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Jüdische Volksstimme · 1918-03-14 · Heft 5 (14.3.1918) · page 4

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XIX (1918)
Issue
Heft 5 (14.3.1918)
Date
1918-03-14
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Gelte 4 ״Jüdische BsttSstimme" vr. S Polnischer Anliscmitsmns. jmit bcm c&cn acbüDcten ״Vollzuasausschnß der Frankreichs bezüglich der?lnerkeniiu׳ng der jiidi- . tjübiid1־ortboborc״ Cr^anifationcn der Mittel-'׳ s'ben Ansiedlmrg in Palästina, aufgefordert wur- L «*S^WSÄ ״,? uiiomim-mntcitcit ta»n. sin» ״och ״ichtM. 's! iwr M-i״n»a. »atz in iticr Einsicht un»!״״״*“״* ®cKU|«J&0Tt ", 811W111 hat <*«r•! anvtsächlich in 3k׳׳m1 auf »ic lmligen Stätten, ll!r5c!?r?!!^ 2f.?el).a!!c11c׳*׳..״afll1״I*VItn a a1ue־ Tie Richtlinien für die BelMndlmig ,der In-! cine Juternatioiialisiernng die beste Lösung wäre. Eine Tschlenow-Kolonie. Aktionskomitee rem folgende Resolution angoii-onnnen: ״In Anbetracht des gewaltig zn.nelnnendcn Ueberschusses von׳ Jnlden ans dem Gebiet unserer teuersten nationalen Interessen erachtet es die landwirtschaftliche Gesellschaft in Lublin für notwendig, eine Kommission ,zu schaffen, die unablästig auf der Wacht für unsere Irrtevessen geben soll. Tie Kommission hat die Aufgabe, ׳den An- und Verkauf landwirtschaftlilcher Produkte zu vermitteln und Genossenschaften zu gründen, die die Produkte absctzen und׳ einschlägige Jnformationen hevausgeben sollen. Ailf der Tagung waren fast alle polnischen und galizischen Städte vertreten. Gin jüdisches Theater in Wien. denfrage im Osten und im ottomanischen Reiche? auf Grund deren der Zusamii^enschluß erfolgt ist, lauten folgendermaßen: 1. Rechtliche und tatsächliche Gleichberechtigung mit allen Rechten und Pflichten als Staatsbürger. 2. Freiheit der Religionsübung.! 2>. Recht und Pflege selbständiger jüdischer Kultur. 4. Recht auf freie Einwanderung! und Wirtschaftliche Betätigung in allen Teilen des osmanischen Reiches. 5. Recht auf freie Niederlassung und Pflege selbständiger jüdischer Kultur in Palästina. Eine kleine kapitalkräftige Gesellschaft nationaler Juden beabsichtigt die Gründung eines südischen Theaters in Wien. Die Voraussetzungen erscheinen durch von galizischen Juden in Men, der im Kriege erfolgt ich, gegeben. Für den Fall, dast sich dasL,.un ־0 ״״,rcitan bie Projekt verwirklicht, haben sich ihm an deutschen!-^,— -*׳ ' ־ ־ Der Sabbath in Wilna. Das Engere Zionistische erläßt folgenden Aufruf: Zum Zeichen!der dauernden Erinnerung an unseren in der Fülle der Arbeit, ander Schwelle der Verwirklichung dahingegangenen Führer Tr. E. W. Tschlonow hat das Aktionskomitee der Zionistischen Organisv-tivn den Beschlust gefaßt, in Palästina eine Kolonie zu gründen, die im Lande unserer Zukunft für Tschlonows Namen eine sichtbare Stätte sein wird. Tie Kolonie Dr. Tschlenows wird die erste sei!!, die nach der Wiederkehr friedlicher Zeit auf Initiative der Zionistischen Oeganisation und Um Znsamnlenwirken des gesamten Judentums sche Persönlichkeiten zur Verfügung gestellt. Der Verbreitung jüdischer Bühnenkunst dient auch ein Unternehmen der ״Zentralstelle jüdischer Jugendgruppen i«n׳ Wien", die eine ״jüdische Ingendbühne" zur Aufführung jüdischer Autoren ins Lebe!: gerufen hat. Bereinigung jüdischer Organisationen Deutschlands zur Wahrung der Rechte der Inden des Ostens. Nach langen eingehenden Verhandlungen langen um sich zur Zwiesprache mit ihrem Gott. Ist der Schabbos ein besonders hoher Feiertag, dann gibt Kantor Herschmann׳ dem Gotz tesdienst in der alten Synagoge durch seine Mitniieu, die für!die Behandlung jüdischer Angelegenheiten maßgebend sein sotten, eine Vereinbarung zustande, nach der die großen jüdischen Organisationen Deutschlands aller Richtungen sich Msä^wnWi^n'Z7eLer'Wee^ünwnn^!SS.*״«״ M. m«K der Fonds Verden, L n 9!״™™ ..sW,im•״״.,״ iiihüAer hvnk,״ii״,H־i'fcm »«w atuchen. cilwbenen Rann, des,en denr Namen ״Vereinigung jüdischer Organisationen Deutschlands zur Wahrung der Rechte der Juden ׳des Ostens." In dieser VereiM'igmlg sind bisher vertreten: 1. Zentvalverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. 2. Deutsche Vereinigung für die Interessen der osteuropäischen Juden 8. De ut sch-J sraelitischer Gemeindebund. - 4. Grostloge für Deutschland. r>. Hilfskomitee für die notleideüden osteuropaischen Juden, Fvankfurt a. M. 6. Hilfsverein der deutschen Juden. 7. Komitee für den Osten. 8. Verband der deutschen Juden. 9. Vereinigung für das liberale Judentum in Deutschland. 10. Zionistische Vereinigung für Deutschland. Zum Vorsitzenden wurde gewählt: Dr. Iw nies Simon, zu stellvertretenden Vorsitzenden: Geh. Justizrat Oskar Cassel, M. d. U. und Prof. Dr. Franz Oppenheimer, zum Schatzmeister: Direktor Paul Mankiewitz, zu ehrenamtlichen Geschäftsführern: Dr. Arthur Hantke und Dr. Paul Nathan, zu ehrenamtlichen Sekretären: Dr. Bernhard Kahn und Richard Lichtheim. Das Büro befindet sich Potsdamerstraße 41a. 2. Stock. Die Vereinigung hat sich vor allem die Aufgäbe gestellt, den Standpunkt der deutschen Juden gegenüber den jüdischen Problemen im Osten und im Orient gemeinsam vor den in Betracht kommenden Instanzen schon während der Dauer des Krieges und dann bei den Friedensver- Handlungen zu vertreten. Es ist in Aussicht ge- Das Engere Aktionskomitee der Zionistischen Organisation. Marburg. Jacobson. .'.-:•.*י •' Gedenket Jerusalems! Hantke. Wieder kommen Berichte!aus dem hl. Lande, als von den elektrischen Lampen, die barbarischer Gegenwartssinn historischer Kultur aufpfropfte, gehen vom Altar aus, wenn des Vorbeters Stimme anhebt, wenn Herschmanu singt in der alten Snn-agoge zu Wilna. nommen, auf die Gründung verwandter Organi- . ,, .a sationen in Oesterreich-Ungarn, der Türkei, Bul- Die französischen Katholiken und der Zwnmnm. garien hinzuwirken, so daß durch -eine Verständigung dieser Organisationen untereinander alsdann die jüdischen Fragen, die durch den Krieg aufgeworfen worden sind, in einheitlicher Weise seitens aller Juden dev Mittelmächte behandelt werden können ״La Croix", das Organ der französischen Katholiken, zeigt sich der zionistischen Lösung der Palästinafrage nicht ungünstig geneigt. »Les etrrdes religieuses", eine römisch-katholische Zeitschrift anerkennt die Errichtung der Mit den Organisationen, die bisher noch britischen Oberhoheit in Palästina als ein ״Fait nicht formell angegliedert sind, sind Verhcmdlungen über einen Zusammenschluß mit guten Aussichten auf einen Erfolg im Gangeg. Die Berntungen, in welcher Weise die neue Vereinigung accompli". ״Msgr. Baudrillart". der Rektor des kathouns ad oculos viel Elend demostriert. Denke ja nur keiner, dast es auf ihn nicht ankommt. Auf jeden kommt es an. Jeder gebe, jeder soll geben und jeder muß geben. Hier muß das gesamte Indentunl die Stange stützen helfen, die schon seit Jahren wankt und!nun umzufallen droht. Es soll aber jeder nicht nach seinen Kräften, sondern weit über seine Kräfte geben. Haltet Euch stets folgendes Gleichnis vor Augen! Zu einem reichen Manne kam einst ein Armer und bat ihn um Unterstützung!. Der Reiche wies ihn ab und, als der Arme nicht gehen wollte, warf er ihm einen Stein nach. Dieser hob ihn auf und legte ihn in die Tasche. Durch des Lebens Wechselfälle mußte der Reiche Bankerott machen und wurde, verhaftet, durch, die Straße geführt. lischen Seminars i׳n! Paris, der vom Petit lour- Der Arme sah ihn und wollte ihm den Stein von nal zu einer Meinungsäußerung über die Rolle damals nachwerfen. Sem Gewissen belehrte ihn wünllmna me« ז o .״ , - a mr LL M» Palästina erstehen wird, erbaut und vollendet Wirtschaft licken « AV'I״rI״?vC^[K°'״ m״r/kNl ־ ^c״ Gru-ndsätzen, in denen wir die grostzü- Ä Zuwachs! 7- < lBr-slE von Kch Emst Bwffauer.gjgc Arbeit der Zukunft planen. wird der «a!wathe«ür,tt »-lch.Idert: j Wir haben dem Jüdischen Natianalfond den Man muß an ״Buhne und Theater" denken, Anftraq a-qehen, die Kolonie Tschlonows M er- «raierr nerwirrnm naoen uw >nm an oenuwe׳,' /^-״,,,reitac, die Lonne sink« nnd Mit einem richten. Wir v-r,on-,en im. Einvernehmen mit Bühnen tätige, wert'volle künftlerifche Kräfte, die- ^''L^anln Rauh schon seit einiger Zeit wn Sinne e des jüdischen Theaters wirken, wie - Gebote außer Kurs setzt. Tann flammen hinter!Der Grund und Boden der Tschlenow-Kolonie ben bliiiden ^eniteraugen der Häuser die Kerzen! gleibt wie aller Grimd und Boden, den der jüldiauf, Spitzen und Silber blicken uns an, wenn wir! sche Nationalfonds erwirbt, für ewige Zeiten Gettehenbleibend, bineinschaueii, mid Greise bibli-' niem.schafteiqentuiii. Eigentum des jüdischen scheu Alters und biblischer Würde sammeln die Volkes. Wir haben den Jüdischen Natioualfoilds . beauftragt, der Oeffentlichkeit bekanntzugeben,!welche Einzelheiten bei Äer Aktion für di cErrichtung der Koloriie zu beachten sein werden. Wir fordern inmmehr alle unsere Berbän- Wirkung die Weihe. V-enn diese Kunde in der ss.y;.,;t voller Kraft für die Sammlung Kam i-tmae« eiiiaeuenuen vcnmnoiumwn?udenstadt von Mund zu Munld ging, dann laufür die Tschlenow-Kolouie einzusetzen. Jede Einkan, auf Grund ge.nemsa״, festgelegter Richtli- LÄ ZLL Mäntel noch einmal so zahlreich >« das ehrwiirvcnkens Tr. Tschlenows. die ericht dem großen d'gc. ängstlich versteckt,׳ Gotteshaus, das ,eine, Zweck der Sicherung der Tschlenow-Kolonie gilt. Erbauer vor viereinhalb Jahrhunderten halb miterbleilben. dämmt bei Einheitlichkeit und in den Boden der engen Gasse hieiciiibohrtcn.i Großzügigkeit der Arbeit nicht gestört wird. In , mar, vrr notwendig ist, um Tschlenows A!n!denken in morne Sänlcnvracht und ׳,»nnnieniale Größe^ Ere-.-Jsrarl öim ewiges Denkmal zu setzen, man ,licht entfernt in dieser geduckten Uniweltvermutete. Unendlich entrückt aller Geschäftlichfeit ist die Beterschar, die in frommem Eifer, den Rhythmus des Gebets auf den Körper übertra-. gend, bedeckten Hauptes mit ihrem Gotte spricht. Bisweilen gärt das ׳einförmige Brodeln wild aus wie zischende Brandung, um ebenso jäh zu derstulnn'ien. Dann geht, nein׳ strömt v. -der schmuckreichen Altarwand eine gebietende StilMiie durch den Raum. Eine Stimme, für die der Musiker daß die Not dort aufs höchste gestiegen sei. Jukeine Klassifizierung weiß. Bald stählerner, strah-! den! Wir appellieren ans jüdische Herz. Saget lender Tenor, bald heroischer Bariton, Anklage,׳ nicht: Wir haben schon gegeben! Wir alle sehen Fleben, Jubel, Tank, Schmerz. Jauchzen — al-׳ es ja ein. In den letzten 3 Jahren wurden wir les und iioch viel mehr ist in dieser einen Stimme, sehr in Anspruch genommen. Mas sind aber un- Sie bleibt auch unumschränkte Gebieterin, wen!n sere Opfer i׳m Vergleich zu den-en, die unsere Lieder Knabenchor mit ihr geht und formierte Soben auf d. Felde der Ehre bringen? Haltet Euch prane, für unsere Ohren schnierzlich grell, ihr die, immer vor Augen, daß stündlich so und soviel Herrschaft streitig machen. Ein erhabenes Sprach-! tausend Menschen an allen Fronten fallen. Muß rohr Gottes, tont die Stimme grollend und genicht der vor Scham erröten, der sich sagen muß: während, a-nklagend entsühnend über die gesenk-'Jch hätte auch etwas tun können, ich habe aber teil Häupter der Beter. Sie rüttelt an verstockten, nichts getan. Herzen, tut Seelentore weit auf und ist Mittler! J״i Lande der Verheißung herrscht Hungersauf devi Wege, der von Alltag in Sabbath weist.! ׳not. Israelitische Mütter! An Euch ergeht das Draußen geht die flutende Sowie hem-! Werk. Ihr, denen das Schicksal Eurer Kinider am mungslos über die Dächer des Ghettos. Im Bet-,Herzen liegt, stellt Euch vor, wie viele Mütter in raulue wird es nur hell, wenn an-Sabbath küiist-; Palästina ihren Kindern nicht einmal den Bissen liches Licht erstrahlt. Aber stärkere Kraftquellen Brot geben können.^Die letzt en3 Jahre haben

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