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Jüdische Volksstimme · 1918-03-14 · Heft 5 (14.3.1918) · page 5

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XIX (1918)
Issue
Heft 5 (14.3.1918)
Date
1918-03-14
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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St?. 5. ״Jttische Bottsstimme" eines besseren. Ja, schnell kann man an den Bet- Kongreß haben. Ein Momitec aller führenden sütelstab kommen.!bischen Verbände >n!it Einschluß der Zionisten bat Zionisten! Euere Sache ist es insbesondere/sich bereits gebildet. Der Gedanke einer Konfehier helfend einzugreifen. Gott der Allmächtige 1 u׳;!n, den inan in Ainerika vennorsen hatte, hat wird jede gute und edle Tat da droben lohnen. G. Kanter. Die Behandlung der jüdischen Sprache in Oesterreich. reiiischtand gesiegt. Es verlautet, das; auch /die Kompromiß jedes imtionalen Charakters bar) scheu Nationalkomitees: ^eite 5. Das neueste assimilatorische Programm. Unter der Ueberschrift ״Eine!reue jüdische Organisation" berichtet die Wiener Wochenschrift ״Palen", das Organ des obersten polni- und selbst a,׳ d!e Crklarnno ron dem Busches ׳! nicht beranreicht. las jüdische Pressbüro in tet. bischen Sprache durch die österreichische Verwak tung mir. Bekanntlich wurde während des Krieges ein Verbot der Benützung der jüdischen Sprache und Schrift m Briefen, die der Zensur unterlie In! Gegensatz zu anderen jüdischen Gruppierung-en entsteht in Marschau ein ״Klub polnischer Patrioten nwsaischen Bekenntnisses". Die wichtigsten Punkte der politischen Plattform dieser Gruppe lauten: 1. lieber Rasse, über Staimnesgemeinschaft, über dem konfessionellen Band steht das Band der nationalen Solidarität. 2. Der Klub der polnischen Patrioten mosaischen Bej .Konferenz jüdischer Schauspieler. tockholm der ich-; > Vor einiger Zeit fand in Kiew eine Konfe- Sin.äßlich d-er Interpellation Straucher undlrenz des Verbandes der indischen Schauspieler Genossen an die österreichische Negierung betreffs j und Choristen statt, an der 100 Delegierte teil- Au fl! den V ten te te Einzelheiten _ ____ ' ' jüdischen Theaterwelt: die Trennung der Operet-! jiddischen steht der Klub absolut auf Seiten der te vom Drama, die Befreiung des Theaters von! national-polnischen Interessen, -l. Der Klub steht der Wirkung unberufener ’ Unternehmer, die' wo!wollend der Emigration jener Juden gegen- Schaffung eine dramatischen Truppe auf genos-! ülnw die weder nach Sprache noch nach Gefühl senschaftlicher Grundsage, Die Konferenz saßtg Polen sind, gen erlassen. Trotz mehrfacher Proteste der gesam-! auch eine Rll'ihe Beschlüsse, die die Besserung der- Der Klub wird gegründet zur a) Dokumenten jüdischen Oefsentlichkeit ist dieses Verbot bis!wirtschaftlichen Verhältnisse der jüdischen ׳Schau-! tierung seines nationalen Charakters; b) Schafzum heutigen Tage nicht aufgehoben worbend spieler bezwecken. Es wurde ein Crekutivkomitee! fung eines Bankers, unter dem die Bekenner der Vielfach erlauben sich untergeordnete Organe! gewählt, das seinen Wohnsitz in Charkow haben! mosaischen Religion, •im deren Brust ein Polniauch in denjenigen Orten, in welchen der Brief-jwird. Dort wird auch die Zweiwochenschrift desrsches Herz schlägt, stehen können; c) Aufklärung Verkehr nach dem; Innern Oestereichs der Zensur.! Verbandes, der Entwicklung der jüdischen Bühne'der Bevölkerung mosaischen Bekenntnisses, die 'incht unterliegt, jüdisch geschiebene Briefe von! ^׳widmet, erscheinen. i bisher keinen klaren Begriff besitzt über das Weder Beförderung auszuschließjen. Die jüdischen Soldaten und deren Familien, die keine andere Sprache beherrschen, sind der Möglichkeit beraubt mit einander im brieflichen Verkehr zu stehen.! Die jüdische Presse protestiert gegen diese Kultur-' schände, drnrch welche eine Million Juden ihres primitivsten Rechtes beraubt wird.! sen der Nationalität und über die patriotischen Der Zehn-Mittionen-Dollar-Fond in Amerika i P^chien - Man wird danach wohl nicht mehr über- Der erste Januar war bekanntlich als letz-' va-scht sein, wenn, nächstens die Welt von der ter Termlin zur Sammlung der nenn Millionen Gründung eines Klubs polnischer Antisemiten Dollar zu Gunsten der notleidenden Juden in 'mosaischen Glaubens in Kenntnis gesetzt wird, i beu Kriegsländern bestimmt, nach deren Auf-! ׳! bringt!na! innerhalb dieser Frist der Philanthrop! Zur rumänischen Judenfrage. Armenische Sympathien für den Zionismus. j Nosenwald die zehnte Million hinzuzufügen ver-:! sprachen hatte. Auf der letzten Konferenz des'׳ Abg. Heinrich Reizes hat an den österr. Mi- Anläßlich der Erklärung Balfours betreffs-Hilfskomitees war beschlossen worden, daß Newnister des Aeußern Grafen Czernm folgende Deder Zukunft Palästinas erhielt das Provisorisch!!/York die Summe von fünf Millionen Dollar auf-'pes-che nach Bukarest geschickt: ״Die gesamte Inzionistische Exekutive Komitee in Newyork war-.^chri-ngen Hobe. Bis zum 1. Dezember war be-! denschaft erwartet von den Vertretern der Zenme Sympathiekundgebungen von zahlreichen arkau nt lieh nur die Hälftedieser Summe gesam-! trakmiächte «bei den FiedensvehaMungen mit Numenischen Organisationen Amerikas. Das a-men!elt Am Dewn'Ler fand eine Sitzung der'mänien deren Eintreten für die endliche Durchrikanische Zentralkomitee der armenischen revo- Newyorkev jüdische!: Philanthropen unter' dem fühnmg der Gleichberechtigung der Juden in lutionären Föderation drückte in seinem Glück- Vorsitz von Jakob Schiss statt, der auch eine gan-Rumänien. Artikel 44 des Berliner Vertrages wunichtelegram die Hoffnung aus, daß die freiי;־e Anzahl reich gewordener Kaufleute bewohn-! wurde auch von Oesterreich-Ungarn und Deutschden Schw-eslernnationen in nächster Zukunft die. ten, die auf dem Gebiete der jüdischen Wohltätig-'land garantiert. Seine Nichtbeachtung seit vier- Möglichkeit haben werden, die Kulturträger inifojt bis jetzt völlig unbekannt waren. ' : zig Jahren durch Rumänien ist schweres Unrecht den Provinzen Vorderasiens zu werden, die die- $0 ״jllc1״ besonderen Briefe, gerichtet an!an Kultur und Gesittung. Wiege der menschlichen Kultur waren. Die arme-; 3af0fc Schiff begrüßte Präsident Wilson die Sa-! In derselben Angelegenheit hat auch Abg. nische Nationa-lvereinignng drückte den Juden; des Hilfswerks und sprach die Ueberz.eug.nng' Hofrat Kuranda eine Interpellation an den Mider ganzen Welt die aufrichtigsten Wünsche 3ur:,a׳§״ paß ״die Not des jüdischen Volkes' in"den•! nisterpräsidenten einqebracht, in der dessen In- Wiederauferstehung ihrer Nasse im Lande ihrer; vom Kriege Hein,gesuchten Ländern eine baldige terventiou beim Grafen Czernm im Interesse großen Ahnen aus. In, aller! Telegammen arme- Linderung seitens seiner Söhne iu diesem Laude " ' ".^.. “. Wischer Oeganisationen wurde besonders auf Diej wird". armenisch-jüdische Interessengemeinschaft i!n na-! Auf dieser Sitzung wurden in! Verlaufe von Heu Orient hi!,gewiesen Die jüdische Kongreßaktion in Deutschland. Den, jüdischen 5l0rresP0ndenzbur0au wird berichtet: der Gleichberechtigung der rnnninischen Juden verlangt wird. In der Sitzung des österr. Abgeordnetenwenigen Mi!,uten 1M9.000 Dollar gesammelt. Hauses von, 19. Februar!brachten die Abg. D. Die ersten zwei Wochen des Dezembers wur- Straucher, Kuranda und Genossen eine Interden als jüdische Hilfswerkwochen für alle Staaten Amerikas bestimmt. In allen Synagogen, Arbeitervereinen, Landsmannschaften und Or- - . ten wurden Sammlungen veranstaltet. Die jü- - I^n-Orflamfoharwi 01(1)^; זזז, Zg tun gen brachte!, täglich Berichte über Deutschland werden.!«,t. 1־« Zeit Berhand.;tz,n Verlauf dieser BolMilse! Im Verlauf dielunqe» geführt. L^re Mmstiichc OrMinsatioir^-^ beiden Wachen wurden in Ainerika mehr als nimmt seit einiger Zeit an den B-rhaMunzen Millionen Dollar gefa,m»elt. Anteil, d,e den Zusammenschluß der indischen Orcipnifationen Deutschlands im, Hinblick auf Der Hilssnerein deutscher Inden und der Zionismus Dem jüdischen Korrewonde!,zburegu in Haag wird aus Berlin berichtet: Der Hilfsverein der deutschen Juden hat den die Friedenskonferenz erstreben. Die Konferenz der deutschen Zionisten Ende 1917 hatte u. a. auch die Aufgabe, zur Kongreßlage Stellung zu nehmen. In der Diskussion zeigten sich starke Gegensätze. Verschiedene Redner forderten einen. , Kongreß auf demokratischer Basis wie in Ameri-, Vorschlag ge,nacht, die Zionistische Vereinigung ka und Rußland. Martin Buberwies darauf hin,-kür Deutschland aus der Kongreßaktion auszudaß die Tatsache, daß die Judenheit aller Länder. Weßen. An den, Widerspruch der aderen zudieselben Fragen unter demselben Gesichtspunkt! bischen Verbände scheiterte der Antrag! des H,lfsbespreche, mehr zur Vereinheitlichung der Juden-!Vereins. heit beitrage als Jahre zionistischer Arbeit. ״Lieber eine Bewegung ohne Kongreß als ein Kongreß ohne Bewegung", meinte Kurt Blumenfeld. Anderwite war fick die Tagung der praktischen Schwierigkeiten eines Kongreßes in Deutschland bewußt. Deutschland besäße keine jüdischen Maßen wie Amerika oder Rußland. Eine demokratische Aktion würde entweder an dieser Tatsache scheitern oder ein unerwünschtes Ergebnis zeit!- gen. Eine Konferenz jüdischer Organisationen unter Ausschluß der Zionisten hatte auf Veranlaßung des Hilfsvereins stattgefunden. Man dürfe die'anderen Verbände die die Teilnahme der- Zionisten durchgesetzthatten, nicht desauieren Vereins. Die ״Jüdische Arbeiterkorrespondenz" hat in, Laufe des Krieges bereits wiederholt auf die volksverräterische Haltung des Hilfsvereins deutscher Juden hingewiesen. Sie war in der Lage auf Grund dokumentarischer Beweise und Mitteilungen des Mitgliedes des Engeren Aktionskomitees der zionistischen Organisation die Oeffentlichkeit über denunziatorische Handlungen des Pellation betreffend die wirksame Sicherstellung der vollen bürgerlichen und politischen Eanzipaiitoa der Juden in Üumänien, ein. Die ungarische israelitische Landeskanzlei hat bei der ungarischen Regierung Schritte unternommen, um deren Augenmerk auf die Angelegenheit der unteridrückten Juden Nmnäniens zu lenken. Der ungarischen Negierung wurde der ei׳nmutige Wunsch der ungarischen Juden vorgelegt, beim Grasen Czernin dahin zu wirken, daß bei dem mit Rumänien abzuschlsetzende!, Friedensvertrage die seit dem Berliner Kongreß, also seit 40 Jahren, beschlossene, aber nicht durchgeführte Entanzipation der rumänischen Juden endlich zur Wirklichkeit werde. Der ״Verein zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judentums in Wien" und die »Adaß Jisroel" (Schifsschul) haiben ebenfalls an den k. u. k. Mvmster des Aeutzern, Graf. Czernin, ein Telegramm gerichtet, in welchem der Minister ersucht wird, gelegentlich!der Friedensver- Handlungen mit Rumänien sich der dortigen unglücklichen Juden anzunehrnen und deren Gleichberechtigung duvchzusetzen. Empfang rumänischer Juden durch Präsident Mlson. Hilfsvereins zu infonnieren. . , _ . Der Hilfsverem׳ hatte der deutschen Regie-' Amerikanische Zeitungen berichten: rung eine Liste zionistischer Persönlichkeiten; Eine Abordnung der American Unron of übermittelt deren Ausweisung aus Palästina er'Numanian Jews wurde vom Präsidenten Wilempfahl. Es ist bekannt, daß der Hilfsverein bei. son am 11. Dezember im Werhen Hause empfander deutschen Regierrung! gegen die nationalen! gen. Das Komitee bestand aus den Herren: Dr. und in di!sten'^S1n!w 'faßte die Tagung ihre Be-lForderungen der Judeu'in den besetzten Gebie- P. A. Siegelstein. Leo Wolfsohn, Edward Herschlüsse. Deutschland wird somit keinen jüdischen ten intigierte. ' bert, A. L. Kalman, Dr. M. A. Belber, A. B.

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