Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XVIII (1917)
- Issue
- Heft 12 (20.7.1917)
- Date
- 1917-07-20
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Skr. 12. ״^Wf* »*iWmmt׳' Gettr -. d. M. in den Festsälen der Israel. Deerdigungsbrnderschaft, Prag, Josefstädterftrcche 36, eine Lehrertagung,uni die an den Notschulen Wirtenden Lehrkräfte mit den neuesten Resultaten der pädagogischen Forschungen!bekannt zu »machen u. durch gemeinsame Aussprache diese neuen Anfchauungen für den Unterricht zu verwerten. — Diesem Zwecke dienen die angekündigten Referate, von denen wir die der Professoren Dr. Engel u. Dr. Hofsmiann» über den modernen Sach-, Sprache und Rechenunterricht an den Volksschulen, beziehungsweise über Lehrberuf und Lehrcmfgabe an den Notschulen hervorheben. Ueber׳ dies werden im Anschlüsse, an die Tagung Musterkollektionen im Sach-, Sprach-, Zeichen- und Gesangsunterrichte sowie im Unterrichte d. hebräischen Sprache und Literatur abgehalten. Diese Musterkollektionen werden durch die reichhaltig ausgestellten Schülerarbeiten aller Art eine wirksame Unterstützung erfahren. Endlich haben sich mehrere Verlagsanstalten, darunter auch der hierortiige Verlag Haase bereit erklärt, eine Ausstellung der neueren Lehrmittel und Lehrbchelfe zu veranstalten, so daß die Lehrer-- tagun-g in Wirklichkeit ein nach jeder Hinsicht vollständiges Bild dessen bieten wird, was an den Notschulen geleistet wurde und was noch zu erstreben ist. David Matalon in dem großen T-mpel Talmud Tie Herren Aktionäre, welche sich an der' Thora di« Ziele des Km«r«ss-z aureinanderge- Tnbskription beteiligen, wollen bei Vornahme rest. Tausende von! iRTnirfftirf'Tt t.n itomtnltMuvr bau- . ׳ Mt. Tausende von, Broschüren in spaniolischer und französischer Sprache wurden bei den Versammlungen verteilt. Eine hebräisch'wissenschaftliche literarische Monatsschrist. Demnächst erscheint i>m. ״Jüdischen Buchu. Kunstverliag Wien, Brünn ׳eine bebräisch-wissen schaftliche, literarische Monatsschrift. Mitarbeiter und Interessenten wollen ihre Adresse HerrnRedakteur Max Hickl, Wien, 8. B., Lerchengasse 6a, mitteilen. Budapest. Der Appell des orth. Landespräsidenten um Hilfe für das notleidende Erez'Jisroel fand im ganzen Lande klingenden Widerhall Es ist bewundernswert, wie.selbst die kleinste jüdische Gemeinde ihr Opfer für das. heilige Land aufbringt und mit den großen Kehillos im Geben wetteifert. Der Drang, Gutes zu tun, herrscht vor. Selbst die gang neologen Kreise bringen ihr Scherflein für diesen Zweck und steuern in schöner Weise zur Hebung des grenzenlosen jüdischen Elends. Kopenhagen. (260jahriiger Gedenktag.) Die dänischen Juden könuen in diesem Jahre den Gedenktag ihrer Niederlassung in ihrem Vaterlande feiern. Im Jahre 1657 wurde ihnen das freie Wohnrecht in Dänemark durch König Frederik dem Dritten zugestanden. Die Niederlasjung von Juden in Dänemark ist verhältnismäßig neuer: Datums. Es ist zweifelhaft, ob es im Mittelalter dort auch nur vereinzelte Juden gab. Die ersten Juden, die im dänischen Reiche wohnten, leibten in! Holstein, das ehemals zu Däne- «mark gehörte. In einem Briefe vom 25. Nowem- Ler 1622 lud König Christian der Vierte die portugiesischen Juden inAmsterdcm: ein, sich in Glückstadt.mederzuliassen, wo,er ihnen freie Religionsübung garantierte. Sein Nachfolger Frederik der Dritte gestattete «den Portugiesen, welche die hebräische Religion bekenmn", den freien Aufenthalt im ganzen Lande und Handel und Gewerbe in den Grenzen des Landesrechts. Der Privileg von 1657 wurde durch ei,neu offeneu Brief im Jahre 1670 nochmals bestätigt. Später kamen verschiedene Einschränkungen, die jedoch nicht rigoros ge handhabt worden sind. Die erste jüdische Gemeinde wurde in Kopenhagen gegründet, andere Orte folgten bald nach. — In der Folge haben die Juden in Dänemark eine Heimat gefunden, wie sie gleich sicher und friedlich ihnen kaum in einem anderen Lande beschieden war. Saloniki. Hier wurde,-ein Komite hervorragender Vertreter des griechischen Judentums gebildet zu de-m, Zwecke, einen allgemein jüdischen Kongreß in Saloniki zu organisieren, der zu׳ . summen mit allen Juden in freien Ländern ferne] einzuladen. Stimme zugunsten der jüdischen Forderungen erheben soll. Diesem' Komitee sind ׳bereits zahlreiche Sympathiekundgebungen von jüdischer und nichtjüdischer Seite zugegangen. Das Pros gvamm des geplanten Kongresses, der spätestens Ende Juni stattfi-nden soll, enthält folgende drei Hauptpunkte: 1. Erlangung der bürgerlichen, politischen und religiösen Gleichberechtigung in Men Ländern, wo diese den Juden ganz oder teilweise Vorbehalten ist; 2. Gewährung nativ naler Rechte an jüdische Gemeinschaften in soljchen Ländern, in denen solche Rechte anderer Nationalitäten anerkannt sind oder anerkannt werden sollten; 3. Sicherung der freien Entwicklung eines jüdischen Zentrums in Palästina. — Das vorbereitende KongreMomitte hat bereits eine Anzahl van Versammlungen organisiert. -und in glänzenden Reden haben Jacob Cazes u.eine neue Aktie. 2ivnostenskä banka v Praze. Aktienkapital K 80,000.000 Reservefonds K 25,000.000. Emmission 1917 100.000 neuer Aktien der Avnostenskä banka v Praze zu K 200.— Nominale im Gesamtbetrage von L 20,000.000.—. Kapitalserhöhung von- K 80,000.000.— auf K 100,000.000. — Laut der giltigen Statuten unserer Anstalt kann auf Grund des Beschlusses der Generalversa-nnm lung der Aktionäre v. 10. März 1912 unser- Aktienkapital, welches K 80,000.000—, beträgt auf K 100.000.000 erhöht werden und ist der Verwaltungsrat zugleich ewnächtigt, die Erhöhung durchßuführen. Der Grund, warum der V׳erwaltun>gsrat während einer so langen Zeit von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch! genmcht hat, ist in den Kriegsereignissen zu suchen,'welche die im Jahre 1914 vorbereitete Emmission vereitelten. Nunmehr kann man jedoch schon in absehbarer Zeit einem günstigen Frieden und damit auch die Rückkehr zur abermaligen Entwicklung unserer Volfswirtschaft erwarten. Die Aufgaben, welche dann den Handelsbanken erwachsen werden, werde!: groß und um־ faugreich sein, und insbesondere für uns wird eine durchgreifende Erfüllung derselben überaus wichtig sein. Die erste Voraussetzung einer vollständigen Erfüllung dieser Aufgaben ist die ausreichende Ausrüstung der Banken mit starkem eigenen Kapitale, welches ihnen die Möglichkeit bieten wird, den Bedürfnissen des wirtschaftli»- chen Löbens in größtem Maße ohne Beeinträchtigung der eigene Mobilität nachzukommen. Durch die neue Emmission wird unsere Anstatt nicht nur ihr eigenes Aktien-Kapital, son- .deru infolge des erzielten Agiogewinnes auch ihre Reservefonds, die jetzt K 25,000.000.— betragen, namhaft stärken, was auch für den inneren Wert unserer Aktien von, Vorteil sein wird. Indem wir uns auf die wirtschaftlichen Gründe stützen, welche den Entschluß des Verwaltungsrates bezüglich der Erhöhung des Aktienkapitales herbeigeführt -haben und welche jedenfalls allgemeine Zustimmung finden, werden, gestatten wir uns Sie zur Teilnahme, an der Subskription von 100.000 neuer Aktien der Avnostenskä banka v Praze zu K 200.— Nomi nalwert lautend auf den Namen, im Gesamtbetrage von zwanzig Millionen Kronen -höflichst der Zeichnung ihre alten Aktien (ohne Kouponbogen) vorlegen, die ihnen mit einem, die erfolgte Zeichnung feftstellenden Vermerk sofort retourniert werden. Zugleich mit der Anpnel-dung auf neue Akt!en sind als Kaution K 60— seitens der Aktivnare und K 80.— seitens der Nichtaktionäre für eme -rede gezeichnete Aktie zu erlegen. Die Kau- Um wird mit 31/2°/o p. a. verzinst und wird nach vollzogener Repartition mit den Subskribenten als Anzahlung auf die zugeteilten Aktien verrechnet. Die Repartition der gezeichneten Aktien wird der Verwaltungrat der Livnostenskä banka v Praze in -der kürzesten Frist durchführen und werden die Kautionen mit Zinsen den Subskribenten sofort rückerstattet werden, insofern ihnen Aktien nicht zugeteilt werden sollten. Die zugeteilten Aktien -sind längstens bis 31. August 1917 voll zu bezahlen. ' Die neuen vollbezahlten Aktien werden den P. T. Herren Subskribenten anfangs des Jahres. 1918 einzig und allein gegen Retournierung der .Kassabestätigung über erfolgte Anzahlungen und gegen Retournierung ,des Repartitionsbriefes ausgefolgt werden. Wer in der festgesetzten Frist die neuem Ak׳ tien nicht bezahlt, verliert ein jedes Anrecht auf dieselben, u!:d die seinerseits erlegte Kaution verfällt zugunsten des Restrvefonds der Bank. Angefangen mit dem 1. September, bis zu welcher Zeit die zugeteilteu Aktien, voll zu bezcchlen sind, und bis 31. Dezember d. I., wird die Bank an Zinsen im Voraus 3X(2QI0 p. a. vom Emmissionskurse vergüten. Fiir das Verwaltungsjahr 1918 werden die neuen Aktien das gleiche Anrecht auf Dividende ־ haben wie die alten Aktien. Die zur Zeichnung erforderlichen Drucksorten sind bei den Kassen" der Avnostenskä banka v Praze, Prag, und bei ihren Filialen gratis erhältlich. Prag, am 30. Juni 1917. Der Verwaltungsrat der Avnostenskg Lanka v Praze. Notiz. Subskriptions-Bedingungen. Die Zeichnung erfolgt durch besondere Zeichnungsformulare in der Zentrale der Avnostens׳ kä banika v Praze, Prag, und bei ihren Filialen in Brünn, Budweis, Friedek-Mistek, Jglau. Karlsbad, Klattau, Königgrätz. Kolin. Krakau. Lemberg, Melnik, Olmütz, Mähr.-Ostrau, Par- Die Zeichnungsfrist geht am 16. Jul» 1917 um 12 Uhr mittags zu Ende. Die Einschreibungen in die ׳neugegründete autorisierte Privat-Handels- und Maschinen-׳ schreibschule Kozak, Brünn, Dorethof, gegenüber dgm Stadtthsater, finden täglich (auch während der Ferien) von 9—6 Uhr statt. Näheres siehe Inserat. Keieföasten. Herzfeld, Preßburg. Besten Dank für die Anregung, wird geschehen. — Kohn, Olmütz. Derartige Berichte können wir erst dann brm״ gen, wenn das autentische Material uns zur Verfügung gestellt wird. — Jungjuda. Leider nicht geeignet. — Perl, Prag. Wenden Si׳e sich an das dortige Rabbinat. — L. H. 1024, Graz. Bestimmte Taxen für Scheidungen bestehen leider nicht. Erklärung. Von verschiedenen Seiten erhalten wir über evnen dzt. in Brünn wohnhaften Flüchtling, namens Jakob Lehrer, Anfragen. Der M«nn gibt sich als Rabbiner aus und erklärt im Jnjeresse der Flüchtlinge sich zu 'betätigen. Wir erklären, tziemit, datz Jakob Lehrer ein dubitz, Pisek, Pilsen, Proßnitz, Reichenberg, Ta- Flüchtttng, in Brünn, Kröna" 15 eine Restaurabor, Triest und Wien. twn, Nachtherberge, koscher!! Milchgeschäft, div. Vermittlungen betreibt, keinesfalls Rabbiner ist. Der Mann hat mit der Flüchtlingsfürsorge Der Zeichnungskurs ist mit K 260.— für nichts zu tun. Es P höchste Zeü. datz foe maß- Aktionäre und mit K 280.— für Nichtaktionäre gebenden Faktown dem Trewen dieses Mannes festgestellt. ihre Aufmerksamkeit schenken. Auf vier alte Aktien entfällt grundsätzlich — Die Redaktion.