sollte l» dringend den, ^ז,ודfff 1rr*rirlFin 9srf>l׳iwrL Mit» lässiges zu erfahren. Bon einem Judensriedhos. r , , ״ jlviedcr willkürliche Kürzungen des Arbeiters wie heutigen Auchjuden entgegenhalten. —!׳ .״״״lb, ' , or 1־ r . Die Tevte der ein^elnetz 11 .יfnnr> =: Wl1 '0'~ •'־־״* 1 *״־•*'׳־*־ üUCt) vCt ויצא Ter vierte Band der Quellen und Forschun-! gen zur Geschichte der Juden in Deutsch-Oester- ',V{ reich hat nun im zweiten Teile eine wertvolle!;ES ‘" ^1!*״ und würdige Ergänzung erhalten. Das neue 1 ^0• 1 U£Kr •f s , r , - 1^ ׳ ־ '׳e großen, wichtigen iveil doch wohnberech Mensch, Gelehrter und Wohltäter erschöpfend gehat zum Oppenheimer einen Kultusgoinoiiidc hat wieder brdrutrndr« Que,.! S& "tN״«nli» stilgrhaltrucn Inschrift, ÄtetÄmlO lenmaterial m fonirvollendetvv SBea>rOditu.״«'.vy^rJ n .'•Zeilen die Anfangsbuchstaben das ganze Alphaweiten Kreisen erschloßen, denen es bisher unbe-j ,■IjarartL-i«Ltflcnjajaזt^1t, -ustMMn und tci;^ ua(fo und in umgekehrter Reihen- *Vm״f im זייז^« hu 1ז״ויו,״״נ^ vnי ״ Wirkungen die es noch IM Ni er nicht genügend ", ' ü> 111 rannt, tm besten M-lte utizugangticy war. w׳^nnwn n.׳L ,n m,A *wim ׳ folge •p תש) ergeben. Dann folgt erst ein Ein anscheinend schlichter Friedhof wird, ™ '•*acr״״Jö™. .״־ ' ,l' bem Leser geschildert, der ursprünglich in einem'^r blstorlsche Darstellmig oe<׳ Memchen-^und Akiostnhon s ערל בת הר גא״־׳ ׳*■ף ב. Wiener Vororte — im. Oberen Werd (Rossau) —'l?■'1111 י ^V'cl••!/ ^0^־) 1חו1ןף11'^״j(c n — 19), das zweimal wiederholt wird, errichtet jetzt im Siadtinnern hinter einem jü-i Ü. . genoa logische זעי*■)"!• ornng vC.1 außerdem wird der Reim ein gehalten. Keine bischen Verforgniniqs- und Siechenhaus im 9. Be-! Oppenhelmerrschett ^׳ainilie. Benii Gi,abuein^!.er — aber doch eine Fleißarbeit, welche Inzirk Seegasse liegt.! emeuchalb Jahre spater verstorbenen Frau ©a!nMc1.c:rc verdient. Was aber Steine alles erzählen können, Achter des Manoach ׳de Earcasson.e (Ar.: Wer könnte noch alle die Inschriften von wenn!wem nur recht hinzuhorchen versteht. Ge-! oer Herausgeber mit Recht die!ehr (Zwinperz. Si-ngheini, Eskeles, Leidesdorfer mit schichten die aus der Vergessenheit herausgerissen' Dichaueue, ivorttMge ^ichrist hervor uiu jucht a^cn ^u^׳hörig!en Geschichten, Familienpapieren werden niüssen. Von Judenverfolgungen und ^lc urrt der nach rein r.ore Samuel Oppenheu uvd Verträgen anführen. Ein ganzes Werk, das hervor- und die den zumeist Selbstgebeugten verübt wurden.! Es würde freilich den Rahnien einer Be-' Anleitung für jeden Leser, selbst für den Laien. Das einheitliche Bild, das der Gesamtüberblick! sprechung weit überschreiten, wenn!inan nur an-' Alles sorgfältige Feinarboit, der die Anerkongewährt, läßt zuliächst nicht ahnen, daß außer! nähernd manche Inschriften behaiideln wolltest nung nicht versagt werden darf, dem Eiiizelschicksal, das nun einnial jedes mensch-^ Könnte doch eine noch so sorgfältige Wiedergabe Der Weltgeschichte entnehmen wir höchstens liche Grab in sich birgt, hier auch ein Stück trau-! von der Einsichtnahme in das lesenswerte Buch die Tatsachen unserer Entwicklung! in dem Sinne riger Geschichte der Wiener Judenschaft im Gau-' keineswegs entheben. Es ist eine Anleitung für wie wir die Zeit der Diaspora verlebt hatten; zen sich offenbart." Wie konnte! es denn anders die Kentnis der jüo! scheu Geschichte jener Zeit/einem solchen Buche können wir entnehmen, wie sein, wenn man ein Recht der dauernden Se>ß״. ein Führer durch die lvirtschaftlichen und soziawir gelebt haben und wie unsere Vorfahren für Hastigkeit als Jude erst — auf dem Friedhof len Borhältnisse der Juden. Dabei hilft die Präguns gelebt und gestorben sind. G... .r. erlangen konnte. Bis dahin ein Pendeln zwinante althebräische oder arainäische Ausdrucks-! scheu Neid wegen des girötztenteils ״papiernen" weise in einer Phrase über eine ganze Situation Reichtums und Mißachtung als unbedingte Folhinweg. . נפט צעידן ריתתא (Nr. 715) z. B.! qc der Armut. _XInb ^?ch bekundet der altehr- £.re1j Worte zu Deutsch: verschied in einer Zeit des ־ würdige Judenfrredhof, daß alle dre ^uden, Zornes (eigentlich erregten Zeit) erzählen daß־ welche dort ihre Ruhestätte gefunden haben, die £,e1. jl״lqe Elwser Lipman Sohn des Moses Nein-׳ Oppenheimers, Wertheimers, Sinzheimer, Arn- <:- ^^־■״ .־.׳׳ stein und fchel, Simon besonder Moment oer»rmye» ausmiyen women. mu jiaj. .u1c! Worte schildern also die ganze schwere Zeit und den anderen einzelnen Juden — von einer; (e|n,c Anlehnung an Talinud B. Kama 60 b).! ^7־>׳ der Handel mit Rußland eingestellt ist Judenschaft konnte keine Rede sein! — das Da-- Andere Grabsteine wie׳ der der Frau Früinst und die Läden schon um 5 Uhr geschlossen werden, sein so ,recht und schlecht es nur gehen mochte,! Achter des N. Jsak Brilin (Nr. 716) überflie- ^at man hinreichend Zeit, um sich mit iüdisch-poihren züdisch-religiösen Aiisorderungen entspre- ^׳n wieder in Lobeshpinuen und zumeist auch litischen Fragen zu beschäftigen, und die fast allchend zu gestalten. | inhaltslosen Phrasen, welche nur den großen ״abendlich stattsindenden Versamnilungen sind ,^1זו״1ן hundert Grabstein decken mußteri. Bei anderen half mau überfüllt. (1696 — 1<83) wn!d m denn! vorliegenden Buche^ Bescheidenheit des Verstorbenen,! Was die Stellung der jüdischen Bevölkebehandelt oder richtlger enthüllt. Welche^ Fülle^ |k{) |C1bc״ Lobesspruch verbeten, dadurch hinrulHl zu den allgemeinen politischen Fragen der von Ereignissen. ״Die Inschriften selbst, die bem; ^poa_ baf, p,au ocra.be diele leine Demut in aus- Ukraiua Zur Lage der Juden in der Ukraiua. In der Ukraina arbeiten jetzt 5 jüdische Par- Gestein Lebendigkeit verleihen, kamnien unserem Suchen zuvor und erzählen Ulis bald in biblischer, bald in der später üblichen, aber auch noch einen gewissen Schwiing rnarkierenden S-Prache von der Stellung der mm hier ausruhenden Menschen." Die Darstellung bildet doch die Mittel der historischen Arbeit überhaupt, nicht imnier weuigsteus die eigentlich ausschließliche Aufgabe des Historikers. Bei diesem Buche muß es jedoch rühmend hervorgehoben werden, daß der Herausge* ber die peinlichste Sorgfalt aufgeboten hat, um kostbaren Inhalt mit schöner Form! zu verbinden. Es verdiöm.t daher einen weit größeren Leserkreis und aufmerksamere Würdigung, als sie bis jetzt derartigen grurrdlegenden Werken zuteil wurde. — Ist es doch bekanntlich das Schicksal historischer Betrachtungen, namentlich wenn sie infolge der wissenschaftlichen Vertiefung notgebetrifft, so ist es interessant, daß keine einzige jüdisch.׳ Partei in der der Nada für die )er"läßt bei der Uebersetzm'g Lostreunung der ukrainischen Volksrepublik von v 1 Rußland gestimmt hat. Die Zionisten ebenso die ezelchnuug!?!Hw der ^r״TH״rr. d.׳r 9i״,nh. ווי״1ח,יז Urft für weg, daß man gerade diese seine Demut in ausgedehnter Form loslegte (wie Nr. 727). Der Herausgeber des Textes die Bezeichnung ׳*!*' oer ^oeitgrößte Fraktion, der Bund, haben sich für ersten Zeile einfach in der Transkription zurück,! eine föderative Republik mit Großrußland auswährend er weiter unten für dieselbe die lieber-! gesprochen , die Poale-Zion verlangten Volksab״ setzung ״Fürsprecher" gelten läßt. Offenbar mit sti>m־luung,und die Verei'migten Sozialisten, die der Uebersetzung nicht einverstanden, was begreifanfangs für die Separierung eintraten, haben lich ist. Beim Worte טיטה (Zeile 10) ist das. schließlich eine unklare Erklärung abgegeben. In ת warscheinlich ausgefallen, wenn es richtig! der Tat ist keine einzige jüdische Stimme in der מכוחה —Ruhe heißen soll, wie übrigens Rada für die Lostrennung der Ukraina abgegeder Reim zeigt. Die Uebertragung ״Obdach" in den Erläuterungen, wäre dann auch in diesem Sinne zu verstehen. Benrerkenswert ist hier die Ansicht, daß der zweite Wochentag (Montag) ein Unglückstag deshalb ist, weil dieser Tag gerade in. der Schöpben worden, und das Gleiche hat sich bei der Frage der Ratifizierung des Friedensvertrages mit den Zentralmächten wiederholt. Was die jüdischen Angelegenheiten betrifft, so steht zur Zeit die Frage der Schaffung eines internationalen Rates, der den infolge der unsifungsgeschichte der Bibel nicht die übliche Be-s cheren inneren Lage nicht zustandegekommenen kräftigung ביטוב hat. Dieser Grabstein Nr. jüdischen Landtag (Sejni) vorläufig ersetzen soll, drungen voluminöser ausfallen, als sogenannte'727 deckt die Ueberreste des Simeon des Sohnes in: Vordergründe des Interesses.