Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XIX (1918)
- Issue
- Heft 11-12 (15.5.1918)
- Date
- 1918-05-15
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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onre ״IWtsry.. Bolkssirmmr" 11 12. den Großbritannien immer dankbar sein für die glänzende Verteidigung unseres Volkes in der Vergangenheit. Der Geist der englischen Deklaration steht vollständig im Einklang mit den nationalen Bestrebungen der jüdischen Massen. Aber wir sind prinzipiell dagegen, daß die heute "SJ;״!!!. bestehenden Großmächte sich durch neue Kronko- "' lonien vergrößern. Das würde Annexion im vollen Sinne des Wortes bedeuten. Es würde nicht nur im Widerspruch zum Selbstbestimmungsrecht der Völker stehen, sondern auch die ökonomische und politische Entwicklung des jüdischen Volkes hindern. Wir fordern die Schaffung eines freien Staates für das jüdische Volk in Palästina, und wir erwarten, daß alle Hindernisse, die der Im- Migration und Kolonisation Palästinas im Wege stehen, abgeschafft werden. Die Jmmigratioir und Kolonisation soll!durch die Juden selbst durchgeführt werdeil. Der freie jüdische Staat Palästina muß mit der allgemeinen Zustimmung aller Nationen, die Türkei eingeschlossen, geschas Freundschaft so nahe stand. In dem weiteren Programm teilten sich Künstler dvs HK'sigen Stadttheators: die Dam cnMagda Garden und Julia Röhler und Herr .Rudolf Zeisel. Der letztere bvalchte in Wunderbar tiefempfundoner Weise die Gedichte: ״Psalm, Auscrwähltes Volk", Ein Lied vom Tode" und Literatur. tum Die Metaphisik der Ethik Spinozzas im Qnellenlichte der Kabbalah, von Tr. S. Gelb- Haus, Rabbiner der isvael. Kultusgemeinde Wien, Rektor an: Wiener Bethaimidrasch Wien. _ .... Jüdischer Buch 11. Kunstverlag, Max Hickl, Men Vortrag, aus denen er die! 8. Lerchengasse 6, Preis l» Kronen. Art Zuckermanns herauszuholen wußte. Fräu-t Diese Untersuchungen weisen den Einfuß lein Garden zitiert ^diie Stimmungsbilder ״Vornach, den die Kabbalah auf den Werdeprozeß der lorene Jugend", ״Herbst im Parke", »Hinterspinozistisch-metaphisischen Ttdean ausgeübt ha-- brühl" u. ״Dank" sowie einige Teile aus ״Schir!ben. Dr. Gelbhans ein hervorragender Kenner Haschirim" mit vollem Verständnis und Hingast der kabbalistischen und talmudischen Literatur be. Besonderer Erwähnung verienen die durch -und ein bewährter Forscher auf den: Gebiete der Frl. Röhler künstlerisch zum Vortrag gebrachten! griechisch-jüdischen Philosophie, deren eminente drei Lieder: ״Sehnsucht", Soldatengrab" und! Beherrschung er in seiner ״Zlpologethik des Ju- ׳׳Ghettoliiedcheu". Die Vertonung der Lieder —1 dentums" in ihrer geschichtlichen Entwicklung webhe au diesem Abend ihre Uraufführung er-.,dargetan hat, zeigt in vorliegendem Buche, daß lebten — stammt von dem hiesigen hochbagiab-i die Substanz und Atributenlehre der Ethik Spi- Ä. a1 1 י . ״ -rr den kabbalistischen homogen sind, daß Behauptungen der fen werden und unter dem. Schutz international icr Garantien stehen, wobei Amerika und England für eine gewisse Zeit als Bevollmächtigte fungieren können. Eine lebhafte Debatte entspann sich auch über die Frage der Beziehungen zur zionistischen datengrab" und zum Schluß das ״Ghettolied-s Kabbalisten direkt polemisiert und daß er in chcn", welches mit einem! Jumbzcn in Frühling u.-manchen Punkten von ihnen vollständig bewußt Welt endet, daß man mi.tgerissen immer wieder! abweicht und eigene Prinzipien aufstellt. Ebenso horchen möchte.!verhält er sich ׳mit den anderen methaphisi scheu Zum Schluß brachte .Herr Zeisel Zucker-!Doktrinen der Etihk. Die kabbalistischen Dokumanns Nachdichtung ״Die Nacht auf dem alten'mente werden in syrisch-aramäischen und hebräisjUäimMth .*in vif,hör Markt" von Percz. Eine Blockbergsnacht, höllischen Uvter und in deutscher Uebersctzung ge- L 7 »' ז־ל}11 מin 11 um!!!r 1 u^i11 märchenhaften Geschehens, Spuk- und Wahrheit-! bracht; ebenso werden die Lehren der EtW tatet- ÄiErleben ukb SrUm, cm Griten. Kichern-n, sch u״;b feutft m80׳tr״flc״33.״ km nqstd. ine.״«schwere KaWM Art lagen des Poale-Zionprogramms führen verlangten andere b enAnschluß an die e Zionijten-Föderation, um, auch dort den o, ״״״״,.״ ־4״ f •<״. krE-u «mr nati.nal-., zionisn- 3 " ° ' .,chc.fi,iche und für mifc?cfiUfctc Kreise von grvscheu Volkspotitir Eingang zu verschalen. Interesse sein Es wurde schließlich eine Resolution ange- Wien. Jugendkonferenz zur Förderung des! bU׳ ־״° " ' * nommen, die eine Vereinigung ständiger Ver-! hebrm,schen Sprachstud 1.1^111, veranstaltet von den! Rosenfeld, Nationales SelbstbestimmmrgSre^t״E Jndeu in Pole,.Wien Programins stehen. Die Konferenz beschloß, telegrafische Begrüßungen an die Poale-Zion-Führer Dr. Nachmanj vlumurtge iwuniae 1«151uen»au»üm.a m«?ד1?1״ Sei'Änalen Autonomie für die Juden im, der Syrkin zu seinem 60. Geburtstag und an deist sch en^ugend, Ernst zu machen mit 1hrer Bez1.e--gesprochen unld geschrieben worden Sekretär der Stockholmer sozailistischen Konfe-, hmig zur hebr. Sprache. Die VormittagDsitzung . wirklich fundierten, auf eingehenrenz Camille Huysmans zu senden. bot m den Referaten des Heirrn Dr. Baroir über! “ g der allgEmen Fragen des Natihör K.ins.'1-enr kanben in Mandie hebräische Sprachbewegung und des Herrn^ .. tun gen. Die Zwangseinziehung der russischen Juden in England. Aus London wird gemeldet, daß die englische Regierung daran geht, die in England lebenden russischen Inden zum. Militärdienst heranzuziehen. Bekanntlich beabsichtigte die Regierung schon seit längerer Zeit, die vielen Taufen blick über die hebräische Sprachbewegung. Die! ־«־»'! imh Referate des Herrn Dr. Abraham Sonne: Die! ungemein klarer^ jüdische Jugend und die hebräische Sprache und! G,m>nd- C\f>tnrtrf» fs*» 1 rrיזל * aitr fipfirm--' die so 0ft mißverstandenen Begriffe und Grunddes Herrn DL Heinrich Giaiig. Weg« zur hedrai-, ' J mit der Krane der nationalen Autonoschen Sprache in Schule und Jugendbewegung 1u?c1..״,״״.!, , ׳ gaben einen klaren und eindringlichen Einblick! ^'^ammen^ in die Probleme der hebräischen Sprachorler-i eine knappe Zusan m ^ns 0 1t1r«h^Lr nung, -insbesondere der Stellung der jüdischen! Herren ^hoorren gU e es׳ r5 .8 k! 1 . y,,» von heute zur höbe. Sprache. Die interessante! rlesige Stüff auf weingen S g und lebhafte Diskussion beschäftigte sich aus-! Grundlage W SÄ״wVLH; und -ndL°n!M«bUch mit dm v-rgekgkn R«s»l«ti»n°» V-rMer di^ Rcnncrschen Städten leben, der Armee einzuveihen, wagte es Generaldebatte. Eine^konkrete Beratung über Mןרך;+ denen er sich eimaehend ausetnaber nicht infolge der energischen Proteste der verschiedenen russischen Negierungen. Jetzt, da Rußland aus dem Kriege ausgeschieden ist. England mithin keine Rücksicht auf Rußland zu nehmen braucht, betmchtet es die russischen Bürger in England als vogelfrei und zi,eht sie,ein. Es darf angenamnien werden, daß der Maßnahme auch antisemitische Motive mit zugrunde liegen; ein Teil dev englischen Presse wenigstens hat bereits seit Mvllaten eine Hetze gegen die russischen Juden in England geführt mrd ihre Einziehung gefordert. zukünftige Arbeit wird demnächst in kleinerem Vorschläge, '^^^nen or ^ch ^M'hend Kreise «W«. A^bcsmMre wichtig ist, daß «>d-rs«ht. Nach EwrteEz der ver chlÄ-n-n hier init Ruhe uud Ernst vom dar Jugenid bet! oKLSSk?Pi’iHi'iiwn bic Versuch g-wMt wurde gegenüber der jüdischen ^-n s Wurt s Hb £״ li ® ‘י V >. illoreesptinllenzen. I[■" - י'•• V - Brünn. Am 13. April 1918 veranstaltete die hiesige Ortsgruppe.des jüdischen Handlungsgehilfen-Verbandes einen Hugo Zuckernramn- Abend, der sicherlich zu den basten.jüdischen Veranstaltungen dieser Saison gezählt werden darf. Dieser Abend hatte zum Zweck, in einer würdi'gen Feiier den uns durch den Krieg allzufrüh entvissenen jungjüdischen Dichter der Oeffentlichkeit näherzubringen. Das erste Wort — die Gedenkrede — hatte darum, auch Dr. Otto Aböles Oeffentlichkeit, vor allem der Kultusgenieinde, klar ihre Forderungen zum Ausdruck zu bringen. Wir hoffen, daß dieser Ruf nicht ungchört ver- Hallen nst ro. Preßburg. Im hiesigen jüdischen SoWatenheim fand a. 30. 4, eiltet herrliche Lagbeomerfeier unter zahlreicher Beteiligung statt. Die Herren Oberkantor Abrahamsohn aus Kaschau und Ho^ licz sorgten in ausgezeichn-eter Weise für den ge׳ sEglichen, Claviervirtuose Schwarz für den musikalischen Teil. Die!Begrüßungsrede hielt Herr ^Zgsf. Jsak Wollnev, die Festrede Herr; Rabb. Abr. Herzl. Der Feier wohnten die Vortveter der beiden Geineinden und zahlreiche Offiziere beji. Brünn. Nach Redaktionsickluß erhalten wir düe Nachricht, daß Herr Ed. Glaser am 14. d verschieden ist. Der Verstorbene hatte für alles Jüdische Interesse und betätigte sich in den meisten jüd. Vereinen. Ehre seinem Andenken! Grundzüge der für die. Juden Galiziens z ufordernden nationalen. Autonomie. Nosenfelds Schrift wird zweifellos M Juden und Nichtjuden stärkste Beachtung finden und vielleicht über das ihr entgegengebvachte theoretische Interesse hiiMUs auch Unterlage für praktisch-politische Arbeit werden. Von M. I. bin Gorion, der als der Schatz- Mäber der jüdischen Sage einem großen Publikum bekannt.geworden ist, sind soeben zwei Bändchen kleiner selbständiger Arbeiten erschienen, die gerade in der gegenwärtigen Zeit großes Jnteresse verdienen. Beide Bändchen haben zum Gegenstand das geistige und soziale Leben der östlichen Juden, und zwar speziell der Juden der Ukraine. Das eine dieser Bändchen: ״Zwei- Go- Iterationen" enthält Novellen und dichterische Bilder,! das andere: »Vom östlichem Judentum" Aufsätze über Land und Leute, Religion und Sprache, Literatur und Politisches. In beiden spricht ein Kennteir Mischen Wesens nicht zuletzt deshalb, weil er ein Dichter ist und als solcher das Zufällige und Bedingte der Erscheinungen weder unterschätzt noch überschätzt. Gv sieht den